#Nicht auf unserem Rücken – Coronakrise aus Kindersicht

Die aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie werden auf dem Rücken vieler (https://www.falken-nuernberg.de/?p=3046) ausgetragen. Auch auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen. In den viel berichteten „Öffnungsdiskussionsorgien“ sind Vertreter und (weniger) Vertreterinnen verschiedenster Bereiche dabei. Die Rechte und Meinungen von Kindern sind dabei nur äußerst selten Thema. Auch die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin warnte, dass „Kinder und Jugendliche in den bisherigen Entscheidungsprozessen nicht als Personen mit ebenbürtigen Rechten gesehen [wurden], sondern als potentielle Virusträger.“ Kinder werden als Virenschleudern und Superspreader bezeichnet (z.B. https://web.de/magazine/news/coronavirus/virenschleuder-superspreader-rolle-kinder-coronavirus- pandemie-34652354) sollen inzwischen manchmal wie Hunde vorm Supermarkt warten (https://www.focus.de/familie/eltern/coronavirus-kurzer-schock-im-supermarkt-ihre-kinder- muessen-beim-einkaufen-bitte-draussen-bleiben_id_11822291.html) und werden in den aktuellen Beschlüssen zu (sicherlich notwendigen!) Einschränkungen nur insofern mitgedacht, wie sie Hindernis für die Arbeitskraft der Eltern sind. Alle sozialen Räume in denen Kindern lernen, sich entwickeln, Bindungen eingehen, sich entspannen und spielerisch mit Erlebtem und dazugehörigen Emotionen umgehen können sind ihnen momentan nicht zugänglich. Bezugspersonen und Strukturen brechen weg, die Kindern sonst vielleicht helfen mit unsicheren und beängstigenden Situationen, wie wir gerade eine haben, fertig zu werden. Auch die für psychische und physische Gesundheit notwendige Bewegung, die viele Kinder sowieso zu wenig haben, fällt durch Schließung von Spielplätzen und die strikten Ausgangsbeschränkungen vielfach weg. Kinder können nicht ohne weiteres alleine Joggen gehen, sich alleine mit einer weiteren Person treffen, haben keine*n (Ehe-)Partner*In zum Treffen. Die Ausnahmen der Beschränkungen sind für Erwachsene formuliert.

Auf all diesen Ebenen verschärfen sich soziale Ungerechtigkeiten. Eltern mit weniger Geld haben natürlich mehr Angst vor Bußgeldern und sind nochmal angespannter in der aktuellen Situation. Die Angst vorm Verlust des Arbeitsplatzes, die häufig beengten Wohnräume und weniger Möglichkeiten für Förderung und Beschäftigung der Kinder kommen dazu und bieten in Familien ganz schön viel Zündstoff für Eskalation. Kindern in solchen Situationen fehlen gleichaltrige und auch erwachsene Bezugspersonen wie Lehrer*Innen, Horterzieher*Innen oder Gruppenhelfer*Innen besonders. Ohne eigenes Zimmer, ohne Computer und ohne Eltern, die unterstützen können lernt es sich zu Hause auch viel schwieriger und Bildungsunterschiede vergrößern sich und werden zementiert.

In der aktuellen Krise geraten Kinder – gemeinsam mit vielen anderen Gruppen – besonders aus dem Blick. Wir haben daher – auch als ein Weg, um mit der aktuellen schwierigen Situation umzugehen – eine Telefonumfrage gestartet und Kinder in unserem Bekanntenkreis gefragt, wie es ihnen eigentlich so geht und was sie von der aktuellen Situation halten. Herausgekommen ist ein Brief:

Lieber Herr Söder,

Sie reden immer davon, dass wir uns Zeit lassen müssen, dass wir die Zeit auch haben und die Beschränkungen verlängern können. Aber wir Kinder werden gar nicht gefragt, wie es uns damit geht. Wir wissen, dass wir vorsichtig sein müssen und überlegen müssen, wie das Corona-Virus sich weniger verbreitet, aber zur Zeit geht es vielen Kindern gar nicht gut. Damit auch die Kinder selbst mal was dazu sagen können, haben wir eine Telefonumfrage unter Freundinnen, Freunden und Bekannten gestartet. Alle Kinder fanden an der Situation gerade gar nichts gut! Vor allem macht es alle traurig, dass sie niemanden außer der Familie sehen können. Keine Freundinnen und Freunde, keine Lehrer*Innen und auch keine Horterzieher*Innen. Den ganzen Tag niemanden außer der Familie zu sehen nervt und es gibt viel Streit. Manche habe noch Glück und können zumindest raus in den Garten, aber manche haben auch nur eine kleine Wohnung ohne Balkon. Eine Freundin wohnt zu fünft in einer 3-Zimmer-Wohnung mit kleinen Zimmern. Sie hat kein eigenes Zimmer, wo sie die Tür zumachen kann, wenn jemand sie nervt. Deswegen haben sie einmal draußen ein Picknick gemacht, aber dann wurden sie von der Polizei nach Hause geschickt, weil das verboten war. Das verstehen wir nicht – sie haben doch Abstand zu anderen gehalten! Jetzt darf man zwar wieder zu zweit raus, aber meine Freundin traut sich nicht mehr wirklich und hat Angst, Ärger zu kriegen und Bußgeld zahlen zu müssen. Wenn ich mit ihr telefoniere redet sie auch noch weniger als sonst schon. Eine andere Freundin darf gar nicht mehr raus, weil sie auf ihre kleine Schwester aufpassen muss, weil ihre Eltern arbeiten müssen. In der Notbetreuung im Hort, wo ich jetzt hingehe, wurden wir bei einem Ausflug auch schon von der Polizei kontrolliert, aber unser Horterzieher hatte einen Zettel, dass wir das dürfen.

Viele vermissen auch ihre Lehrerinnen und Lehrer. Es ist zwar gut, nicht so früh aufstehen zu müssen, wie wenn Schule ist, aber zu Hause ist es viel schwerer, sich auf die Aufgaben zu konzentrieren. Und ich und auch andere Kinder vermissen den Pausenhof. Für Erwachsene ist es vielleicht gut, nur daheim zu sitzen und zu lesen oder zu stricken, aber wir finden das langweilig und kriegen davon schlechte Laune. Und sich mit einer anderen Person zu zweit zu treffen ist für Kinder auf meistens nicht möglich. Und sich per Skype mit anderen zu unterhalten ist nicht richtig sich sehen.
Viele Erwachsene, z.B. die Horterzieher*Innen, schicken schon Bastelpakete, damit es uns besser geht und ich versuche auch, Fotos und Nachrichten an Freund*Innen zu schicken, die noch weniger raus können als ich. Aber trotzdem geht es allen Kindern, mit denen wir telefoniert haben, nicht gut. Bitte sprechen Sie doch in Zukunft auch mit uns und sehen Sie die Welt nicht immer nur aus der Erwachsenen-Sicht.

Kurzer Bericht vom 1.Mai 2020

Natürlich konnte der 1.Mai 2020 nicht so stattfinden wie sonst. Dass er aber ausfallen muss oder dass wir deswegen nicht demonstrieren können – das ist Quatsch und das haben wir heute bewiesen.

 

Als Teil des revolutionären 1.Mai – Bündnisses waren wir heute zunächst auf einer begrenzten Kundgebung am Petra-Kelly-Platz/Bauernplatz vertreten mit der Forderung, dass wir prekären Beschäftigungsverhältnissen endlich den Garaus machen müssen und mit dem Hinweis, dass vom Klatschen kein Mensch Miete bezahlen kann.

 

Im Anschluss haben wir uns am Spaziergang zum 1.Mai beteiligt. Wir sind also mit etwa 900 Genoss*innen durch die Stadt gezogen – alle mit rotem Mundschutz und stets darauf bedacht, dass die Sicherheitsabstände eingehalten und die Schutzmaßnahmen gegen Corona ernst genommen werden.

 

Dabei haben wir Lieder unserer Klasse und Bewegung gesungen: Einheitsfrontlied, Arbeiter*innen von Wien, Brot und Rosen und Bella Ciao. Wir haben „internationale Solidarität“ eingefordert und unser Bekenntnis dazu ausgedrückt. Wir haben deutlich gemacht, dass die Reichen die Krise zahlen sollen. Die Krise darf #nichtaufunseremruecken abgewälzt werden.

Ein großes Danke an all die entschlossenen und mutigen und gut vorbereiteten Genoss*innen heute!

 

Lest unseren Aufruf zum 1.Mai, in dem unsere Forderungen stehen, die wir heute trotz Demonstrationsverbot mit Kreativität und Flexibilität auf die Straße getragen haben: http://www.falken-nuernberg.de/?p=3046

 

Freundschaft!

Falken Nürnberg, 1.Mai 2020

 

 

#nichtaufunseremrücken – unser Arbeiter*innenkampftag

 

Die Corona-Krise und der behördliche Umgang mit ihr trifft nicht alle gleich – er trifft die Menschen so unterschiedlich, wie die Klassen in dieser Gesellschaft unterschiedlich sind (siehe http://www.falken-nuernberg.de/?p=2643).

 

Wir sind Arbeiter*innen, abhängig Beschäftigte, Frauen, Schüler*innen, Studierende, Kinder, Jugendliche, kleine (Schein-)Selbstständige und Geflüchtete – wir arbeiten im Handwerk, im Bildungs-, Erziehungs- und Sozialbereich, im Gesundheits- und Pflegewesen, in der Logistik, im IT-Bereich, im Einzel- und Großhandel. Oder wir werden eines Tages in diesen Bereichen arbeiten. Wir sind die, die heute oder in Zukunft all die schönen Sachen herstellen oder einräumen, die dann verkauft werden können. Wir sind es, die heute oder in Zukunft dafür sorgen, dass wir alle gesund sind, unsere Kinder aufziehen und uns um das ganze „Drumherum“ kümmern.

 

Gerade wird die Abwälzung der Corona-Krise und ihrer wirtschaftlichen Folgen vorbereitet und zum Teil bereits durchgeführt – auf unserem Rücken.

 

Auf dem Rücken der Arbeiter*innen:

Als „Dankeschön“ für die „systemrelevant“ Beschäftigten hat Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil eine Verordnung erlassen, die die Arbeitszeitregelung aufweicht, und damit den 12-Stunden-Arbeitstag vorerst bis Ende Juli befristet eingeführt. Aber wir wissen: das Kapital ist profithungrig und will schon lange den 8-Stunden-Tag zu unseren Lasten beseitigen. Unternehmen, die in der Vergangenheit hohe Profite eingefahren haben und noch immer Dividende ausschütten, werden nun durch staatliche Rettungsschirme geschützt. Die Kurzarbeit bietet den Unternehmer*innen enorme Vorteile, während das Kurzarbeitergeld den Arbeiter*innen hinten und vorne nicht zum Leben reicht. Obendrauf zahlt dieses Kurzarbeitergeld nicht der Betrieb, sondern die Bundesagentur für Arbeit: Die Weiterbeschäftigung wird also faktisch von den Lohnabhängigen selbst finanziert, aus den vorher von ihnen eingezahlten Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung.

 

Wir fordern: 

– die Einführung des 4-Stunden-Arbeitstags bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Zahlen muss das Kapital – in direkter Form oder indirekt über Steuern.

