#Nicht auf unserem Rücken – Coronakrise aus Kindersicht

Die aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie werden auf dem Rücken vieler (https://www.falken-nuernberg.de/?p=3046) ausgetragen. Auch auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen. In den viel berichteten „Öffnungsdiskussionsorgien“ sind Vertreter und (weniger) Vertreterinnen verschiedenster Bereiche dabei. Die Rechte und Meinungen von Kindern sind dabei nur äußerst selten Thema. Auch die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin warnte, dass „Kinder und Jugendliche in den bisherigen Entscheidungsprozessen nicht als Personen mit ebenbürtigen Rechten gesehen [wurden], sondern als potentielle Virusträger.“ Kinder werden als Virenschleudern und Superspreader bezeichnet (z.B. https://web.de/magazine/news/coronavirus/virenschleuder-superspreader-rolle-kinder-coronavirus- pandemie-34652354) sollen inzwischen manchmal wie Hunde vorm Supermarkt warten (https://www.focus.de/familie/eltern/coronavirus-kurzer-schock-im-supermarkt-ihre-kinder- muessen-beim-einkaufen-bitte-draussen-bleiben_id_11822291.html) und werden in den aktuellen Beschlüssen zu (sicherlich notwendigen!) Einschränkungen nur insofern mitgedacht, wie sie Hindernis für die Arbeitskraft der Eltern sind. Alle sozialen Räume in denen Kindern lernen, sich entwickeln, Bindungen eingehen, sich entspannen und spielerisch mit Erlebtem und dazugehörigen Emotionen umgehen können sind ihnen momentan nicht zugänglich. Bezugspersonen und Strukturen brechen weg, die Kindern sonst vielleicht helfen mit unsicheren und beängstigenden Situationen, wie wir gerade eine haben, fertig zu werden. Auch die für psychische und physische Gesundheit notwendige Bewegung, die viele Kinder sowieso zu wenig haben, fällt durch Schließung von Spielplätzen und die strikten Ausgangsbeschränkungen vielfach weg. Kinder können nicht ohne weiteres alleine Joggen gehen, sich alleine mit einer weiteren Person treffen, haben keine*n (Ehe-)Partner*In zum Treffen. Die Ausnahmen der Beschränkungen sind für Erwachsene formuliert.

Auf all diesen Ebenen verschärfen sich soziale Ungerechtigkeiten. Eltern mit weniger Geld haben natürlich mehr Angst vor Bußgeldern und sind nochmal angespannter in der aktuellen Situation. Die Angst vorm Verlust des Arbeitsplatzes, die häufig beengten Wohnräume und weniger Möglichkeiten für Förderung und Beschäftigung der Kinder kommen dazu und bieten in Familien ganz schön viel Zündstoff für Eskalation. Kindern in solchen Situationen fehlen gleichaltrige und auch erwachsene Bezugspersonen wie Lehrer*Innen, Horterzieher*Innen oder Gruppenhelfer*Innen besonders. Ohne eigenes Zimmer, ohne Computer und ohne Eltern, die unterstützen können lernt es sich zu Hause auch viel schwieriger und Bildungsunterschiede vergrößern sich und werden zementiert.

In der aktuellen Krise geraten Kinder – gemeinsam mit vielen anderen Gruppen – besonders aus dem Blick. Wir haben daher – auch als ein Weg, um mit der aktuellen schwierigen Situation umzugehen – eine Telefonumfrage gestartet und Kinder in unserem Bekanntenkreis gefragt, wie es ihnen eigentlich so geht und was sie von der aktuellen Situation halten. Herausgekommen ist ein Brief:

