Osterschule 09.-13.04.2020

Ab sofort kann man sich für die Osterschule 2020 anmelden und wir das Seminar allen jungen Menschen zwischen 14-35 (Ausnahmen möglich) nur empfehlen. Wir wollen uns dort mit Revolutionär*innen beschäftigen, die uns inspirieren und aus ihren Erfahrungen lernen um eine bessere Gesellschaft Wirklichkeit werden zu lassen. Wir möchten uns mit den Grundlagen des Kapitalismus und dazugehörigen Ideologien wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus beschäftigen um den Mist handfest wegzufegen. Deswegen wird es nicht nur Theorie sondern auch Action geben und natürlich Spaß, Sauna, Natur, Kneipe, Freund*innen.

Lest dazu mehr in der Ausschreibung:

Falken Kinder- und Jugendzeltlager 2020

Hervorgehoben

Komm mit uns nach England zum internationalen Falken-Zeltlager. Wir treffen dort Kinder und junge Menschen aus aller Welt. Kinder und Jugendliche bestimmen bei uns sehr viel mit. Es dürfen nicht immer nur die Erwachsenen reden. Wir haben viel Spaß, machen Ausflüge, toben uns richtig aus, erleben Abenteuer und lernen viel Neues. Außerdem tauschen wir uns darüber aus, was alles schief läuft in der Welt und wie wir sie besser machen können. Du willst auch die Welt retten und außerdem einen schönen Sommerurlaub erleben?

Dann melde dich schnell für unser Sommerzeltlager an!
Zeltlager2020

Winterwüstentage 2020

Die Wüstentage – Hä? Was? Wo?

Die Wüstentage haben nichts mit Wüste(n) zu tun, aber WÜST ist es manchmal schon… Kein Wunder, wenn ca. 30 Jugendliche und junge Erwachsene eine Woche als WG auf Zeit zusammen leben und versuchen, einen solidarischen und gleichberechtigten Alltag zu leben. Wie viel Nudeln essen 32 Leute? Wo ist noch Schokolade und wo bekomme ich neue her? Wie kommen wir ans Holz fürs Lagerfeuer? Und wer leitet das Plenum an? Solche Fragen kommen schon mal vor. Ist aber auch kein Problem. Am Anfang der Wüstentage werden gemeinsam Regeln für das Zusammenleben besprochen und alle tragen sich in Dienste ein, um gemeinsam den Haushalt zu schmeißen. Außerdem gibt es ein Programm mit inhaltlichen und spaßigen Themen, sowie Spiel und Action. Ach ja: Alle Teilnehmenden gehen tagsüber natürlich ihren üblichen Tätigkeiten nach: ob Schule, Arbeit oder Ausbildung – wüst wird es erst, wenn am Nachmittag/ Abend alle wieder zusammen kommen.

Programm/Zeitlicher Ablauf/Angebot

Gleich ist an fast allen Tagen, dass wir irgendwann aufstehen, um rechtzeitig in die Schule, in die Ausbildung oder unseren Job zu kommen. Irgendwann kommen wir alle wieder, machen Hausaufgaben (jippie!), gehen einkaufen, kochen, planen für den Abend oder organisieren irgendwas – alles gemeinsam und solidarisch versteht sich. Auch das Programm wird gemeinsam beschlossen – eine grobe Planung steht aber schon: Wir beschäftigen uns mit der Revolution in Rojava/ Kurdistan. Wie werden dort gesellschaftliche Entscheidungen getroffen? Wie schaffen es die Frauen, sich aus der Unterdrückung zu befreien? Und was ist ihr Ansatz, um ökologisch nachhaltig zu wirtschaften? Dazu wird es Workshops, Vorträge, Film, Diskussionen etc. geben. Außerdem: Kickern, Billard und Tischtennis, Spieleabende, Lagerfeuer und was uns sonst noch so einfällt!

Hier gehts zur Ausschreibung_2 zum selbstausdrucken, dann einfach ins Falkenbüro schicken/bringen. Du kannst dich bei Fragen auch immer per Mail oder Telefon an uns wenden. Natürlich auch deine Eltern. Anmeldeschluss ist der 31.01.2020.