– 100% Lohnfortzahlung durch die Konzerne

– Mindestlohn rauf und Durchsetzung umfassender Tarifverträge statt weiterer Tarifflucht durch Unternehmen

– Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer als Millionärssteuer als ersten Schritt

– längerfristig die Enteignung und Vergesellschaftung der Produktionsmittel

 

Auf dem Rücken der Frauen:

Als ob es selbstverständlich wäre, wird die unbezahlte Care-Arbeit den Frauen aufgebrummt. Wenn KiTas, Pflegeheime, etc. geschlossen werden, müssen Frauen noch mehr als zuvor unbezahlt arbeiten: sie erziehen und schulen die Kinder, pflegen die Alten und Kranken, kochen, putzen und managen die Familie durch die Krise. Zugleich steigt in der Quarantäne oder der Kurzarbeits-Zeit des Mannes die Gefahr von Männergewalt gegen Frauen und Kinder. Die Frauenhäuser sind übervoll, während Hotels leer stehen. Diejenigen Berufe, die die Gesellschaft gerade am Laufen halten und für unser tägliches Überleben sorgen, werden zu 80% von Frauen verrichtet. Das sind die schlecht entlohnten und wenig anerkannten Berufe, für die heute zwar geklatscht, aber immer noch nicht ordentlich gezahlt wird. Obendrauf sind gerade die tendenziell weiblichen Berufe die eher unsicheren: Erzieherinnen in der Notbetreuung haben keine Chance, den Abstand zu den Kindern einzuhalten. Im Einzelhandel ist kein Home Office möglich.

 

Wir fordern:

– Leerstand nutzen. Hotels in kommunale Hand und als Frauenhäuser nutzen

– Förderpaket für Frauenhäuser und feministische NGOs.

– Gleichstellung der Löhne zwischen Männern und Frauen.

– Care-Arbeit muss gerecht verteilt werden

 

Auf dem Rücken der Kinder und Schüler*innen:

Während Baumärkte wieder ihre Pforten öffnen und die Produktion nie konsequent runtergefahren wurde, wurden Spielplätze, Museen, KiTas geschlossen. Auch unsere Kindergruppen dürfen sich gerade nicht treffen. Dabei brauchen Kinder den Kontakt mit anderen Kindern und die Gruppendynamik unter ihnen, um sich wohl fühlen zu können und zu lernen. Die Schule wird in erster Linie vermisst, weil die Kinder am Pausenhof genau diesen Kontakt hatten. Stattdessen sollen sie nun im homeschooling allein lernen. Das ist ungerecht, denn die einen können sich abwechselnd mit beiden Elternteilen hinsetzen und sich durch moderne Technik unterstützt durch die Aufgaben quälen. Den anderen ist das Arbeiten unmöglich, weil sie kein eigenes Zimmer, keinen eigenen Computer oder keine Eltern haben, die ihnen bei den Aufgaben helfen können.

Eine Verschärfung der Bildungsungerechtigkeit und eine sich immer weiter öffnende soziale Schere werden damit billigend in Kauf genommen.

Die kaputtgesparte öffentliche Bildung ist nicht in der Lage, vernünftige Schutzmaßnahmen zu treffen. Dadurch ist die von der Politik angestrebte Schulöffnung um jeden Preis mit einen enormen körperlichen und psychischen Risiko für Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen verbunden.

 

Wir fordern: 

– konsequente Schließung des Schulbetriebs

– Öffnung von Kindergruppen in verantwortlicher und sicherer Weise

– sofortige Wiederöffnung der Spielplätze – außerdem Schaffung neuer, größerer Spielplätze, um Abstände einhalten zu können.

– Keine Schulprüfungen bis zum Ende der Pandemie

 

Auf dem Rücken der Jugend und kommender Generationen:

Wenn heute mit Geld für Unternehmen um sich geworfen wird, wird es morgen um so härter eingespart werden. Das heute für die Kapitalisten ausgegebene Geld wird sich der Staat von anderer Seite wiederholen, sodass es wieder heißen wird: Für Kultur, Kunst, ein ordentliches Gesundheitswesen, für Jugendarbeit und sanierungsbedürftigeSchultoiletten sei ja leider kein Geld da.


Wir fordern:

– spürbar bis massiver finanzieller Ausbau der freien, kommunalen und vor allem der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit

– Die Unterstützung von selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentren, Jugendvereinen und Vereinsstätten, sowie Zeltplätzen, damit uns auch nach Corona mehr als die kommerzielle Kultur bleibt.

– Umnutzung der leerstehenden Schulgebäude als Beratungs- und Zufluchtsort für Kinder und Jugendliche, die es zu Hause nicht mehr aushalten.

Auf dem Rücken von Menschen mit Behinderung:

Noch immer müssen z.B. gehörlose Menschen barrierefreie Informationen über Pandemie und Maßnahmen einfordern,und das, obwohl es um Leben und Tod geht. Menschen müssen leben können wie sie wollen. „Sachzwänge“ führen dazu, dass Menschen in Einrichtungen leben müssen. In der Pandemie zeigt sich wie gefährlich die Konzentration vieler gefährdeter Menschen auf engem Raum ist. Obendrauf werden in der Pandemie ohnehin bereits isolierte Menschen noch stärker isoliert, sie werden vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Die Kapitalisten und Liberalen nehmen mittlerweile eine höhere Zahl an Toten in Kauf, um ihren wirtschaftlichen Schaden zu minimieren. Das fußt auf der Prämisse, dass sich die Fitteren durchsetzen und schwächere Glieder der Gesellschaft ihnen falls notwendig geopfert werden müssen. Ihre Vorstellungen von Gesellschaft tragen im Kern die Eugenik schon in sich. Diesen menschenverachtenden Vorstellungen müssen wir den Kampf ansagen!


Wir fordern:

– Barrierefreiheit in der Informationspolitik

– Dezentralisierung und Schaffung von Strukturen, die ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft für alte und behinderte Menschen ermöglichen

– konsequente Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung in öffentlichen Entscheidungen, ausgehend von der Selbstorganisierung ihrer Bewegungen

– konsequente Schutzmaßnahmen für Personal und Bewohner*innen von Heimeinrichtungen für Menschen mit Behinderung; es muss auch dort Handschuhe, Masken, etc. für Alle geben!

Auf dem Rücken der Geflüchteten und der Migrant*innen:

Die deutsche Agrarindustrie konnte durchsetzen, dass zehntausende Billig-Lohn-Erntehelfer*innen aus Rumänien eingeflogen wurden. Dem Kapital wurden die Grenzen für den Transport von Arbeitskräfte geöffnet. Zur gleichen Zeit sitzen Geflüchtete in den Lagern an den EU-Außengrenzen fest, wo sie unter menschenunwürdigen Bedingungen festhängen und an einem sicheren Leben gehindert werden. In den Gemeinschaftsunterkünften in Deutschland werden Menschen zusammengepfercht, ohne dass sie auch nur eine Chance hätten, Corona-Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

 

Wir fordern:

– sofortige Evakuierung der Lager an den EU-Außengrenzen. Über Rettung von Menschenleben darf nicht diskutiert werden. Wir haben Platz!

– Wiedereinführung des Grundrechts auf Asyl. Dublin II abschaffen.

– adäquate Kinderbetreuung in den Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete zur Entlastung der Eltern/Mütter solange diese in Quarantäne sind

– Mindestens Mindestlohn für Erntehelfer*innen und andere migrantische Arbeiter*innen und die starke Kontrolle von Schutzmaßnahmen

– Konsequente Verfolgung und Bekämpfung von Menschenhandel, auch in Krisenzeiten!

Die aktuelle und die kommenden Krisen  sollten nicht unsere Krisen sein – lasst die Kapitalist*innen, die Bosse und die Manager*innen zahlen! Sie fahren stets die Profite ein, die wir erarbeiten. Wenn diese nun ausbleiben, darf das nicht unser Problem sein. Wir wehren uns dagegen, dass erneut die Verluste vergesellschaftet, aber die Gewinne privatisiert werden. Wir lehnen das nationale „Wir“ ab, das jetzt angeblich den Gürtel enger schnallen muss, um den Reichen das Ausbleiben ihrer Gewinne auszubügeln. Stattdessen wählen wir das „Wir“, das sich wehrt. Es ist die Krise der Kapitalist*innen, nicht unsere. Wir werden nicht zulassen, dass sie sie auf unserem Rücken abwälzen. Durch die Pandemie wird die schon länger heranziehende Weltwirtschaftskrise beschleunigt und verstärkt. Mögen die Kapitalist*innen so viel jammern wie sie wollen: für uns zeigt sich jetzt so deutlich wie nie, dass wir eine befreite Gesellschaft brauchen, welche sich nach unseren Bedürfnissen statt nach Profiten richtet!

 

Der 1. Mai ist der Kampftag der Arbeiter*innenklasse. Wir kämpfen für höhere Löhne, geringere Arbeitszeiten, (geschlechter-)gerechte Verteilung der Arbeit, Kinderrechte, Bildungsgerechtigkeit und eine klassenlose Gesellschaft, in der wir sicher, frei und solidarisch leben können.

Deshalb: Lasst euch nicht von der Corona-Lethargie und Einsamkeit einschüchtern oder lähmen. Am 1.Mai kann man viel machen, um seine Unzufriedenheit und Kritik an dem, was uns angetan wird, auszudrücken – ohne sich oder andere zu gefährden.

 

Wir schlagen euch folgende AKTIVITÄTEN für den 1.Mai vor:

    

   Aktivität 1: hängt Falkenfahnen oder rote Fahnen aus eurem Fenster, von euren Balkonen oder an euer Auto oder Fahrrad und zeigt, dass ihr Teil der sozialistischen Arbeiter*innen-Bewegung seid

 

   Aktivität 2: spielt Lieder ab – beschallt die Nachbarschaft aus euren Fenstern, von den Balkonen oder aus euren mobilen Boxen – dazu gibt es folgende spotify-Playlist, die ihr nutzen könnt: https://open.spotify.com/playlist/1Nn5ZMWU0hIsJ0GQSPBn5I?si=dLHqYF4BReis2tme8LeI1A

 

   Aktivität 3: singt Arbeiter*innenlieder, wir schlagen euch folgende vor: 

https://www2.wir-falken.de/uploads/gruppenbuch_end_10.pdf

https://www.marxists.org/subject/art/music/lyrics/de/die-einheitsfront.htm

https://www.anarchismus.at/kulturbewegung/liedtexte/5998-brot-und-rosen

http://www.kommunisten.ch/index.php?article_id=68

 

 Aktivität 4: Bastelt Papierflieger mit euren Forderungen, ihr könnt gerne welche aus den unseren von oben übernehmen und lasst sie in die Stadt fliegen

 

Aktivität 5: Bemalt eure Straße mit Straßenmalkreide, damit alle lesen können, was ihr wollt – aber passt auf Autos auf.

 

Aktivität 6: Malt große Banner und Transparente oder Plakate und hängt sie auf, in der Stadt, am Fenster oder im Kinderzimmer. Hier findet ihr Vorlagen zum Drucken: http://www.falken-nuernberg.de/?p=3033

 

Aktivität 7: checkt folgende Seiten für weitere Infos, was an dem Tag möglich ist.

    www.redside.tk

    https://www.facebook.com/events/243955100303885/

Aktivität 8: Filmt oder fotografiert, was ihr an dem Tag cooles macht, was ihr fordert und wofür oder wogegen ihr seid. Schickt es uns auf Facebook oder Instagram oder postet es selbst unter dem Hashtag #nichtaufunseremrücken.

 

Gebt Corona keine Chance! Achtet stets auf Abstand zu Anderen und tragt Mundschutz. Am Besten natürlich einen roten. 

Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken in Nürnberg

 

 

Aufruf 1Mai

Neither #staythefuckhome nor #fuckstayinghome in ARABIC

هناك مشكلة أساسية في نظام الرعاية الصحية لدينا. بعد تحديد عدد الساعات التي تسمح للمريض البقاء ضمن المشفى ( لا يستطيع أي شخص المكوث في المشفى من أجل تخفيض النفقات) ، لم يعد للعناية المثلى بأكبر عدد ممكن من الأشخاص ممكناً من أجل توفير السعة لما هو غير متوقع. يتم تغطية فقط تكاليف العمليات و كما لو أن خدمة الإطفاء يتم دفعها فقط من أجل إخماد الحريق. وهذا أيضاً يجبر المستشفيات على إستخدام كافة قدراتها. وجود أسرة إضافية وكذلك الأمر ممرضين إضافيين ومواد لازمة هو أمر سخيف من الناحية الإقتصادية. إن هذا المنطق الخاطئ يجعل الموظفين يصلون إلى مرحلة ما بعد الإجهاد كما أنه لا يوفر الرعاية اللازمة للمرضى في عدة نقاط مهمة. السوق في ألمانيا يحتم أن النظام الصحي يعمل وفق نظام الكفاءة وليس وفقاً للإحتياجات البشرية. هذه هي النتائج الملموسة للسياسات النيوليبرالية التي اتبعها كل من الحزب الاشتراكي الديمقراطي و حزبي الإتحاد المسيحي الإجتماعي و المسيحي الديمقراطي كذلك الأمر حزب الخضر والآن سوف يشدد حزب البديل من أجل ألمانيا هذه الإجراءات كحزب راديكالي يتبع لكبار الشخصيات التي تدعم هذه السياسة. قبل بضعة أشهر فقط ، كان الاقتراح النيوليبرالي الذي قدمته مؤسسة برتلسمان بشأن إغلاق شامل لبعض المستشفيات على صعيد المناطق ضروريًا بسبب القدرة الزائدة المزعومة. و الآن يتفاخر وزير الصحة بعدد الأسرة الموجودة. ولكن الأسرة الموجودة و آلات التهوية وحدها فقط لا تكفي وحتى القليل من الشوكولا كتعبير إمتنان لا ينصف الممرضات وغيرهم من العاملين في المشافي مثل موظفي التنظيف. يجب أن تظهر أخيراً في الراتب أيضاً.

كل هذه الأمور نتيجة ضرورية عندما يتم تنظيم المجتمع وفق المعايير الرأسمالية. نسأل أنفسنا متى يكون المستشفى باهظ الثمن؟ كم عدد الأشخاص الذين هم بخير وبدون رعاية طبية؟ ماهي تكلفة حياة الإنسان.

إن رد فعل السلطات على الوباء غادر. سيتم إغلاق المدارس ومراكز الرعاية النهارية والجامعات والفعاليات الثقافية والموسيقية والعروض والملاعب وما إلى ذلك أولاً ، بينما تستمر المصانع والمكاتب ومراكز الاتصالات بالعمل و بسلاسة. كل شيء سياسي واجتماعي وثقافي يجب أن يكون في وضع الطوارئ، ولكن إنتاج القيمة المضافة يجب أن يستمر في النمو ويجب أن يتعرض ربح الرأسماليين للخطر بأقل قدر ممكن. هذا الإغلاق للمصانع يأتي عندما يصاب العمال بالفعل بفيروس Covid-19 وعلى سبيل المثال شركة أوبل في مدينة رويسل هايم والتي تم وضعها تحت ضغط النقابات العمالية. على حد علمنا لم تأخذ الجهات الحكومية حتى الآن قرارات جادة بالإغلاق ولكن فقط نداءات وزارة الداخلية التي توصي بأن يتم إستمرار العمل للموظفين ولكن من المنزل وهذا ما لا يستطيع الكثيرون فعله.

هذه الدولة هي الدولة الرأسمالية وتحدد أولوياتها بوضوح. لا يتعلق الأمر بالتضامن والإنتاج وتوزيع السلع على أساس الاحتياجات ، ولكن حول البقاء في المنافسة العالمية – حتى في حالة حدوث أزمة صحية.

بطبيعة الحال – وكما كان الواقع قبل كورونا- فإن (رعاية الأطفال ، والطهي ، والرعاية ، وما إلى ذلك) تتم بشكل شخصي وفي المنزل ومن دون أجر وفي المقام الأول النساء هن اللواتي يقمن بهذا العمل المهم من دون أجر أو مقابل.

و سوف تتفاقم هذه المشكلة بسبب الحجر الصحي الشامل المحتمل. وليس ذلك فحسب: سيزداد العنف ضد النساء والأطفال بشكل كبير عندما يتم حبسهم في المنزل مع أزواجهم وآبائهم ، عندما يتم إغلاق الأماكن العامة. إن القطاع الخاص ليس سياسيًا فحسب ، بل غالبًا ما يكون جحيمًا يوميًا. لا ينبغي أن ننسى أن أولئك الذين لم يكن لديهم الكثير من المال قبل الأزمة هم الآن أكثر عرضة للتأثر بالقيود المفروضة من من الآخرين الذين يملكون المال. من الأسهل أن تكون في حجر في شقة كبيرة على أن تكون في ملعب صغير. عندما يكون لديك حديقة في المنزل فهو من الأسهل لأطفالك أن يبقوا يلعبوا في حديقة المنزل عندما لا يستطيعون الذهاب إلى حدائق الأطفال. إذا كانت لديك سيارة فأنت لست بحاجة إلى السفر بوسائل النقل العام و الإختلاط بالآخرين.

هذا الوباء مدمر أيضاً للأشخاص الذين فروا من الحروب والذين مُنعوا قسراً من البقاء في بلدانهم. و الآن يتم حبسهم في المخيمات و مراكز ترحيل. من المحتمل جدا أن ينتشر الفيروس في ظل هذه الظروف وتقع المسؤولية عن ذلك على سياسة الاتحاد الأوروبي في عمليات الاعتقال والرهن قيد الترحيل. وفي الوقت نفسه ، فإن كل اهتمام وسائل الإعلام ينصب حصريًا على الفيروس – ولكن تقريبًا لا يذكّر أحداً بظروف اللاجئين. يختفي تماماً هؤلاء الأشخاص في وسط فوضى كورونا. مازالوا يتعرضون للرفض والترحيل و المطاردة و الترهيب من قبل الفاشيين وحرس الحدود التركي والأوروبي وضباط الشرطة.

في ضوء الأزمة ، يتم تداول استجابتين أيديولوجيتين حاليًا ، نعتقد أنهما خطأ أو غير مناسبين. البعض وضع كورونا في حالة نسبية ويقول: „إنه مجرد تخويف. إنه مثل الأنفلونزا العادية. يؤثر فقط على كبار السن والمرضى سابقا „. في كثير من الحالات ، قد يكون الأشخاص الذين يقولون هذا سعداء فقط بعدم الانتماء إلى هذه المجموعة بأنفسهم وبالتالي يكونون أقل عرضة للخطر. إن ذلك وكحد أدنى يستنسخ منطق الاستغلال الرأسمالي والذي بدوره يقلل من قيمة الأشخاص الذين ( من المفترض) بأنهم لا يخلقون قيمة مضافة أو قيمة أقل أولا شئ.

المجموعات المعرضة للخطر هي أكبر من ذلك بكثير فهناك أيضاً ذوي الإحتياجات الخاصة. لى حد ما ، يعني هذا البيان قبول الخطر الشديد على الحياة بالنسبة للمجموعات المعرضة للخطر.

 

يطالب الآخرون بصوت عالٍ: „ابقَ في البيت. ابق في المنزل وقم بالحد من العدوى أو على الأقل إبطائها. “ هذا لا يمكن أن يكون إلا مجرد مزحة سخيفة لأولئك الذين يعرفون أن السوق لن ستستمر في تحمل نفقات الإيجار ومحلات البقالة ويعرفون أيضًا أن المال لن يأتي إلا عندما يخرجون للعمل. طالما لم يكن هناك إغلاق حقيقي مع دخل أساسي متزامن من الحجر الصحي ، فإن شرط البقاء في المنزل ببساطة هو افتراض معاد للعمال والفقراء. لدينا ثقة تامة في طاقم التمريض والمستشفيات وكل من يحارب على الرغم من ظروفه السيئة أجل كرامة وصحة المرضى كل يوم. الأشخاص الذين يقاتلون الآن على الخط الأمامي ، على سبيل المثال في مهن الرعاية والتنظيف أو في تجارة التجزئة ، هم محرومون من الحياة الآمنة منذ سنوات. فهم يواجهون خطر الترحيل أو رفض تصاريح الإقامة الآمنة والعمل لمدة قصيرة وعمل الوكالة بشكل يومي. تضامننا لك. ليس لدينا ثقة في نظام صحي معطل لا يحمينا من البؤس والمرض.

ما نطلبه الآن:

1- من الحكومة الفيدرالية وحكومات الولايات:

إنهاء وإغلاق معمل الإنتاج المصنعة للمنتجات الغير أساسية للحياة و إيقاف العمل المأجور.

حزم الإنقاذ الحكومية للشركات الصغيرة والمنظمات غير الهادفة للربح بغرض الاستمرار في دفع أجور الموظفين ، وكذلك العاملين لحسابهم الخاص ، والعاملين الثقافيين ، وما إلى ذلك يجب تمويلها من خلال فرض ضرائب على الدخول والأصول الأعلى.

التجنيس غير المشروط والغير المعقد لجميع الأشخاص ذوي الوضع غير المبرر أو ليس لديهم فرصة البقاء في ألمانيا و الذين عملوا خلال الأزمة الصحية في قطاع التمريض والصحة ، وكذلك في الوظائف الأخرى التي كانت مهمة للسكان و خاطروا بحياتهم.

إزالة كافة المخيمات للاجئين على الحدود الأوروبية وقبول جميع الذين يعيشون هناك.

إيقاف مؤقت لتقاضي الإيجارات في وقت تفشي الوباء ، بالإضافة إلى منع الإخلاء و توفير مساحة معيشة مجانية للناس الذين لا يملكون السكن.

زيادات فورية وكبيرة في الأجور للعاملين في مجال التمريض وتجارة التجزئة وغيرها من المهن ذات الأجور المتدنية التي تتطلب رعاية ، كعلاوة مخاطر إلزامية لأصحاب العمل. وإلا فإن كل الكلمات العاطفية هي فقط محل سخرية.

حزمة دعم لتوسيع منازل وشقق النساء بحيث يمكن للنساء والأطفال المهددين بالعنف من الذكور تجنب الحجر الصحي.

 

2- من الشعب و الموظفين الذين يعتمدون على الأجر والسكان:

إن أمكن حاول أن لا تذهب للعمل.

لا تقبل „الفصل المقبول للطرفين“ فهم يريدون توريطك!

الضغط على أصحاب أعمالكم ونقاباتكم من أجل إضراب صحي سياسي: فرض الحجر الصحي بشكل جماعي

تقاسموا الأعمال المنزلية. بالنسبة للعديد من الرجال هذا يعني مساعدة النساء بالأعمال المنزلية وعدم إلقاء كافة المسؤولية على المرأة و اللعب قليلاً مع الأطفال.

 

  3. من الاشتراكيين والشيوعيين والاشتراكيين الديمقراطيين و الأناركيين واليساريين:

بناء شبكات التضامن ، و دعم الأشخاص الذين ينتمون إلى مجموعات خطرة بالمهام اليومية.

التفكير في الأشخاص / الرفاق / الأصدقاء الذين يواجهون العزلة الاجتماعية بشكل أكثر حدة ويغرقون في الشعور بالوحدة – بأن يوفر لهم الدعم العاطفي.

لا تتجاهل موقفك السياسي عند بناء هذه الشبكات – أظهر وبشكل واضح بأنك يساري متضامن و إكسب ثقة الجميع

استنكار الدور الذي تقوم به الدولة والسوق واقتراح بدائل تضامنية للعيش المشترك!

هل عليك أن تكون في الحجر الصحي – قم بتثقيف نفسك والآخرين

إستخدم اليوتيوب و غيرها من أجل التشجيع على العلم.