Lieber Herr Söder,

Sie reden immer davon, dass wir uns Zeit lassen müssen, dass wir die Zeit auch haben und die Beschränkungen verlängern können. Aber wir Kinder werden gar nicht gefragt, wie es uns damit geht. Wir wissen, dass wir vorsichtig sein müssen und überlegen müssen, wie das Corona-Virus sich weniger verbreitet, aber zur Zeit geht es vielen Kindern gar nicht gut. Damit auch die Kinder selbst mal was dazu sagen können, haben wir eine Telefonumfrage unter Freundinnen, Freunden und Bekannten gestartet. Alle Kinder fanden an der Situation gerade gar nichts gut! Vor allem macht es alle traurig, dass sie niemanden außer der Familie sehen können. Keine Freundinnen und Freunde, keine Lehrer*Innen und auch keine Horterzieher*Innen. Den ganzen Tag niemanden außer der Familie zu sehen nervt und es gibt viel Streit. Manche habe noch Glück und können zumindest raus in den Garten, aber manche haben auch nur eine kleine Wohnung ohne Balkon. Eine Freundin wohnt zu fünft in einer 3-Zimmer-Wohnung mit kleinen Zimmern. Sie hat kein eigenes Zimmer, wo sie die Tür zumachen kann, wenn jemand sie nervt. Deswegen haben sie einmal draußen ein Picknick gemacht, aber dann wurden sie von der Polizei nach Hause geschickt, weil das verboten war. Das verstehen wir nicht – sie haben doch Abstand zu anderen gehalten! Jetzt darf man zwar wieder zu zweit raus, aber meine Freundin traut sich nicht mehr wirklich und hat Angst, Ärger zu kriegen und Bußgeld zahlen zu müssen. Wenn ich mit ihr telefoniere redet sie auch noch weniger als sonst schon. Eine andere Freundin darf gar nicht mehr raus, weil sie auf ihre kleine Schwester aufpassen muss, weil ihre Eltern arbeiten müssen. In der Notbetreuung im Hort, wo ich jetzt hingehe, wurden wir bei einem Ausflug auch schon von der Polizei kontrolliert, aber unser Horterzieher hatte einen Zettel, dass wir das dürfen.

Viele vermissen auch ihre Lehrerinnen und Lehrer. Es ist zwar gut, nicht so früh aufstehen zu müssen, wie wenn Schule ist, aber zu Hause ist es viel schwerer, sich auf die Aufgaben zu konzentrieren. Und ich und auch andere Kinder vermissen den Pausenhof. Für Erwachsene ist es vielleicht gut, nur daheim zu sitzen und zu lesen oder zu stricken, aber wir finden das langweilig und kriegen davon schlechte Laune. Und sich mit einer anderen Person zu zweit zu treffen ist für Kinder auf meistens nicht möglich. Und sich per Skype mit anderen zu unterhalten ist nicht richtig sich sehen.
Viele Erwachsene, z.B. die Horterzieher*Innen, schicken schon Bastelpakete, damit es uns besser geht und ich versuche auch, Fotos und Nachrichten an Freund*Innen zu schicken, die noch weniger raus können als ich. Aber trotzdem geht es allen Kindern, mit denen wir telefoniert haben, nicht gut. Bitte sprechen Sie doch in Zukunft auch mit uns und sehen Sie die Welt nicht immer nur aus der Erwachsenen-Sicht.

#nichtaufunseremrücken – unser Arbeiter*innenkampftag

 

Die Corona-Krise und der behördliche Umgang mit ihr trifft nicht alle gleich – er trifft die Menschen so unterschiedlich, wie die Klassen in dieser Gesellschaft unterschiedlich sind (siehe http://www.falken-nuernberg.de/?p=2643).

 

Wir sind Arbeiter*innen, abhängig Beschäftigte, Frauen, Schüler*innen, Studierende, Kinder, Jugendliche, kleine (Schein-)Selbstständige und Geflüchtete – wir arbeiten im Handwerk, im Bildungs-, Erziehungs- und Sozialbereich, im Gesundheits- und Pflegewesen, in der Logistik, im IT-Bereich, im Einzel- und Großhandel. Oder wir werden eines Tages in diesen Bereichen arbeiten. Wir sind die, die heute oder in Zukunft all die schönen Sachen herstellen oder einräumen, die dann verkauft werden können. Wir sind es, die heute oder in Zukunft dafür sorgen, dass wir alle gesund sind, unsere Kinder aufziehen und uns um das ganze „Drumherum“ kümmern.

 

Gerade wird die Abwälzung der Corona-Krise und ihrer wirtschaftlichen Folgen vorbereitet und zum Teil bereits durchgeführt – auf unserem Rücken.

 

Auf dem Rücken der Arbeiter*innen:

Als „Dankeschön“ für die „systemrelevant“ Beschäftigten hat Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil eine Verordnung erlassen, die die Arbeitszeitregelung aufweicht, und damit den 12-Stunden-Arbeitstag vorerst bis Ende Juli befristet eingeführt. Aber wir wissen: das Kapital ist profithungrig und will schon lange den 8-Stunden-Tag zu unseren Lasten beseitigen. Unternehmen, die in der Vergangenheit hohe Profite eingefahren haben und noch immer Dividende ausschütten, werden nun durch staatliche Rettungsschirme geschützt. Die Kurzarbeit bietet den Unternehmer*innen enorme Vorteile, während das Kurzarbeitergeld den Arbeiter*innen hinten und vorne nicht zum Leben reicht. Obendrauf zahlt dieses Kurzarbeitergeld nicht der Betrieb, sondern die Bundesagentur für Arbeit: Die Weiterbeschäftigung wird also faktisch von den Lohnabhängigen selbst finanziert, aus den vorher von ihnen eingezahlten Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung.