FREUNDSCHAFT UND BIS BALD

Was Kindern hierzulande fehlt – Selbstorganisation, sozialistische Erziehung und die solidarische Gruppe

Quelle: https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/bertelsmann-studie-was-kindern-hierzulande-fehlt-und-was-nicht-a-1275328.html

Kürzlich veröffentlichte die Bertelsmann-Stiftung eine Studie, in der ein trauriges, kindliches und jugendliches Lebensgefühl deutlich wurde:

„Bei mir ist es so, die ganze Welt darf irgendwie über mich bestimmen.“

Viele junge Menschen fühlen sich nicht und werden auch nicht ernst genommen, oftmals sogar abgewertet. Mitbestimmen dürfen sie oft nur bei banalen Entscheidungen, bei weitreichenden sind sie ausgeschlossen. So erleben es vielfach auch unsere Gruppenkinder und -jugendlichen, teils in ihren Familien, beinahe immer in Schule oder Kindergarten.

„Die nehmen mich nicht ernst, weil ich in der Pubertät bin.“

Auch davon wird in unseren SJ-Gruppen häufig berichtet. Die berechtigte Kritik, die viele Jugendliche an der Lebensweise der Elterngeneration, an der Gesellschaft, an ihrer eigenen blöden Situation haben, wird oft einfach abgetan mit: Das gibt sich schon, das ist nur eine Phase, das wird schon wieder.

Man muss halt offen darlegen, dass man nicht genug Geld hat, was vielleicht peinlich ist“

Rund die Hälfte in Deutschland zur Schule gehenden Kinder und Jugendlichen, auch das zeigt die Bertelsmann-Studie, machen sich Sorgen um die finanzielle Situation der Familie. Das hat schlimme Konsequenzen: die Kinder schämen sich, werden gemobbt und gehänselt, haben weniger Möglichkeiten, Sachen mit Freunden zu unternehmen.

Die Antwort von uns Falken darauf ist: Selbstorganisation, sozialistische Erziehung und die solidarische Gruppe.

Wir nehmen Kinder und Jugendliche radikal ernst, denn wir sind ein Verband, in dem Kinder und Jugendliche sich selbst organisieren und dabei von Helfer*innen begleitet werden. Wir wollen, dass Kinder über ihre Welt bestimmen, nicht die Welt über sie. Den Unmut, den Kinder und Jugendliche oft als ein Bauchgefühl und als entweder zu stark kontrollierte oder unkontrollierte Wut mit sich rumschleppen, wollen wir in vernünftige Kritik verwandeln. Wir helfen Kindern und Jugendlichen dabei, zu begreifen und wollen ihnen zeigen, dass sie sehr wohl etwas richtiges und wichtiges zu sagen haben, dass sie nicht leise sein sollen, wenn Erwachsene reden, sondern mitreden und auch dagegen reden, wenn die Erwachsenen Unsinn machen.

Uns ist wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen Dinge selbst in die Hand nehmen. Wenn sie sich befreien wollen, dann können sie es nur selbst tun – Hilfe bieten wir natürlich an. Dafür brauchen sie die solidarische Gruppe, in der sie Lösungsstrategien erarbeiten und erproben können.

Das hat auch Rückwirkungen auf die Einzelnen. Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche bei uns ausdrücken können, wenn und warum es ihnen nicht gut geht. Sie lernen gemeinsam, dass Armut zwar mies ist, aber die Betroffenen dafür nicht individuell verantwortlich sind. Dies wirkt sozialchauvinistischer Diskriminierung entgegen und stärkt zugleich das Selbstbewusstsein der Einzelnen, indem ein gewichtiger Faktor für Scham und mangelndes Selbstbewusstsein an Gewicht verliert.

Zugleich bieten wir Kindern und Jugendlichen mit unseren vielfältigen Angeboten auch Erholung an. Einen Urlaub – ob Sommerzeltlager, Kinderfreizeit oder Wüstentage – mit den Falken können alle Kinder und Jugendlichen unternehmen, auch wenn die Eltern wenig Geld haben.

Einen Spiegel-Artikel zu der Studie findet ihr unter folgendem Link: https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/bertelsmann-studie-was-kindern-hierzulande-fehlt-und-was-nicht-a-1275328.html

 

 

Zeltlagervorbereitung – Helfer*innenbanden gebildet

Dieses Wochenende haben wir unsere Helfer*innenbande für das Zeltlager2019 in Berlin-Heiligensee gebildet. Dazu mussten wir unter anderem die von Bourgeoisie und Reaktion bedrohte Commune von Paris verteidigen und gemeinsam 4 fahr- und löschtüchtige Feuerwehrfahrzeuge bauen. Außerdem hat unser awareness-Team einen Workshop zur Prävention sexualisierter Gewalt mit uns durchgeführt.