  – تذكر دائما: الأزمات هي حجر الزاوية في التاريخ – بالطبع يجب علينا نحن الاشتراكيون أن نكسب اليد العليا ، وإلا فإن البربرية ستهددنا جميعاً. دعونا ننتهز الفرصة للعيش معا في تضامن.

 

neiter #staythefuckhome nor #fuckstayinghome arabic 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Presse

Leichte Sprache: Nicht #staythefuckhome. Auch nicht: #fuckstayinghome

 

 

 

 

Dieser Text ist in leichter Sprache geschrieben. Die dick gedruckten Wörter werden ganz unten noch erklärt.

 

 

Es gibt ein großes Problem in dem Gesundheits·system von Deutschland.

 

Das Gesundheits·system kann sich nur um wenige Menschen kümmern.

 

Das Gesundheits·system ist nicht auf un·erwartete Situationen vorbereitet.

 

Krankenhäuser bekommen Geld von dem Gesundheits·system.

 

Die Krankenhäuser bekommen aber nur so viel Geld,

wie sie auch arbeiten.

 

Deswegen können Krankenhäuser keine Betten für einen Notfall aufheben.

 

Denn dafür bekommen sie kein Geld.

 

Menschen die im Krankenhaus arbeiten sind Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen.

 

Es gibt zu wenig Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen.

 

Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen müssen sehr viel arbeiten

aber bekommen nur wenig Geld.

 

Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen sind oft über·arbeitet.

 

Das Gesundheits·system in Deutschland ist kaputt gespart.

 

Das Gesundheits·system schaut mehr auf die Leistung·fähigkeit

und wenig auf die Bedürfnisse der Menschen.

 

Ein Grund dafür, dass das Gesundheits·system wenig Geld hat ist die Politik von SPD, Grüne, CDU/CSU und FDP.

 

Diese Parteien haben sich zu wenig um das Gesundheits·system gekümmert.

 

Vor einigen Monaten gab es einen Vorschlag von der Bertelsmann-Stiftung.

 

Der Vorschlag war:

viele Krankenhäuser sollen schließen

weil man nur wenige Krankenhäuser braucht.

 

Jetzt braucht man viele Krankenhäuser weil viele Menschen krank sind.

 

Der Vorschlag von der Bertelsmann-Stiftung war also ein schlechter Vorschlag.

 

Für viele kranke Menschen, braucht man viele Krankenhäuser.

 

Aber es reicht nicht, dass Deutschland viele Krankenhäuser hat.

 

Man braucht auch viele Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen.

 

Die Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen kümmern sich um die kranken Menschen.

 

Die Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen müssen besser bezahlt werden.

 

Auch andere Menschen die im Krankenhaus arbeiten,

zum Beispiel Menschen die sauber machen,

müssen als Dank besser bezahlt werden.

 

 

Die Reaktion der Behörden in Deutschland auf den Coronavirus ist verräter·isch.

 

Schulen, KiTas, Universitäten, Theater oder Konzerte werden als erstes geschlossen.

 

Fabriken und Büros bleiben offen.

 

Alle politischen Aktivitäten sollen vor·erst nicht statt·finden.

 

Alle kulturellen Aktivitäten sollen vor·erst nicht statt·finden.

 

Aber die Arbeit die dem Staat Geld bringen finden statt.

 

Eine Firma schließt nur,

wenn einer der Menschen in der Firma an Corona erkrankt ist.

 

Die Firma schließt nur,

wenn die Gewerkschaft sich dafür einsetzt.

 

Der Staat will nicht dass die Firmen schließen.

 

Der Staat schlägt vor,

dass die Menschen von zu Hause aus arbeiten.

 

Aber nicht alle Menschen können von zu Hause arbeiten.

 

Die meisten Firmen arbeiten weiter.

 

In Deutschland leben wir im Kapitalismus.

 

Deutschland ist der Staat der Kapitalisten.

 

Dieser Staat zeigt im Moment deutlich was ihm wichtig ist.

 

Dem Staat ist nicht wichtig,

dass jeder Mensch nur so viel arbeitet wie nötig ist.

 

Dem Staat ist nicht wichtig,

dass jeder Mensch alles hat was er zum Leben braucht.

 

Dem Staat ist wichtig,

dass die Firmen in Deutschland mehr arbeiten als in anderen Ländern.

 

Auch während einer Gesundheits·krise.

 

Schon vor Corona haben Frauen sich meistens um Pflegearbeiten gekümmert.

 

Also um die Kinderbetreuung,

das Kochen oder das Pflegen von kranken Familien·mitgliedern.


Auch jetzt,

während der Corona·krise

leisten viele Frauen Pflegearbeit.


Das ist eine wichtige Arbeit.


Aber die Frauen bekommen für die Arbeit kein Geld.

 

Die Frauen bekommen auch keine Anerkennung.

 

Die Menschen finden es normal,

dass Frauen Pflegearbeit machen.

 

Das ist ein Problem.


Das Problem wird durch die
Quarantäne wahrscheinlich noch größer.

 

Viele Frauen und Kinder leiden unter häuslicher Gewalt.


Das bedeutet, sie werden zu Hause

von ihren Männern und Vätern zum Beispiel eingesperrt und geschlagen.

 

Auch das ist ein großes Problem.


Auch dieses Problem wird durch die
Quarantäne wahrscheinlich noch größer.

 

Menschen die wenig Geld haben leiden auch sehr unter der Quarantäne.


Dafür gibt es verschiedene Gründe.


Zum Beispiel:
Es ist schlimmer den ganzen Tag in einer kleinen Wohnung zu sein,

als in einer großen Wohnung.


Es ist schwieriger Kinder den ganzen Tag in einer kleinen Wohnung zu beschäftigen,

als in einem großen Haus mit Garten.

 

Es ist schwierig mit wenig Geld einzukaufen,

wenn alle billigen Produkte im Supermark aus·verkauft sind.


Für Flüchtlinge in Flüchtlings
·lagern

und Flüchtlings·heimen ist Corona besonders gefährlich.


In Flüchtlings·lagern und Flüchtlings·heimen leben sehr viele Menschen.

 

Die Menschen haben dort sehr wenig Platz.

 

Wenn viele Menschen auf engem Raum zusammen sind stecken sie sich schnell mit Corona an.

 

Deswegen ist es sehr wahrscheinlich,

dass viele Flüchtlinge sich in den Flüchtlings·lagern und Flüchtlings·heimen mit Corona anstecken.

 

Das ist die Schuld der Europa-Politik.

 

Die Europa-Politik will Flüchtlinge nicht in Europa haben.

 

Deswegen müssen Flüchtlings in den Flüchtlings·lagern und Flüchtlings·heimen leben.

 

Viele Flüchtlinge die nach Europa wollen werden an den Grenzen von Europa von der Polizei gestoppt.


Die Polizei lässt sie nicht rein.

 

Das ist nicht gerecht.


Aber in den Nachrichten redet keiner über die Flüchtlinge.

 

Alle Nachrichten reden über Corona.


Das ist nicht okay.

 

Die Menschen haben verschiedene Reaktionen auf den Corona-Virus.

 

Manche Menschen nehmen den Virus nicht ernst.

 

Das ist nicht okay.

 

Diese Menschen sagen Corona ist nur für Risiko·gruppen gefährlich.


Risiko·gruppen sind zum Beispiel:

alte Menschen,

kranke Menschen,

schwangere Frauen,

Menschen mit Behinderung.


Die Menschen zeigen mit ihrem Verhalten,

dass sie denken,

das Leben der Risiko·gruppen

ist weniger wert

wie ihr eigenes Leben.

 

Andere Menschen wollen,

dass alle Menschen zu Hause bleiben.


Sie schreiben im Internet oft: Stay the fuck home.


Das ist Englisch und heißt: bleibt verdammt nochmal zu Hause.

 

Aber nicht alle Menschen können zu Hause bleiben.


Viele Menschen müssen arbeiten gehen

um ihr Essen und ihre Wohnung zu bezahlen.

 

Wenn sie nicht arbeiten, haben sie kein Geld.


Dann können sie kein Essen bezahlen

und auch keine Miete.

 

Deswegen müssen sie raus gehen und arbeiten

bis es ein Quarantäne-Grund·einkommen gibt.

 

Wir vertrauen allen Menschen, die jetzt für kranke Menschen arbeiten.


Wir stehen für sie ein.

 

Wir haben kein Vertrauen in das Gesundheits·system.

 

Wir sind wütend auf das Gesundheits·system.

 

Wir wollen von der Regierung:

 

Alle Firmen die nicht überlebens·wichtig sind sollen schließen.
Die Menschen sollen dort nicht mehr arbeiten.

 

Schnelles Quarantäne-Grund·einkommen für alle Menschen.
Dann können alle Menschen zu Hause bleiben.

 

Der Staat soll kleinen Firmen Geld geben.
Mit dem Geld sollen die Firmen ihre Mitarbeiter bezahlen.

 

Der Staat soll selbst·ständigen Menschen Geld geben.

 

Alle Menschen die in der Corona·krise für die Gesellschaft gearbeitet haben sollen dauerhaft in Deutschland bleiben dürfen.

 

Die Flüchlings·lager und Flüchtlings·heime an der Europäischen Grenze sollen geschlossen werden.
Die Flüchtlinge sollen in Deutschland leben dürfen.

 

So lange die Corona·krise da ist, sollen die Menschen keine Miete zahlen müssen.
Alle Menschen die keine Wohnung haben sollen eine kostenlose Wohnung bekommen.

 

Alle Menschen in Pflegeberufen sollen sofort mehr Geld bekommen.
Andere Berufe die für die Gesellschaft wichtig sind sollen auch mehr Geld bekommen.

 

Der Staat soll mehr Frauenhäuser und Frauenwohnungen bezahlen.
Frauen und Kinder die von häuslicher Gewalt betroffen sind sollen dort leben.
Sie sollen nicht mit ihren Männern und Vätern in Quarantäne leben.

 

Wir wollen von den Menschen die arbeiten:

 

Geht nicht mehr zur Arbeit wenn ihr könnt.

 

Wenn euer Chef eine einvernehmliche Kündigung möchte, sagt: das ist nicht okay.

 

Fordert von euren Arbeits·kollegen und Arbeits·kolleginnen: wir wollen zusammen streiken.
Fordert von eurer
Gewerkschaft: helft uns bei dem Streik.
Thema von dem
Streik ist: Wir wollen nicht arbeiten
und krank werden
.
Wir wollen gesund bleiben!

 

Teilt euch die private Pflegearbeit.
Männer sollen Frauen helfen.

Männer sollen sich auch um Kinder kümmern.
Männer sollen auch putzen.

Männer sollen sich auch um kranke Menschen kümmern.

Männer sollen sich auch um alte Menschen kümmern.

 

Wir wollen von Sozialisten und Sozialistinnen, von Kommunisten und Kommunistinnen, von Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen, von Anarchisten und Anarchistinnen und von Linken:

 

Bildet Gruppen.
Helft Menschen die zu den
Risiko·gruppen gehören

 

Seid da für Menschen und Freunde
denen es schlecht geht,
weil sie jetzt alleine sind.

 

Zeigt anderen Menschen eure politische Meinung.

 

Sagt immer: der Staat und die Firmen sind schuld,
dass es vielen Menschen schlecht geht.
Dem Staat und den Firmen ist das Geld wichtiger,
als unsere Gesundheit.

 

Wenn ihr in Quarantäne seid nutzt die Zeit. Bildet euch.

 

Denkt dran: Krisen verändern die Geschichte. Kämpft zusammen für ein gemeinschaft·liches Zusammen·leben.

 

Gesundheitssystem

Das Gesundheits·system sind Regeln und Gesetze.

Dabei geht es um die medizinische Versorgung von Menschen.

Für viele Menschen ist die eigene Gesundheit sehr wichtig.

Deswegen ist das auch für die Politik wichtig.