 

Wir fordern: 

– die Einführung des 4-Stunden-Arbeitstags bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Zahlen muss das Kapital – in direkter Form oder indirekt über Steuern.

– 100% Lohnfortzahlung durch die Konzerne

– Mindestlohn rauf und Durchsetzung umfassender Tarifverträge statt weiterer Tarifflucht durch Unternehmen

– Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer als Millionärssteuer als ersten Schritt

– längerfristig die Enteignung und Vergesellschaftung der Produktionsmittel

 

Auf dem Rücken der Frauen:

Als ob es selbstverständlich wäre, wird die unbezahlte Care-Arbeit den Frauen aufgebrummt. Wenn KiTas, Pflegeheime, etc. geschlossen werden, müssen Frauen noch mehr als zuvor unbezahlt arbeiten: sie erziehen und schulen die Kinder, pflegen die Alten und Kranken, kochen, putzen und managen die Familie durch die Krise. Zugleich steigt in der Quarantäne oder der Kurzarbeits-Zeit des Mannes die Gefahr von Männergewalt gegen Frauen und Kinder. Die Frauenhäuser sind übervoll, während Hotels leer stehen. Diejenigen Berufe, die die Gesellschaft gerade am Laufen halten und für unser tägliches Überleben sorgen, werden zu 80% von Frauen verrichtet. Das sind die schlecht entlohnten und wenig anerkannten Berufe, für die heute zwar geklatscht, aber immer noch nicht ordentlich gezahlt wird. Obendrauf sind gerade die tendenziell weiblichen Berufe die eher unsicheren: Erzieherinnen in der Notbetreuung haben keine Chance, den Abstand zu den Kindern einzuhalten. Im Einzelhandel ist kein Home Office möglich.

 

Wir fordern:

– Leerstand nutzen. Hotels in kommunale Hand und als Frauenhäuser nutzen

– Förderpaket für Frauenhäuser und feministische NGOs.

– Gleichstellung der Löhne zwischen Männern und Frauen.

– Care-Arbeit muss gerecht verteilt werden

 

Auf dem Rücken der Kinder und Schüler*innen:

Während Baumärkte wieder ihre Pforten öffnen und die Produktion nie konsequent runtergefahren wurde, wurden Spielplätze, Museen, KiTas geschlossen. Auch unsere Kindergruppen dürfen sich gerade nicht treffen. Dabei brauchen Kinder den Kontakt mit anderen Kindern und die Gruppendynamik unter ihnen, um sich wohl fühlen zu können und zu lernen. Die Schule wird in erster Linie vermisst, weil die Kinder am Pausenhof genau diesen Kontakt hatten. Stattdessen sollen sie nun im homeschooling allein lernen. Das ist ungerecht, denn die einen können sich abwechselnd mit beiden Elternteilen hinsetzen und sich durch moderne Technik unterstützt durch die Aufgaben quälen. Den anderen ist das Arbeiten unmöglich, weil sie kein eigenes Zimmer, keinen eigenen Computer oder keine Eltern haben, die ihnen bei den Aufgaben helfen können.

Eine Verschärfung der Bildungsungerechtigkeit und eine sich immer weiter öffnende soziale Schere werden damit billigend in Kauf genommen.

Die kaputtgesparte öffentliche Bildung ist nicht in der Lage, vernünftige Schutzmaßnahmen zu treffen. Dadurch ist die von der Politik angestrebte Schulöffnung um jeden Preis mit einen enormen körperlichen und psychischen Risiko für Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen verbunden.

 

Wir fordern: 

– konsequente Schließung des Schulbetriebs

– Öffnung von Kindergruppen in verantwortlicher und sicherer Weise

– sofortige Wiederöffnung der Spielplätze – außerdem Schaffung neuer, größerer Spielplätze, um Abstände einhalten zu können.

– Keine Schulprüfungen bis zum Ende der Pandemie

 

Auf dem Rücken der Jugend und kommender Generationen:

Wenn heute mit Geld für Unternehmen um sich geworfen wird, wird es morgen um so härter eingespart werden. Das heute für die Kapitalisten ausgegebene Geld wird sich der Staat von anderer Seite wiederholen, sodass es wieder heißen wird: Für Kultur, Kunst, ein ordentliches Gesundheitswesen, für Jugendarbeit und sanierungsbedürftigeSchultoiletten sei ja leider kein Geld da.


Wir fordern:

– spürbar bis massiver finanzieller Ausbau der freien, kommunalen und vor allem der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit

– Die Unterstützung von selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentren, Jugendvereinen und Vereinsstätten, sowie Zeltplätzen, damit uns auch nach Corona mehr als die kommerzielle Kultur bleibt.