Wir sind bestens vorbereitet, haben mega Bock und freuen uns auf die Kinder- & Jugendrepublik Berlin-Heiligensee!

Ultimatives politisches Wanderwochenende 25.05.-26.05.2019

Du bist politisch Interessiert und zwischen 15 und 99 Jahre alt? Hast Lust auf ein bisschen Abenteuer, Natur und gute Gespräche? Dann melde dich an! Unser Start ist der Gedenkort des ehemaligen KZ-Außenlager Flossenbürg in Hersbruck. Dort wartet eine Führung, die sich mit der faschistischen Vergangenheit Deutschlands beschäftigt. Danach geht’s auf zum Zeltplatz. Na klar auch zu Fuß. Angekommen kann der Tag dann am Lagerfeuer entspannt ausklingen und übernachtet wird in einer Jurte! Hier gibt’s die Ausschreibung.

Doppelseminar Marx für Einsteiger*innen & konkrete Utopien

Ab jetzt zum Anmelden (per Mail oder telefonisch)

Das Seminar beginnt am Donnerstag den 19.4. um 11:30 mit dem Teil Marx für Einsteiger*innen und endet am Sonntag 21.4. um 17:00 Uhr mit dem Teil zu konkreten Utopien. Es ist auch möglich an den Teilen einzeln teilzunehmen. Schlafmöglichkeiten sind vorhanden, Essen gibts inklusive, Unkosten 15€ für Nichtmitglieder.

Max Horkheimer hat einmal geschrieben, dass die beiden Strömungen der entzweiten Arbeiter*innenklasse – die kommunistische und die sozialdemokratische – beide aus unterschiedlichen Gründen sehr ohnmächtig dastehen.
Die kommunistische Strömung drückt das ungeduldige, aber ohnmächtige Anrennen gegen die aktuelle kapitalistischen Lebens- und Wirtschaftsweise aus. Allerdings gilt die kommunistische Utopie in der Gesellschaft als gescheitert. Real“sozialistische“ Staatsformen haben Antikommunismus und Utopielosigkeit maßgeblich befördert.
Die andere Strömung, die sozialdemokratische, hat vergessen, dass eine wirksame Verbesserung der menschlichen Verhältnisse auf kapitalistischen Boden unmöglich ist; sie hat die Theorie vergessen, den Marxismus. Das sozialdemokratische Bewusstsein ist eine Mischung aus positivistischer Tatsachen-Fetischisierung und Relativismus und hat sich in realpolitischen Kämpfen verloren. So ist die Sozialdemokratie eine andere Gestalt der Ohnmacht der deutschen Arbeiter*innenklasse auf dem Weg zum Sozialismus.
Wir finden aber, dass es höchste Eisenbahn ist, aus dieser Ohnmacht auszubrechen und das von oben verordnete und überall verbreiteten Dogmen nicht hinnehmen, dass eine andere Welt nicht möglich sei, dass es keine Alternative gäbe, dass man doch vor Sachzwängen stehe und so weiter…
Wir nehmen uns deshalb ein Wochenende lang Zeit für Theorie und Ungeduld. Unsere Utopie erwächst aus der Kritik an den bestehenden Verhältnissen, deshalb brauchen wir Theorie, um nicht einfach nur Luftschlösser auszumalen, die wie Seifenblasen platzen müssen. Wir brauchen eine fundierte Kritik an dieser Gesellschaft. Deshalb beginnt das zweiteilige Seminar mit einem Marx Einsteiger*innenseminar
Unsere Kritik erwächst aber auch daraus, dass wir es scheiße finden, wie wir im Kapitalismus behandelt werden, dass wir die Verletzungen, Beschädigungen und Zumutungen, die diese Verhältnisse und ihre Verteidiger*innen an uns anrichten, nicht mehr hinnehmen wollen. Wir sind also auch verdammt ungeduldig. Und wir wollen eine Utopie! Wir wollen der jetzigen Gesellschaft etwas Besseres entgegensetzen. Deshalb geht das zweiteilige Seminar weiter mit einem Workshop zum Thema konkrete Utopien.
Wenn ihr Bock darauf habt eine soziale Utopie kennenzulernen oder zu entwickeln und als Grundlage einen Einblick in die die marxistische Theorie erfahren wollt meldet euch an unter 0911-443709 oder buero@falken-nuernberg.de.