Die Politiker haben viele Gesetze gemacht. Die Gesetze regeln wichtige Fragen zur Gesundheit.

 

Behörden

Eine Behörde ist eine Art Organisation.

Man sagt oft Amt dazu.

Eine Behörde erledigt Aufgaben für die Bürger in einem Land.

Oder die Aufgaben sind für den Staat, das Land, für die Stadt oder für Gemeinden.

 

Gewerkschaft

Eine Gewerkschaft ist eine Art Verein.

Die Gewerkschaft redet mit Firmenchefs.

Zum Beispiel über den Lohn.

Die Gewerkschaft vertritt die Interessen der Arbeiter und Arbeiterinnen.

 

Kapitalismus

Kapitalismus ist eine Gesellschafts·ordnung.

Eine Ordnung wie Menschen zusammen·leben.

Beim Kapitalismus geht es um Geld.

Politik und Politiker entscheiden wenig.

Firmen entscheiden viel.

Weil die viel Geld haben.

Im Kapitalismus haben Menschen unterschiedlich viel Geld.

Wenige Menschen haben sehr viel Geld. Sie sind sehr reich.

Und sehr viele Menschen haben sehr wenig Geld.

Sie könen sich wenige Saachen kaufen.

Chefs und Firmen haben viel Geld.

Darum entscheiden sie viele Sachen.

Und sie haben viele Sachen.

Ihnen gehören zum Beispiel Maschienen und Rohstoffe.

Firmen stellen neue Dinge her.

Und verkaufen diese Dinge.

Sie möchten viel Geld dazu verdienen.

Diese Menschen nennt man Kapitalisten.

 

Risikogruppe

Eine Risiko·gruppe ist eine Gruppe von Menschen.

Diese Menschen haben alle eine Gemeinsamkeit.

Für Menschen in einer Risiko·gruppe können Krankheiten sehr gefährlich sein.

Risiko·gruppen sind zum Beispiel alte Menschen.

 

Grundeinkommen

Beim Grundeinkommen bekommen die Bürger Geld vom Staat.

Die Bürger bekommen Geld ohne dafür zu arbeiten.

Und ohne jemand erzählen zu müssen,

was man mit dem Geld macht

 

Einvernehmliche Kündigung

Wenn eine Firma eine Arbeit beendet nennt man das Kündigung.

Wenn die Kündigung für die Firma okay ist
und wenn die Kündigung für den Arbeiter okay ist,

dann nennt man das einvernehmliche Kündigung.

 

Quarantäne

Wer in Quarantäne muss,
darf nicht mit anderen Menschen in Kontakt kommen.

Quarantäne bedeutet, dass man sich abgeschottet von anderen aufhält.

Das ist zum Beispiel sinnvoll,
wenn man eine schwere ansteckende Krankheit hat
oder wenn vermutet wird, dass man sie hat.

So stellt man sicher,
dass man niemanden ansteckt.

 

Streik

Wenn viele Arbeiter aus Protest nicht mehr arbeiten
dann sagt man dazu: Streik.

Die Arbeiter streiken dann.

 

nicht #staythefuckhome. leichte sprache

 

Veröffentlicht unter Presse

Neither #staythefuckhome nore #fuckstayinghome

There is something fundamentally wrong with our health care system. Ever since the introduction of flat rate per case payment it has become obvious that it isn’t there to help as many people as possible, and doesn’t have the capacity to be prepared for unexpected changes. Payment is due in correspondence to performed work only and towards nothing else. This could be compared to the fire department only being paid for fires they actually did put out. This situation forces hospitals to run near their maximum capacity all the time. Stocking extra beds, extra staff and extra materials to be prepared for crisis scenarios becomes economically absurd. Even during normal times, meaning normal business as usual, this deeply flawed logic constantly drives hospital staff towards „tolerable“ exhaustion in a calculated way and holds back necessary means of care towards patients.

 The market has regulated our health care system following criteria of efficiency, and not around providing care towards human needs. Therefore it has been compromised more and more into its current broken state. This is a direct result of the neoliberal policies of the last few decades that have been passed by the SPD (social democrats), CDU/CSU (conservatives), FDP (liberals) and the Green party. The AfD party (far right) even wants to intensify these policies, because they are a radical free market party for rich big shots. Only a few months ago people were talking about a neoliberal proposal from the Bertelsmann-Foundation which stated that it was necessary to close down hospitals nationwide because of alleged over capacity issues. Now our health minister is boasting about the large number of available hospital beds. But beds and breathing ventilators alone do not treat patients! A small box of chocolates as a thank you present and a heroes rhetoric won’t even come close to giving hospital, nursing and cleaning staff the appreciation they deserve. They deserve higher salaries. The entire situation can be logically derived from the fact that our society is organized by capitalistic principles. We are asking: When is a hospital too expensive? How many people without basic medical care are fine? How much is a human life worth?

 The institutional response towards the pandemic is treacherous. Schools, day care centers, universities, cultural places and music venues, playgrounds, the right to demonstrate etc. are closed down first. All while factories, offices and call centers are still up and running. Everything political, social and cultural is supposed to just go on standby, as the production of added value is continued. Everything is done to not endanger the capitalists profit. Closing down a factory only becomes an option when workers already have been infected with Corona (see the Opel factory in Rüsselheim f. ex.) and only with pressure from the unions. As far as we know the german state has not called for the work location to be closed down. So far we have only heard appeals for home offices, and these simply are not feasible for many kinds of work. The majority of businesses are up and running, just as usual. This is the state of the capitalists, its priorities are very clear. It has never been about providing for everyone according to their need and in solidarity. The universal goal is clear: persistence within world wide competition, even within this health crisis.

 And of course now care work (childcare, cooking, nursing) is pushed even further into the private sector and is done without payment, as it was before the corona virus. This important work is mainly done by women, and they are doing it without compensation or appreciation. This situation is going to intensify when we are hit with a nationwide quarantine. Violence against women and children will drastically increase when they are locked into their homes with their husbands and fathers because public spaces are closed down. Privacy is not only political but for many it is a daily hell.

And we should not forget that whoever didn’t have a lot of money before this crisis has a higher chance to be hit, and probably will be hit harder by the current restrictions. It’s easier to wait this out in a large apartment rather than in a small one. It’s easier to keep your kids occupied if you own a private garden now that public playgrounds are closed down. When you don’t really have to pay attention to money it’s easier to work around empty shelves at your local supermarket. When you own a car you are not dependent on public transportation.

This pandemic is especially horrendous for refugees. Their journey to a more secure life is hindered with violence. They are being locked up in camps and centers. That Covid-19 spreads further under these conditions is very likely and the EU policies of isolation and exclusion need to be held responsible for this. The hygienic conditions in these camps are terrible. People are penned up and held together, there are very few washing facilities and almost no basic hygiene products. This situation is perfect for the further spread of the Corona virus. The conditions in detention centers and central asylum camps are not quite as drastic but still precarious.

 Meanwhile all the media pays attention to is the virus itself; mostly reporting about it without any connection to refugees and the conditions they have to endure. These people are rejected, pushed back, hunted and set on fire by fascists, the Turkish as well as the European border patrol and the police. It is hardly getting any attention.

 So far this crisis has produced two main ideological answers and we think they both are wrong or insufficient. Some people are relativizing corona and are saying: „This is all just panic, it is just like any other influenza virus and also its only dangerous for old and previously or chronically ill people“. People that are justifying this position possibly just are relieved that they are not part of these groups at risk and therefore are less in danger. Still, they are reproducing the capitalistic logic of exploitation, meaning that people that (allegedly) are not producing added value are not worth anything. The risk group also is larger than usually presumed. It is often forgotten that disabled people also are part of it. This position basically incorporates the acceptance that the risk group is in life threatening danger. On the other side people are loudly demanding that people should „Stay the fuck home. Everybody should stay at home and do their part concerning the containment of new infections or at least try to slow down the process“. This can’t be taken seriously by anyone knowing that the free market will continue to cost them money for rent and food, and that they will only be able to pay for this when they leave their homes to go to work. As long as we don’t have a complete shutdown with a quarantine basic income for everyone demanding that people „just stay home“ is presumptuous and hostile towards workers and the poor.

We have complete trust in the nursing and hospital staff and everyone else fighting for the dignity and health of the sick every day. We know they are and have been badly compensated for their hard work. These people working in the hospitals, cleaning industry and in retail are at the forefront of this fight, and they have been denied monetary security for years. The constant possibility of deportation or the denial of secure residence titles, short-time work and contract staffing are burdens they carry every day. They deserve our solidarity. We do not trust this economically compromised and broken system, that will not protect us from misery and sickness – we are furious about it.

 

What we are demanding now:

 

1. Concerning our federal and provincial governments

 – the immediate shut down of all dispensable manufacturing and wagework – a fast and simple quarantine basic income for everyone, financed through the taxation of higher incomes and capital. This will enable people to actually stay at home.

 – governmental financial rescue packages for smaller businesses and non profit organizations to enable the continuation of payments towards employees, and furthermore for the (allegedly) self-employed, people engaged in the cultural sector, etc., financed through the taxation of higher incomes and capital.

 – the unconditional and simple naturalization of everyone who is currently risking their life because they are working in the health and nursing industry and have an open or insecure status of citizenship

 – the immediate disbandment of all camps at the European border; accommodation for everyone currently living there

 – an immediate and considerable raise for everybody working in the nursing industry and in retail and in all other indispensable industries, furthermore obligatory extra-pay in times of danger, payed by the employer. Without this all these benevolent statements just were hollow taunting.

– an aid package for more women’s houses and apartments, so that women and children threatened by their violent husbands and fathers can relocate during the quarantine

  

2. Concerning all wage workers and the general population

– if possible, stop going to work

 – do not sign any type of „amicable termination form“ from your employer. They are trying to rip you off!

 – build up collective pressure with your workforce and with your union towards a health strike: collectively enforce quarantine.

– divide the accumulating care work within your private life into just and reasonable parts. This means that many men have to actively depart from their usual patterns concerning house- and care-work, without waiting for explicit requests. Furthermore men should start actively participating in the planning and overseeing of all housework, it is not enough to play with your children for a bit and then leave everything to your wife again! Women, do not accept inequity.

 

3. Concerning all socialists, communists, social democrats, anarchists and leftists

 – build up solidary structures and networks and invest into them! Support people that are part of the groups at risk, help them with their daily (shopping) routine

 – remember your friends, comrades and everyone else you know that is hit hard by social isolation and possibly driven towards loneliness. Provide emotional support.

 – while building your networks, do not cut back on your politics! show others that you are solidary leftists and earn their trust – denunciate the state and the free market and propose alternative ways of living together!

 – if you are quarantined, use your time to educate yourself and others

 – use Youtube etc. for agitation and education

 – and always remember: times of crisis are the crossroads of history – of course we socialists have to prevail in these uncertain times, the alternatives are barbaric. Let us seize this chance to fight for a solidary life for everyone.

neither #staythefuckhome nor #fuckstayinghome

SJD-Die Falken in Nürnberg

March 17th 2020

Neither staythefuckhome nor fuckstayinghome

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ne #evdekal ne de #evdekalmayıboşver!

Sağlık sistemimizde temel bir sorun var. En geç vaka başına sabit oranın piyasaya sürülmesinden sonra, mümkün olduğu kadar çok insana en uygun şekilde bakmak ve beklenmedik insanlar için ücretsiz kapasite sağlamak artık mümkün değildir. Ödeme sadece verilen hizmetler (örn. OP’ler) için yapılır, yani itfaiye sadece yangın söndürülmüşse ödenir. Bu, hastaneleri kapasitelerini tam olarak kullanmaya zorlar. Ekstra yataklar, kriz için yeterli personel ve malzeme ekonomik olarak saçmadır. Bu yanlış mantık, personeli kasıtlı olarak kriz dışı zamanlarda stres sınırlarının ötesine sürükler ve hasta bakımında önemli noktalarda tasarruf sağlar.