– Umnutzung der leerstehenden Schulgebäude als Beratungs- und Zufluchtsort für Kinder und Jugendliche, die es zu Hause nicht mehr aushalten.

Auf dem Rücken von Menschen mit Behinderung:

Noch immer müssen z.B. gehörlose Menschen barrierefreie Informationen über Pandemie und Maßnahmen einfordern,und das, obwohl es um Leben und Tod geht. Menschen müssen leben können wie sie wollen. „Sachzwänge“ führen dazu, dass Menschen in Einrichtungen leben müssen. In der Pandemie zeigt sich wie gefährlich die Konzentration vieler gefährdeter Menschen auf engem Raum ist. Obendrauf werden in der Pandemie ohnehin bereits isolierte Menschen noch stärker isoliert, sie werden vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Die Kapitalisten und Liberalen nehmen mittlerweile eine höhere Zahl an Toten in Kauf, um ihren wirtschaftlichen Schaden zu minimieren. Das fußt auf der Prämisse, dass sich die Fitteren durchsetzen und schwächere Glieder der Gesellschaft ihnen falls notwendig geopfert werden müssen. Ihre Vorstellungen von Gesellschaft tragen im Kern die Eugenik schon in sich. Diesen menschenverachtenden Vorstellungen müssen wir den Kampf ansagen!


Wir fordern:

– Barrierefreiheit in der Informationspolitik

– Dezentralisierung und Schaffung von Strukturen, die ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft für alte und behinderte Menschen ermöglichen

– konsequente Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung in öffentlichen Entscheidungen, ausgehend von der Selbstorganisierung ihrer Bewegungen

– konsequente Schutzmaßnahmen für Personal und Bewohner*innen von Heimeinrichtungen für Menschen mit Behinderung; es muss auch dort Handschuhe, Masken, etc. für Alle geben!

Auf dem Rücken der Geflüchteten und der Migrant*innen:

Die deutsche Agrarindustrie konnte durchsetzen, dass zehntausende Billig-Lohn-Erntehelfer*innen aus Rumänien eingeflogen wurden. Dem Kapital wurden die Grenzen für den Transport von Arbeitskräfte geöffnet. Zur gleichen Zeit sitzen Geflüchtete in den Lagern an den EU-Außengrenzen fest, wo sie unter menschenunwürdigen Bedingungen festhängen und an einem sicheren Leben gehindert werden. In den Gemeinschaftsunterkünften in Deutschland werden Menschen zusammengepfercht, ohne dass sie auch nur eine Chance hätten, Corona-Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

 

Wir fordern:

– sofortige Evakuierung der Lager an den EU-Außengrenzen. Über Rettung von Menschenleben darf nicht diskutiert werden. Wir haben Platz!

– Wiedereinführung des Grundrechts auf Asyl. Dublin II abschaffen.

– adäquate Kinderbetreuung in den Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete zur Entlastung der Eltern/Mütter solange diese in Quarantäne sind

– Mindestens Mindestlohn für Erntehelfer*innen und andere migrantische Arbeiter*innen und die starke Kontrolle von Schutzmaßnahmen

– Konsequente Verfolgung und Bekämpfung von Menschenhandel, auch in Krisenzeiten!

Die aktuelle und die kommenden Krisen  sollten nicht unsere Krisen sein – lasst die Kapitalist*innen, die Bosse und die Manager*innen zahlen! Sie fahren stets die Profite ein, die wir erarbeiten. Wenn diese nun ausbleiben, darf das nicht unser Problem sein. Wir wehren uns dagegen, dass erneut die Verluste vergesellschaftet, aber die Gewinne privatisiert werden. Wir lehnen das nationale „Wir“ ab, das jetzt angeblich den Gürtel enger schnallen muss, um den Reichen das Ausbleiben ihrer Gewinne auszubügeln. Stattdessen wählen wir das „Wir“, das sich wehrt. Es ist die Krise der Kapitalist*innen, nicht unsere. Wir werden nicht zulassen, dass sie sie auf unserem Rücken abwälzen. Durch die Pandemie wird die schon länger heranziehende Weltwirtschaftskrise beschleunigt und verstärkt. Mögen die Kapitalist*innen so viel jammern wie sie wollen: für uns zeigt sich jetzt so deutlich wie nie, dass wir eine befreite Gesellschaft brauchen, welche sich nach unseren Bedürfnissen statt nach Profiten richtet!

 

Der 1. Mai ist der Kampftag der Arbeiter*innenklasse. Wir kämpfen für höhere Löhne, geringere Arbeitszeiten, (geschlechter-)gerechte Verteilung der Arbeit, Kinderrechte, Bildungsgerechtigkeit und eine klassenlose Gesellschaft, in der wir sicher, frei und solidarisch leben können.