Pazar, sağlık sistemimizin parçalandığını düzenler çünkü insan ihtiyaçlarına göre değil, verimlilik kriterlerine göre çalışması gerekir. Bu aynı zamanda SPD, Yeşiller, CDU / CSU ve FDP’nin son on yıllardaki neoliberal politikalarının somut sonucudur. Büyük perukların radikal pazar partisi olarak AfD bu politikayı sıkılaştıracak. Sadece birkaç ay önce, Bertelsmann Vakfı tarafından ülke çapında gerekli hastane kapanışlarının neoliberal önerisi, aşırı kapasite iddiası nedeniyle dolaşıyordu. Şimdi Sağlık Bakanı çok sayıda yataktan gurur duyuyor. Ancak yatak ve havalandırma makineleri tek başına insan sağlamaz! Ve hatta biraz Merci çikolata ve kahraman söylemi, hemşirelere ve temizlik personeli gibi diğer hastane personeline adalet vermiyor. Sonunda maaşta da görünmelidir. Toplum kapitalist standartlara göre örgütlenmişse, bunların hepsi gerekli bir sonuçtur. Kendimize soruyoruz: Bir hastane ne zaman çok pahalı? Tıbbi bakım olmadan kaç kişi iyidir? İnsan hayatının maliyeti nedir?

 

Yetkililerin pandemiye tepkisi hain. İlk olarak okullar, kreşler, üniversiteler, kültürel ve müzikal etkinlikler, gösteriler, oyun alanları vb. Kapatılacak, fabrikalar, ofisler ve çağrı merkezleri çalışmaya devam edecektir. Siyasi, sosyal ve kültürel her şey bekleme moduna girmeli, ancak katma değer üretimi büyümeye devam etmeli ve kapitalistlerin karı mümkün olduğunca az tehlikeye atılmalıdır. Bir bitki ancak işçilere zaten Covid-19 bulaşmışsa (bkz. Örneğin Opel Rüsselsheim) ve bu ancak sendikalardan gelen baskıdan sonra kapatılabilir. Devletin bakış açısından, bildiğimiz kadarıyla, ciddi bir kapanma dürtüsü yoktu, ancak sadece birçok alanda çalışamayan ev ofis itirazları. Şirketlerin çoğu ilerlemeye devam ediyor. Bu devlet kapitalist devlettir ve önceliklerini açıkça belirler. Bu, dayanışma ve ihtiyaç temelli mal üretimi ve dağıtımı değil, küresel rekabette hayatta kalma – bir sağlık krizi durumunda bile.

Tabii ki – Corona’dan önce olduğu gibi – bakım işi (çocuk bakımı, yemek pişirme, bakım, vb.) Özel, yani ücretsiz hale getirilir. Öncelikle bu önemli işi tanıma ve ücret ödemeden yapan kadınlardır. Bu sorun olası kapsamlı bir karantina ile daha da kötüleşecektir. Ve sadece bu değil: Kadınlara ve çocuklara yönelik şiddet, halka açık yerler ve alanlar kapandığında, kocası ve babalarıyla evde kilitlendiklerinde önemli ölçüde artacaktır. Özel, sadece politik değil, aynı zamanda günlük cehennemdir.


Unutulmamalıdır ki, krizden önce fazla parası olmayanların kısıtlamalardan diğerlerine göre daha fazla etkilenme olasılığı daha yüksektir. Büyük bir daireye katlanmak tam ve küçük bir daireden daha kolaydır. Özel bir bahçeniz varsa, çocuklarınızın oyun alanı olmadan onları meşgul etmeleri daha kolaydır. Alışveriş yaparken paraya bakmak zorunda değilseniz, ucuz marka eriştelerin satışını hafifçe almak daha kolaydır. Arabanız varsa, toplu taşıma araçlarında sosyal iletişime ihtiyacınız yoktur

Pandemi kaçan, zorla daha güvenli bir yaşam sürmesini engelleyen ve kamplara ve merkezlere kilitlenmiş insanlar için yıkıcı. Virüsün bu koşullar altında yayılması muhtemeldir ve bunun sorumluluğu AB’nin haciz ve dışlanma politikasına aittir. Kamplarda korkunç hijyen koşulları hakimdir: insanlar kaleme alınır ve tutulur, yıkama tesisleri kıttır ve temel hijyen malzemeleri yine de vardır. Bu, Covid-19 enfeksiyonu için mükemmel bir üreme alanıdır. Durum daha az serttir, ancak sınır dışı etme çubuklarında ve çapa merkezlerinde de güvencesizdir.

Aynı zamanda, tüm medyanın ilgisi sadece virüs üzerindedir – ancak neredeyse hiçbir zaman mültecilerin koşulları ile bağlantılı değildir. Corona kaosunun ortasında bu insanların hala faşistler, Türk ve Avrupa sınır muhafızları ve polis memurları tarafından reddedildiği, geri itildiği, avlandığı ve ateşe verildiği tamamen kayboluyor.


Kriz göz önüne alındığında, her ikisi de yanlış veya yetersiz olduğuna inandığımız iki ideolojik yanıt şu anda dolaşmaktadır. Bazıları Corona’yı perspektife koyar ve şöyle der: “Sadece korkutucudur. Tıpkı normal grip gibi. Sadece eskisini ve daha önce hasta olanları etkiler ”. Birçok durumda, bunu söyleyen insanlar bu grubun kendilerine ait olmamaktan ve dolayısıyla daha az risk altında olmaktan mutluluk duyabilirler. Bununla birlikte, en azından örtük olarak, kapitalist sömürü mantığı yeniden üretilir, buna göre (ya da daha az) katma değer yaratan ya da daha az katma değer yaratan insanlar da daha az ya da hiç değmezler. Risk grupları da önemli ölçüde daha büyüktür – diğer şeylerin yanı sıra, Engelli insanlar da aynısını yapar. Belli bir dereceye kadar, bu ifade, risk grupları için hayati tehlike taşıyan tehlikeyi kabul etmek anlamına gelir. Diğerleri yüksek sesle: “Evde kal. Evde kalın ve enfeksiyonları azaltın veya en azından yavaşlatın. ” Bu sadece piyasanın kira ve yiyecek harcamalarına devam edeceğini bilenler için de kötü bir şaka olabilir ve paranın sadece dışarı çıktıklarında geleceğini de bilebilir. Yani çalışmak. Eşzamanlı karantina temel geliri ile gerçek bir kapanma olmadığı sürece, sadece evde kalma şartı işçiler ve yoksullar için küstah ve düşmanca.

Hemşirelik ve hastane personeline ve her gün hasta insanların haysiyeti ve sağlığı için çok düşük savaşan herkese güveniyoruz. Şu anda cephede savaşan insanlar, örneğin bakım ve temizlik mesleklerinde veya perakendede, yıllardır güvenli statüleri reddedildi. Sürgün veya güvenli oturma izinlerinin, kısa süreli çalışmaların ve ajans çalışmalarının günlük olarak reddedilmesi tehdidiyle karşı karşıyadırlar. Dayanışmamız size gidiyor. Bizi sefalet ve hastalıktan korumayan kırık bir sağlık sistemine güvenmiyoruz. Öfkemiz onun yanında.

Şimdi talep ettiklerimiz:

 

1. Federal ve eyalet hükümetlerinden:

Gerekli olmayan üretimin ve ücretli emeğin sona ermesi ve kapatılması.

Herkes için hızlı, basit temel karantina geliri. Bu, insanların evde kalmasını sağlamak için tasarlanmıştır; daha yüksek gelir ve servet vergilendirerek finanse edilir.

Yüksek gelirler ve varlıkların vergilendirilmesiyle finanse edilen (sahte) serbest meslek sahibi, kültürel çalışanlar, vb.

Hemşirelik ve sağlık sektöründe ve nüfus için önemli olan ve hayatlarını riske atan diğer işlerde çalışan, açıklanamayan veya güvensiz statüsü olan tüm kişilerin koşulsuz ve karmaşık olmayan vatandaşlığa kabulü.

Avrupa sınırlarındaki kampların kapatılması ve orada yaşayan herkesin kabulü

Pandemi süresince kira gelirine geçici bir yasak ve tahliye yasağı. Dairesi olmayan insanlar için ücretsiz yaşam alanı sağlamak.

İşverenler için zorunlu olan bir risk ödeneği olarak, hemşirelik ve perakende ve bakım gerektiren diğer düşük ücretli mesleklerde hızlı ve önemli ücret artışları. Aksi takdirde tüm sıcak kelimeler alay konusu olarak kalır.

Kadın şiddetinin tehdit altında olduğu kadınların ve çocukların karantinadan kaçınabilmesi için kadın evlerinin ve dairelerinin genişletilmesine yönelik bir destek paketi.

 

2. Ücrete bağlı çalışanların ve nüfusun:

Mümkünse artık işe gitmiyor

„Karşılıklı kabul edilebilir işten çıkarmalar“ a dahil olmayın – onlar şaka yapmak istiyorum!

Politik bir sağlık grevi için iş gücünüze ve sendikanıza baskı uygulayın: karantinaya toplu olarak uygulayın.

Özel olarak yaptığınız bakım işlerini adil bir şekilde bölün. Birçok erkek için bu, bir talep beklemeden ve aynı zamanda genel bakış sorumluluğunu kadınlara kaydırmak için durmadan normal ev işleri ve bakım modellerinden aktif olarak uzaklaşmak anlamına gelir. Çocuklarla biraz oynamak ve daha sonra kadına problem bırakmak yeterli değil! Kadınlar, haksızlıklara katlanma.

 

3. Sosyalistler, komünistler, sosyal demokratlar, anarşistler ve solculardan:

Dayanışma ağları kurar, risk gruplarına mensup kişileri günlük işlerle destekler

Sosyal izolasyonu daha da sert bir şekilde karşılayan ve yalnızlığa dalan insanlar / yoldaşlar / arkadaşlar düşünüyor – onlara duygusal destek sağlıyor

Bu ağları kurarken politik duruşunuzu atlamayın – yalnız kaldığınızı gösterin ve güven kazanın

Devletin ve piyasanın rolünü kınıyor ve birlikte yaşamak için tek başına alternatifler öneriyor!

Karantinada zamanınız olmalı – kendinizi ve başkalarını eğitin

Ajitasyon, eğitim ve yetiştirme için Youtube Kanallarını vb. kullanır.

Her zaman hatırlayın: krizler tarihin temel taşlarıdır – elbette sosyalistler üstünlük kazanmak zorundayız, aksi takdirde barbarlık tehdit eder. Birlikte dayanışma içinde yaşama fırsatını ele alalım.

ne #evdekal ne de #evdekalmayıboşver!

ne #evdekal ne de #evdekalmayıboşver!

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Ausgangsbeschränkungen und Arbeiten gehen müssen

Soeben hat Markus Söder verkündet, dass ab heute nacht Ausgangsbeschränkungen gelten. Wir haben bereits dazu aufgerufen, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, finden also die Reduzierung der physischen Kontakte zwischen Menschen grundsätzlich richtig. Gerade deswegen haben wir aber auch gefordert, dass die nicht lebensnotwendige Produktion und Arbeit sofort eingestellt und geschlossen wird und es ein sofortiges Quarantäne-Grundeinkommen gibt. Es ist ein Hohn, wenn die Menschen morgens bis abends der Gefahr ausgesetzt werden, sich bei ihren Kolleg*innen, Kund*innen, Klient*innen oder Chefs anzustecken, aber ihnen dann abends verboten wird, sich zu treffen oder auszutauschen. Wie soll man das anders begreifen, als als eine Maßnahme eines Staats, der seine Prioritäten eindeutig setzt. Er dient nicht uns, sondern den Profitinteressen der Kapitalisten.