Deshalb: Lasst euch nicht von der Corona-Lethargie und Einsamkeit einschüchtern oder lähmen. Am 1.Mai kann man viel machen, um seine Unzufriedenheit und Kritik an dem, was uns angetan wird, auszudrücken – ohne sich oder andere zu gefährden.

 

Wir schlagen euch folgende AKTIVITÄTEN für den 1.Mai vor:

    

   Aktivität 1: hängt Falkenfahnen oder rote Fahnen aus eurem Fenster, von euren Balkonen oder an euer Auto oder Fahrrad und zeigt, dass ihr Teil der sozialistischen Arbeiter*innen-Bewegung seid

 

   Aktivität 2: spielt Lieder ab – beschallt die Nachbarschaft aus euren Fenstern, von den Balkonen oder aus euren mobilen Boxen – dazu gibt es folgende spotify-Playlist, die ihr nutzen könnt: https://open.spotify.com/playlist/1Nn5ZMWU0hIsJ0GQSPBn5I?si=dLHqYF4BReis2tme8LeI1A

 

   Aktivität 3: singt Arbeiter*innenlieder, wir schlagen euch folgende vor: 

https://www2.wir-falken.de/uploads/gruppenbuch_end_10.pdf

https://www.marxists.org/subject/art/music/lyrics/de/die-einheitsfront.htm

https://www.anarchismus.at/kulturbewegung/liedtexte/5998-brot-und-rosen

http://www.kommunisten.ch/index.php?article_id=68

 

 Aktivität 4: Bastelt Papierflieger mit euren Forderungen, ihr könnt gerne welche aus den unseren von oben übernehmen und lasst sie in die Stadt fliegen

 

Aktivität 5: Bemalt eure Straße mit Straßenmalkreide, damit alle lesen können, was ihr wollt – aber passt auf Autos auf.

 

Aktivität 6: Malt große Banner und Transparente oder Plakate und hängt sie auf, in der Stadt, am Fenster oder im Kinderzimmer. Hier findet ihr Vorlagen zum Drucken: http://www.falken-nuernberg.de/?p=3033

 

Aktivität 7: checkt folgende Seiten für weitere Infos, was an dem Tag möglich ist.

    www.redside.tk

    https://www.facebook.com/events/243955100303885/

Aktivität 8: Filmt oder fotografiert, was ihr an dem Tag cooles macht, was ihr fordert und wofür oder wogegen ihr seid. Schickt es uns auf Facebook oder Instagram oder postet es selbst unter dem Hashtag #nichtaufunseremrücken.

 

Gebt Corona keine Chance! Achtet stets auf Abstand zu Anderen und tragt Mundschutz. Am Besten natürlich einen roten. 

Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken in Nürnberg

 

 

Aufruf 1Mai

Statement zu Spendenzäunen

Um die Spendenzäune in Nürnberg gibt es derzeit- wie in vielen anderen Städten- eine rege Diskussion. Die einen loben die Initiative, engagieren sich für die Zäune und helfen tatkräftig mit diese zu bestücken. Die Anderen melden Bedenken an, bzw. fordern deren Auflösung.

Um welche Bedenken handelt es sich?

  1. Der Infektionsschutz der Wohnungslosen und Bedürftigen ist nicht gesichert.

Es stimmt, dass eine Übertragung des Virus Covid-19 über eine gepackte Tüte nicht ausgeschlossen werden kann. Gleichzeitig gilt dies auch für den normalen Einkauf um Supermarkt. Außerdem haben wir von Anbeginn auf die Hygienestandards beim Tütenpacken hingewiesen (Tüten mit frischen Einweghandschuhen oder desinfizierten Händen packen, keine losen Lebensmittel in die Tüten packen, etc.).
Zynisch finden wir bei dieser Aussage, dass nicht etwa problematisiert wird, dass Wohnungslose auf der Straße oder in Unterkünften, in welchen die hygienischen Bedingungen oft auch nicht gerade die besten sind, schlafen müssen, sondern, dass die vermeintliche Kritik genau da aufploppt, wo Essen an Menschen verteilt wird, die kaum finanzielle Mittel zur Verfügung haben. Wer auf der Straße lebt ist vielen Gefahren ausgesetzt: Hassattacken von Rechten, Kälte, Dreck, Hunger, emotionaler Zermürbung, staatlicher Schikane und Abwertung von Passant*innen. Diese Gefahren werden in unserer Gesellschaft jedoch toleriert und normalisiert- und gerade beim Spendenzaun steigt die Sorge um die Betroffenen?

  1. Durch die Zäune wird Ungeziefer angezogen

Natürlich bedarf ein Spendenzaun einer gewissen Kontrolle. Damit ist gemeint, dass regelmäßig kontrolliert wird ob Essensreste übrig geblieben sind um diese entsorgen zu können. Soweit wir die Situation überblicken können werden die Spendenzäune in Nürnberg von den unterschiedlichsten Gruppen und Initiativen in diesem Sinne betreut.

  1. Die Anwohner*innen im Umfeld eines Spendenzaunes haben sich beschwert

Die in Deutschland sehr ernst genommene Lobby der sich-beschwerenden-Anwohner*innen hat schon einiges erreicht. Bars und Clubs wurden wegen ihnen geschlossen oder mit absurden Auflagen belegt, öffentliche Plätze zur Gefahrenzone erklärt um willkürliche Polizeikontrollen zu erleichtern und nun sollen Wohnungslose aus dem öffentlichen Raum vertrieben werden. Viele wollen Leid und Armut nicht sehen, erst recht nicht vor der eigenen Haustüre. Das Bedürfnis von Menschen, die es bei der Ausgangsbeschränkung ohne eigene Wohnung immer schwieriger haben an einem Ort zu sein werten wir eindeutig schwerwiegender als das falsche Bedürfnis von deren Armut nicht konfrontiert sein zu wollen.

  1. Es gibt staatliche und nicht-staatliche Einrichtungen, welche nach wie vor geöffnet haben, diese haben die bessere Expertise im Umgang mit der Not von Wohnungslosen und/ oder Bedürftigen

Dieser Punkt ist uns wichtig: es gibt in Nürnberg viele tolle Einrichtungen, in denen auch Menschen arbeiten, die sich tagtäglich und schon seit Ewigkeiten für Wohnungslose und Bedürftige einsetzen. An diese Organisationen zu spenden, macht ebensoviel Sinn wie Tüten an den Spendenzaun zu hängen. Diese Menschen machen die widerwärtige Kälte der kapitalistischen Gesellschaft wenigstens etwas erträglicher. Gleichzeitig stoßen auch sie immer wieder an bürokratische, rechtliche oder wirtschaftliche Grenzen und wollen meist viel mehr erreichen, als die institutionellen Rahmenbedingungen hergeben. Frauen* haben es in diesen Einrichtungen meist noch schwerer, ihnen ist der Zugang zu ihnen häufig faktisch erschwert. Die Spendenzäune sind keine Konkurrenz zu diesen Einrichtungen, sie sind eine sehr niedrigschwellige Ergänzung und als diese sollten sie auch wahrgenommen werden. Denn die Erfahrung von allen Spendenzaunbetreiber*innen in Nürnberg zeigt- und das ist unser wichtigstes Argument-: die Tüten gehen weg wie warme Semmeln, viele sind bereits Minuten nach dem aufhängen bereits in Anspruch genommen worden. Dies zeigt, dass eine Versorgungslücke besteht und die Arbeit nicht umsonst ist. Besonders deutlich wird das im Übrigen, wenn man mit den Betroffenen selbst ins Gespräch kommt.

Wir wollen die Spendenzäune- trotz Gegenwind- aufrechterhalten. Menschen ohne Wohnung, Menschen in großer Armut haben zur Zeit noch weniger Chancen Geld zu verdienen. Beispielsweise sind aufgrund der Ausgangseinschränkung weniger Passant*innen unterwegs, was das Betteln oder Schnorren erschwert. Auch Pfandflaschen lassen sich in geschlossenen Parks nicht finden. Die Klassengesellschaft war schon immer brutal und erbarmungslos zu denen, die am meisten Pech hatten, jedoch verschärft sich dies in der Krise. Dieser kleine Versuch dem Elend wenigstens ein bisschen entgegenzuwirken soll gerade im Keim erstickt werden. Das ist falsch und dagegen sprechen wir uns aus.
Bleibt solidarisch!
Geht weiterhin zu den Zäunen und bestückt sie.

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Nicht nur Zeichen, sondern Konsequenzen und Veränderung!

Liebe Freund*innen, liebe Genoss*innen,

 Heute um 18 Uhr soll die Aktion „Musiker*innen für Deutschland“ stattfinden. Es soll „ein gemeinsames Zeichen gesetzt werden“. Wir wollen keine Zeichen, sondern Veränderung und ernsthafte Konsequenzen. Dazu müssen sozialistische Positionen Menschen erreichen.

Wir rufen deshalb dazu auf:

 – Nutzt die Gelegenheit für eine breite Öffentlichkeit!