 

„Nachdrückliche Bitten“ an Arbeitgeber haben ohne nachdrückliche Arbeitskämpfe noch nie viel bewirkt. Wir fordern nach wie vor:

 

 

 1. von den Bundes- und Landesregierungen:

 – Einstellung und Schließung der nicht lebensnotwendigen Produktion und Lohnarbeit.

 – schnelles, unkompliziertes Quarantäne-Grundeinkommen für Alle. Dieses soll den Menschen ermöglicht, zu Hause zu bleiben; finanziert durch die Besteuerung der höheren Einkommen und Vermögen.

 – staatliche Rettungsschirme für kleine Betriebe und Non-Profit-Organisationen zum Zwecke der Lohnfortzahlung der Mitarbeitenden, außerdem für (Schein-) Selbstständige, Kulturschaffende, etc. finanziert durch die Besteuerung der höheren Einkommen und Vermögen

 – Die bedingungslose und unkomplizierte Einbürgerung aller Menschen mit ungeklärtem bzw. unsicherem Status die während der Gesundheitskrise im Pflege- und Gesundheitssektor, sowie in sonstigen für die Bevölkerung wichtige Beschäftigungen gearbeitet und ihr Leben riskiert haben.

 – die Auflösung der Lager an europäischen Grenzen und die Aufnahme aller dort Lebenden

 – ein befristetes Verbot von Mieteinnahmen für die Zeit der Pandemie, sowie ein Verbot von Zwangsräumungen. Zur Verfügungstellung von kostenlosem Wohnraum für Menschen ohne Wohnung.

– sofortige deutliche Lohnsteigerungen in Pflege und Einzelhandel und anderen unterbezahlten versorgungsnotwendigen Berufen, als für Arbeitgeber verpflichtende Gefahrenzulage. Sonst bleiben alle warmen Worte ein Hohn.

– ein Förderpaket zum Ausbau von Frauenhäusern und -wohnungen, damit von Männergewalt bedrohte Frauen und Kinder in der Quarantäne ausweichen können.

 2. von den lohnabhängig Beschäftigten und der Bevölkerung:

 – geht nach Möglichkeit nicht mehr zur Arbeit

 – lasst euch nicht auf „einvernehmliche Kündigungen“ ein – die wollen euch verarschen!

 – übt Druck in eurer Belegschaft und in eurer Gewerkschaft für einen politischen Streik für die Gesundheit aus: Quarantäne kollektiv durchsetzen.

– Teilt euch die anfallende Care-Arbeit im Privaten gerecht auf. Das heißt für viele Männer sich aktiv raus aus den gewohnten Hausarbeits- und Sorgemustern zu bewegen, ohne auf eine Aufforderung zu warten und auch aufzuhören die Verantwortung des Überblicks weiter auf Frauen abzuwälzen. Ein bisschen mit den Kindern zu spielen und dann Probleme wieder der Frau zu überlassen reicht nicht! Frauen, lasst euch keine Ungerechtigkeiten gefallen.

3. von Sozialist*innen, Kommunist*innen, Sozialdemokrat*innen, Anarchist*innen und Linken:

 – baut solidarische Netzwerke auf, unterstützt Menschen, die zu Risikogruppen zählen bei alltäglichen Besorgungen

 – denkt an Menschen/Genoss*innen/Freund*innen, die die soziale Isolation noch drastischer trifft und in Einsamkeit stürzt- leistet ihnen emotionalen Beistand

 – spart beim Aufbau dieser Netzwerke nicht eure politische Haltung aus – zeigt, dass ihr solidarische Linke seid und gewinnt Vertrauen

 – denunziert dabei die Rolle von Staat und Markt und schlagt solidarische Alternativen für ein Zusammenleben vor!

 – solltet ihr Zeit in Quarantäne haben – bildet euch und andere – nutzt YoutubeChannels etc. zur Agitation, Bildung und Erziehung

 – denkt immer daran: Krisen sind Scheidepunkte der Geschichte – selbstverständlich müssen wir Sozialist*innen da die Oberhand gewinnen, sonst droht die Barbarei. Lasst uns die Gelegenheit ergreifen, ein solidarisches Zusammenleben zu erstreiten.

 

 

 

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Weder #staythefuckhome noch #fuckstayinghome

Es gibt ein grundlegendes Problem in unserem Gesundheitssystem. Es ist spätestens nach der Einführung der Fallpauschalenvergütung nicht mehr dafür da, möglichst viele Menschen optimal zu versorgen und freie Kapazitäten für Unerwartetes vorzuhalten. Vergütet wird nur nach erbrachten Leistungen (z.B. OP’s), das ist, als würde die Feuerwehr nur bei gelöschtem Brand bezahlt werden. Das zwingt Krankenhäuser dazu ihre Kapazitäten voll auszulasten. Extrabetten, genug Personal und Material für den Krisenfall wird damit betriebswirtschaftlich absurd. Diese falsche Logik treibt das Personal bewusst schon in den Nicht-Krisenzeiten über ihre Belastungsgrenze und spart auch an wichtigen Punkten der Patientenversorgung.

Der Markt regelt, dass unser Gesundheitssystem kaputt gespart ist, weil es nach Kriterien der Effizienz funktionieren soll und nicht nach den menschlichen Bedürfnissen. Das ist außerdem das konkrete Ergebnis der neoliberalen Politik der letzten Jahrzehnte durch SPD, Grüne, CDU/CSU und FDP. Die AfD als marktradikale Partei der Bonzen wird genau diese Politik verschärfen. Noch vor einigen Monaten kursierte der neoliberale Vorschlag der Bertelsmann-Stiftung von notwendigen flächenendeckenden Krankenhausschließungen wegen angeblicher Überkapazitäten. Jetzt rühmt sich der Gesundheitsminister für die große Bettenanzahl. Doch Betten und Beatmungsmaschinen alleine versorgen noch keine Menschen! Und auch ein bisschen Merci-Schokolade und Heldenrhetorik wird den Pflegenden und anderem Krankenhausmitarbeitenden wie Reinigungskräften nicht gerecht. Es muss sich endlich auch im Gehalt zeigen. Das Alles ist notwendige Konsequenz, wenn Gesellschaft nach kapitalistischen Maßstäben organisiert wird. Wir fragen uns: Wann ist denn ein Krankenhaus zu teuer? Wieviel Menschen ohne medizinische Versorgung sind denn in Ordnung? Was kostet ein Menschenleben?

Die Reaktion der Behörden auf die Pandemie ist verräterisch. Schulen, KiTas, Unis, Kultur- und Musikveranstaltungen, Demonstrationen, Spielplätze etc. werden als Erstes geschlossen, während die Fabriken, Büros und Call-Center erstmal munter weiterlaufen. Alles Politische, Soziale, Kulturelle soll in den Standby-Modus übergehen, aber die Mehrwertproduktion soll weiterbrummen, der Profit der Kapitalisten möglichst wenig gefährdet werden. Die Schließung eines Werkes kommt erst dann in Frage, wenn sich bereits Arbeiter*innen mit Covid-19 infiziert haben (siehe bspw. Opel Rüsselsheim) und dies erst auf den Druck der Gewerkschaften hin. Von staatlicher Seite aus, kam nach unseren Kenntnissen kein ernsthaftes Drängen auf die Schließung, sondern nur Homeoffice-Apelle, die in vielen Bereichen nicht greifen können. Der Großteil der Betriebe läuft somit weiter vor sich hin. Dieser Staat ist der Staat der Kapitalisten und er setzt seine Prioritäten eindeutig. Es geht eben nicht um eine solidarische und bedürfnisorientierte Produktion und Verteilung von Gütern, sondern um das Bestehen in der weltweiten Konkurrenz – selbst im Gesundheitskrisenfall.

Wie selbstverständlich wird – wie schon vor Corona – die Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Kochen, Pflege, etc.) ins Private, also auch ins unbezahlte gedrängt. Es sind vorrangig Frauen, die diese wichtige Arbeit ohne Anerkennung und Lohn erledigen. Diese Problematik wird sich durch eine womöglich kommende flächendeckende Quarantäne noch verschärfen. Und nicht nur das: die Gewalt gegen Frauen und Kinder wird drastisch zunehmen, wenn diese mit ihren Männern und Vätern zu Hause eingesperrt sind, wenn die öffentlichen Plätze und Räume geschlossen werden. Das Private ist nicht nur politisch, sondern oft auch die tägliche Hölle.

Nicht zu vergessen ist, dass wer schon vor der Krise nicht viel Geld hatte, auch jetzt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit schlimmer von den Einschränkungen betroffen ist als manch Andere. In einer großen Wohnung lässt es sich leichter ausharren als in einer vollen und kleinen. Wer einen privaten Garten hat, kann seine Kinder leichter ohne Spielplatz beschäftigen. Wer nicht aufs Geld schauen muss beim Einkaufen, kann den Ausverkauf der Billigmarkennudeln leichter auf die leichte Schulter nehmen. Wer ein Auto hat, ist nicht auf sozialen Kontakt in Öffis angewiesen.

Für die geflohenen Menschen, die mit Gewalt an einem sichereren Leben gehindert werden und die in Lagern und Zentren eingesperrt werden, ist die Pandemie verheerend. Eine Ausbreitung des Virus unter diesen Umständen ist sehr wahrscheinlich und die Verantwortung dafür trägt die EU-Politik der Abschottung und Ausgrenzung. In den Lagern herrschen katastrophale hygienische Bedingungen: Menschen werden eingepfercht und festgehalten, Waschmöglichkeiten sind rar und grundlegende Hygieneartikel sowieso. Dies ist der perfekte Nährboden für eine Ansteckung mit Covid-19. Weniger drastisch, aber ebenfalls prekär verhält es sich in den Abschiebeknästen und den Ankerzentren.

Zugleich liegt alle Medienaufmerksamkeit ausschließlich auf dem Virus- fast nie jedoch in Verbindung mit den Bedingungen für geflüchtete Menschen. So geht völlig unter, dass diese Menschen, mitten im Corona-Chaos nach wie vor von Faschisten, türkischen und europäischen Grenzsoldaten und Polizisten abgewiesen, zurückgedrängt, gejagt und angezündet werden.

Angesichts der Krise kursieren derzeit vor Allem zwei ideologische Antworten, die wir beide für falsch oder unzureichend halten. Die einen relativieren Corona und sagen: „Ist ja nur Panikmache. Ist ja nur wie eine normale Grippe. Trifft ja nur Alte und Vorerkrankte“. Die Menschen, die das sagen, sind vielleicht vielfach einfach nur froh, selbst nicht zu dieser Gruppe zu zählen und so weniger gefährdet zu sein. Mindestens implizit wird damit aber die kapitalistische Verwertungslogik reproduziert, nach der Menschen, die (angeblich) keinen oder weniger Mehrwert schaffen, eben auch weniger oder nichts wert sind.

Die Risikogruppen sind außerdem deutlich größer – es zählen u.a. Menschen mit Behinderung ebenso dazu.

Diese Aussage beinhaltet gewissermaßen die Inkaufnahme der akuten Lebensgefahr für die Risikogruppen. Die anderen fordern lautstark: „Stay the fuck home. Bleibt zu Hause und sorgt für eine Eindämmung oder zumindest Verlangsamung der Infektionen“. Das kann nur ein schlechter Witz für alle die sein, die wissen, dass sie dank dem Markt weiterhin Ausgaben für Miete und Lebensmittel haben werden und auch wissen, dass das Geld nur reinkommt, wenn sie rausgehen. Nämlich zur Arbeit. Solange es keinen wirklichen Shutdown mit gleichzeitigem Quarantäne-Grundeinkommen gibt, ist die Forderung, doch einfach zu Hause zu bleiben, vermessen und arbeiter*innen- und armenfeindlich.

Wir haben volles Vertrauen in das Pflege- und Krankenhauspersonal und alle, die viel zu schlecht bezahlt jeden Tag für die Würde und die Gesundheit kranker Menschen kämpfen. Menschen, die jetzt, bspw. in Pflege- und Reinigungsberufen oder im Einzelhandel an vorderster Front kämpfen, wird seit Jahren ein sicherer Status verwehrt. Drohende Abschiebung oder die Verweigerung sicherer Aufenthaltstitel, Kurzarbeit und Leiharbeit belasten sie täglich. Ihnen gilt unsere Solidarität. Wir haben kein Vertrauen in ein kaputtgespartes Gesundheitssystem, das uns nicht vor Elend und Krankheit schützt. Ihm gilt unser Zorn.

Was wir jetzt fordern:

 1. von den Bundes- und Landesregierungen:

 – Einstellung und Schließung der nicht lebensnotwendigen Produktion und Lohnarbeit.

 – schnelles, unkompliziertes Quarantäne-Grundeinkommen für Alle. Dieses soll den Menschen ermöglicht, zu Hause zu bleiben; finanziert durch die Besteuerung der höheren Einkommen und Vermögen.

 – staatliche Rettungsschirme für kleine Betriebe und Non-Profit-Organisationen zum Zwecke der Lohnfortzahlung der Mitarbeitenden, außerdem für (Schein-) Selbstständige, Kulturschaffende, etc. finanziert durch die Besteuerung der höheren Einkommen und Vermögen

 – Die bedingungslose und unkomplizierte Einbürgerung aller Menschen mit ungeklärtem bzw. unsicherem Status die während der Gesundheitskrise im Pflege- und Gesundheitssektor, sowie in sonstigen für die Bevölkerung wichtige Beschäftigungen gearbeitet und ihr Leben riskiert haben.

 – die Auflösung der Lager an europäischen Grenzen und die Aufnahme aller dort Lebenden

 – ein befristetes Verbot von Mieteinnahmen für die Zeit der Pandemie, sowie ein Verbot von Zwangsräumungen. Zur Verfügungstellung von kostenlosem Wohnraum für Menschen ohne Wohnung.

– sofortige deutliche Lohnsteigerungen in Pflege und Einzelhandel und anderen unterbezahlten versorgungsnotwendigen Berufen, als für Arbeitgeber verpflichtende Gefahrenzulage. Sonst bleiben alle warmen Worte ein Hohn.

– ein Förderpaket zum Ausbau von Frauenhäusern und -wohnungen, damit von Männergewalt bedrohte Frauen und Kinder in der Quarantäne ausweichen können.

 2. von den lohnabhängig Beschäftigten und der Bevölkerung:

 – geht nach Möglichkeit nicht mehr zur Arbeit

 – lasst euch nicht auf „einvernehmliche Kündigungen“ ein – die wollen euch verarschen!

 – übt Druck in eurer Belegschaft und in eurer Gewerkschaft für einen politischen Streik für die Gesundheit aus: Quarantäne kollektiv durchsetzen.

– Teilt euch die anfallende Care-Arbeit im Privaten gerecht auf. Das heißt für viele Männer sich aktiv raus aus den gewohnten Hausarbeits- und Sorgemustern zu bewegen, ohne auf eine Aufforderung zu warten und auch aufzuhören die Verantwortung des Überblicks weiter auf Frauen abzuwälzen. Ein bisschen mit den Kindern zu spielen und dann Probleme wieder der Frau zu überlassen reicht nicht! Frauen, lasst euch keine Ungerechtigkeiten gefallen.

3. von Sozialist*innen, Kommunist*innen, Sozialdemokrat*innen, Anarchist*innen und Linken:

 – baut solidarische Netzwerke auf, unterstützt Menschen, die zu Risikogruppen zählen bei alltäglichen Besorgungen

 – denkt an Menschen/Genoss*innen/Freund*innen, die die soziale Isolation noch drastischer trifft und in Einsamkeit stürzt- leistet ihnen emotionalen Beistand

 – spart beim Aufbau dieser Netzwerke nicht eure politische Haltung aus – zeigt, dass ihr solidarische Linke seid und gewinnt Vertrauen

 – denunziert dabei die Rolle von Staat und Markt und schlagt solidarische Alternativen für ein Zusammenleben vor!

 – solltet ihr Zeit in Quarantäne haben – bildet euch und andere – nutzt YoutubeChannels etc. zur Agitation, Bildung und Erziehung

 – denkt immer daran: Krisen sind Scheidepunkte der Geschichte – selbstverständlich müssen wir Sozialist*innen da die Oberhand gewinnen, sonst droht die Barbarei. Lasst uns die Gelegenheit ergreifen, ein solidarisches Zusammenleben zu erstreiten.

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Hier findet ihr den Text in verschiedenen Sprachen als PDF-Dokument zum Weiterleiten und Verbreiten. 

Weder #staythefuckhome noch #fuckstaying home – Position der Falken Nürnberg zum Umgang mit Corona 

ne #evdekal ne de #evdekalmayıboşver!

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Wie stehen die Falken zur Wahl?

Als unabhängiger Kinder- und Jugendverband sind wir kein Teil einer Partei und machen deswegen auch keinen Wahlkampf. In unserer Bündnisarbeit als sozialistischer Verband arbeiten wir aber natürlich neben den vorrangig außerparlamentarischen Partner*innen der sozialistischen Bewegung und der Kinder- und Jugendarbeit auch mit verschiedenen Parteien zusammen, sofern dies politisch oder taktisch sinnvoll ist. Wir sind also parteiunabhängig, aber nicht unparteiisch.

 

Am 15.03.2020 wählt Nürnberg einen neuen Oberbürgermeister und einen neuen Stadtrat.

 

Die folgende Kritik heißt nicht, dass man nicht wählen gehen sollte, die Möglichkeiten die man hat sollte man nutzen. Alleine schon weil umso mehr progressive Leute wählen gehen, desto geringer wird der Anteil an Stimmen die auf Nazis entfallen. Auch ist es lohnenswert unser Leben jetzt zu verbessern oder durch seine Wahlentscheidung zu verhindern, dass es schlimmer wird. Aber man sollte sich auch auf keinen Fall nur auf die Wahl beschränken und nicht denken, dass durch langsame Reformationen der Sozialismus erreicht wird.

 

Zur parlamentarische Demokratie im Allgemeinen

Als Teil des Proletariats sind wir selbstverständlich froh darüber, dass uns grundlegende Rechte zugestanden werden, zum Beispiel das Recht uns zu organisieren, unsere Zeltlager und Bildungsveranstaltungen durchzuführen, Flyer- und Agitationsmaterial zu drucken, zu demonstrieren, zu streiken und unsere Meinung zu äußern. Dies ist jedoch nicht vom Himmel gefallen sondern wurde von bürgerlichen Kräften ebenso wie von Genoss*innen früherer Generationen mühsam erkämpft. Dieser Kampf ist unserer Meinung nach noch nicht abgeschlossen!

Wir haben noch immer Kritikpunkte am (politischen) System in Deutschland, an der parlamentarischen Demokratie und allen voran natürlich am Kapitalismus

 

Anlässlich einer anstehenden Wahl sollen im Folgendem nun kurz unsere Kritikpunkte dargestellt werden:

Wahlrecht

o Eigentlich sollten alle in einem Land lebenden Bürger*innen über ihre Lebensbedingungen mitbestimmen können. Allerdings sind lediglich Personen mit deutschem Pass (für die Kommunalwahl nur EU-Bürger*innen) über 18 Jahren wahlberechtigt. Dadurch werden ganze Bevölkerungsgruppen von der Wahl ausgeschlossen. In manchen Bundesländern darf ab 16 gewählt werden. Wir wollen, dass in Bayern bereits deutlich früher gewählt werden darf.

Legislaturperioden

o Die Festlegung auf Wahlen alle 4,5 oder 6 Jahre ist ebenfalls problematisch. In dieser Zeit kann sich sehr viel verändern ohne dass alle darüber mitentscheiden können.

Stimme abgeben/kein imperatives Mandat

o Allein schon die Tatsache dass man seine „Stimme abgibt“ impliziert ja, dass man anschließend erstmal nichts mehr zu melden hat. Die oder der Delegierte aus dem eigenen Stimmkreis entscheidet für alle Themen nach ihrer eigenen Meinung, unabhängig davon was die eigenen Wähler*innen eigentlich möchten. Eine alternative Möglichkeit ist hier das imperative Mandat, bei dem man dem/der Delegierten eine Entscheidung mit auf den Weg gibt.Dieses Modell kennen wir aus verschiedensten Formen aktueller oder historischer Rätedemokratien.

Entscheidungsmöglichkeiten

o Das größte Problem das wir Falken mit der parlamentarischen Demokratie jedoch haben, ist dass gar nicht alles verändert werden kann. Unser Wirtschaftssystem ist als (soziale) Marktwirtschaft und damit als kapitalistisch festgeschrieben. Keine Wahl kann dies ändern. Als Folge dessen ergeben sich auch Sachzwänge, die weiter Entscheidungen was gut für die Allermeisten wäre verhindern und überschatten.

 

Zur Kommunalwahl im Besonderen

Die jetzt anstehende Wahl ist eine Kommunalwahl und damit eine Personenwahl. Man kann nicht nur einzelnen Parteien seine Stimme geben, sondern auch nur ganz bestimmten Leuten die man kennt und denen man jetzt zutraut für die nächsten 6 Jahre die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ob man mit den Entscheidungen der gewählten Personen dann immer zufrieden ist kann man nicht wissen (siehe Kritikpunkt imperatives Mandat).

Auch aus unserem Verband stehen am 15.03. zwei Genoss*innen zur Wahl, deren Grundwerte und Einstellungen wir unterstützen:

Nico Schreiber                            Liste 13 (Die Linke)              Platz 31

o Nico, unser Vorsitzender, kandidiert für die Linke:

„Gesellschaft findet in erster Linie außerhalb der Parlamente statt: in den Straßen, in den Betrieben und Einrichtungen, in den Klassen, in den Küchen und auf den Plätzen. Ich verstehe mich als Vertreter einer außerparlamentarischen Opposition und möchte ihr als Sprachrohr, aber auch als Informant aus dem Stadtrat dienen und so zu einer wirklichen, sozialen Veränderung beitragen.“

https://www.die-linke-nuernberg.de/2019/10/kandidaten-zur-kommunalwahl-2020/

Linda Reinke                            Liste 5 (SPD)                            Platz 18

o Linda, Vorstandsmitglied im Kreisjugendring und für uns im Jugendhilfeausschuss, kandidiert für die SPD

„Jugendpolitik bedeutet für mich, Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben, sie am demokratischen Diskurs zu beteiligen und Angebote zu schaffen, an denen sie wachsen können. Junge Menschen sind nicht unbedingt in politischen Organisationen, aber trotzdem sind sie politisch und sie haben Ideen für Nürnberg.“

https://brehm2020.de/kandidaten-brehm-2020/linda-reinke/

 

Darüber hinaus treten auch noch Genoss*innen aus befreundeten Verbänden und Bündnispartner an, deren Werte wir zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls teilen.

Bei all diesem Geschreibe zur Wahl denkt daran: Die meiste Zeit ist kein Wahlkampf, keine erhöhte Aufmerksamkeit für politische Themen, doch auch in dieser Zeit sollte man das politische Geschehen beobachten und sich allem voran einbringen und seine Meinung vertreten.

Also geht wählen UND wartet danach NICHT auf die nächste Wahl, sondern bringt euch auch außerparlamentarisch ein. Zum Beispiel bei uns Falken.

 

Freundschaft!

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