 -Nutzt Megafone oder einfach eure lauten Stimmen, um Forderungen in die Straßen zu schreien. Forderungen findet ihr zum Beispiel hier: http://www.falken-nuernberg.de/?p=2643

 – Baut heute eure Stereo-Anlagen an euren Fenstern auf und beschallt um 18.05 Uhr (bzw. nach Ende der Musik) die Nachbarschaft mit folgendem Radiobeitrag (nur die Forderungen: ab Minute 07:50): https://radiocorax.de/weder-staythefuckhome-noch-fuckstayinghome/?fbclid=IwAR2s7u_Et7px-aPEv40O2yy_fwo4F0oXQHdJBz1vmPsAkuV1rdlJxa5zJn0

 Denkt immer daran: Krisen sind Scheidepunkte der Geschichte – selbstverständlich müssen wir Sozialist*innen da die Oberhand gewinnen, sonst droht die Barbarei. Lasst uns die Gelegenheit ergreifen, ein solidarisches Zusammenleben zu erstreiten.

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#leaveNoOneBehind

Der Coronavirus trifft diejenigen besonders hart, die es ohnehin nicht leicht haben. Hierzu haben wir Nürnberger Falken uns in den letzen Tagen oft geäußert und erste Forderungen und Lösungsvorschläge entwickelt. Wir sprachen von Obdachlosen, Menschen mit Depressionen in der Einsamkeit, Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, Menschen, die von ihrer täglichen Arbeitskraft leben, Älteren und Vorerkrankten und Geflüchteten. Jetzt ist der Coronavirus auch auf den griechischen Inseln angekommen, wo mehrere 10.000 Menschen in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern leben müssen – ohne Möglichkeiten zur Hygiene und medizinischen Betreuung. Unter dem Hashtag #LeaveNoOneBehind setzen wir uns dafür ein, dass diese katastrophalen Zustände möglichst sofort beendet werden. Deshalb haben wir eine Postkartenaktion an Bundestagsabgeordnete gestartet. Mach mit! Ob mit Kindern oder ohne, bastel auch Postkarten, schreibe deine Forderungen drauf und verschicke sie per Post und/oder Mail. Anleitung und Hilfen findest du auf dieser Seite. Unterschreibe auch die Petition die weiter unten verlinkt ist!

Postkarten

 

Wir unterstützen die Forderungen der Kampagne #LeaveNoOneBehind und bitten dich, diese Petition zu unterschreiben.

Wir fordern jetzt von EU-Kommission und den EU-Regierungen:

  • Evakuierung der überfüllten Flüchtlingslager und Unterbringung an Orten, in denen sie vor dem Virus geschützt sind. Wir haben Platz für Menschlichkeit.
  • notwendige Quarantäne- und Schutzmaßnahmen vor Corona sollten überall umgesetzt werden, um eine exponentielle Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch in Flüchtlingslagern.
  • Zugang zu medizinischer Versorgung für Obdachlose, Geflüchtete und alle anderen so gut es geht
  • humanitäre und finanzielle Unterstützung der besonders betroffenen Gebiete, insbesondere Griechenland, durch eine europäische Kraftanstrengung
  • Zugang zu Asylverfahren und Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit – besonders in Krisenzeiten

Neueröffnung Falkenbüro und Gruppenraum Maxfeld

Aus Gründen (Generalsanierung des Karl-Bröger-Zentrum) mussten wir Falken zum Oktober letzten Jahres nach 75 Jahren aus unserem sehr geliebten Büro im KBZ ausziehen, damit dort in den nächsten drei Jahren alles „neu und besser“ gemacht werden kann. „ Es war seit Jahrzehnten ein lebendiges Büro, in dem wichtige politische und pädagogische Arbeit stattfand – Gruppenstunden, Gremiensitzungen, Plena, Bündnis- und Basteltreffen“, so unser Vorsitzender Nico in seiner Ansprache an die anwesenden Gäste.

In ihrer Rede gingen Leonie und Nico vom Vorstand des Unterbezirks auch darauf ein, dass wir zuletzt 1933 aus dem Gebäude raus mussten – damals alles andere als freiwillig und ohne Gewissheit, jemals wieder zurück zu kommen. „Die Faschisten überfielen das Haus unter der Leitung Julius Streichers vertrieben uns und alle anderen aus dem Haus und haben unsere Organisation verboten“, so Leonie. „In ungefähr drei Jahren wollen wir wieder zurück in unser Büro im KBZ ziehen und werden nicht zulassen, das Faschisten und Nazis jemals wieder auch nur einen Schritt in dieses Haus machen!“ ergänzte Nico mit Blick auf die Geschichte und die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen.

Stilecht wurden die Gläser mit Marx-Sekt aus Trier erhoben. 😉

Das wir Falken als mit einer der ersten Jugendverbände heute wieder ins Visier der Faschisten geraten, liegt natürlich nicht zu letzt an unserer Kinder- und Jugendarbeit. Eine  inklusive, weltoffene, geschlechtersensible, heterogene und feministische Kinder- und Jugendarbeit, ist radikal konservativen wie rassistischen und menschenfeindlichen Parteien und Gruppierungen seit jeher ein Dorn im Auge – sie wünschen sich erneut die Gleichschaltung nach ihren Vorstellungen.

Bis zu unserem erneuten Umzug ins KBZ haben wir jetzt in der Gleißbühlstraße 7 jedenfalls sehr schöne Räumlichkeiten für unsere Gruppenarbeit und unsere drei BüromitarbeiterInnen gefunden. Darüber waren sich an dem Abend auch die vielen anwesenden Alt-Falken, Aktive aus den Ringen sowie Gäste aus Politik, Stadtgesellschaft und der (verbandlichen) Kinder- und Jugendarbeit einig.

Lecker Mampf: Selbst gemachte „Russische Eier“ und super leckeres (auch veganes) Backwerk von Ertel’s Backstube am Willy-Prölß-Platz.

Insbesondere dem Bezirksjugendring Mittelfranken wurde vom Vorstand für komplikationslose und super Zusammenarbeit gedankt, mit dem wir für unsere Zeit hier in der Gleißbühlstraße eine tolle Bürogemeinschaft haben: Damit diese wieder ihren großen Besprechungsraum auch als solchen nutzen können, sitzen drei KollegInnen für die nächste Zeit in ihrem eigenen Büro mit bei uns – die sonst verschlossene Durchgangstür zu den NachbarInnen hat damit auch einen Sinn bekommen.

Wir danken allen Gästen für den schönen Abend, die wertvollen und guten Gespräche, den Spaß beim Kneipenquiz und freuen uns auf die anstehenden Herausforderungen in den neuen Räumen!

Freundschaft!

SJD – Die Falken, UB Nürnberg

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Werde Helfer*in am Falken-Zeltlager in England

Liebe Freund*innen der Falken, liebe Genoss*innen,

wir Falken sind ein sozialistischer Kinder- und Jugendverband. Wir sind parteiunabhängig, aber nicht unparteiisch. Wir kämpfen, wir diskutieren, wir denken nach und lachen nicht zu knapp, aber es ist uns verdammt ernst!

KINDER UND JUGENDLICHE AN DIE MACHT!

Wie jedes Jahr veranstalten wir Falken auch 2020 unser sozialistisches Kinder- und Jugendzeltlager. Dieses Jahr gehts nach England zum IFM-Camp, wo wir Falken aus aller Welt kennenlernen werden.

Falkenzeltlager sind nicht einfach Dienstleistungsangebote für Kinder und Jugendliche und deren Eltern, die sich freuen, dass die Kinder verräumt sind. Bei unseren Zeltlagern soll Platz dafür sein, dass Kinder und Jugendliche ihre alltäglichen Probleme ausdrücken können und dabei gehört werden. Die Wut und Trauer und auch das Gefühl der Ohnmacht, dass die Einzelnen angesichts der herrschenden Verhältnisse verständlicherweise haben, dürfen und sollen artikuliert werden. Damit wir daran was ändern können und nicht bei dem Gefühl der Vereinzelung stehen bleiben, gibt es die Gruppe. In unseren Zeltlagern organisieren wir uns in Kinder- und Jugendgruppen. Lernprozesse sind kollektive Prozesse. Und damit es nicht dabei stehen bleibt, dass nur Gefühle ausgedrückt werden, gibt es die Helfer*innen. Sie unterstützen die Kinder und Jugendlichen dabei, Antworten auf ihre Fragen zu finden und ihre Wut in Kritik zu verwandeln. Helfer*innen sind keine Erzieher*innen. Helfer*innen nehmen Kinder und Jugendliche radikal ernst. Helfer*innen stehen parteiisch auf der Seite ihrer Gruppe, sie sind Teil der Gruppe. Den Wissens- und Erfahrungsvorsprung in manchen Dingen und die damit verbundene „natürliche Hierarchie“ bauen Helfer*innen ab, indem sie Wissen und Erfahrung mit der Gruppe teilen. Die Aufgabe von Helfer*innen ist es, in alltäglichen und auch nicht so alltäglichen Situationen den Weg der Solidarität als den richtigen anzubieten. Solidarität ist dabei nicht ein Wert, den wir predigen wie Lehrer in der Schule oder Pfarrer in der Kirche. Solidarität gilt es, zu erleben. Solidarität überzeugt erst dann richtig, wenn man merkt, dass man im solidarischen Zusammenhang besser, sicherer, freier und entspannter lebt. Dieses Erleben soll auf unseren Zeltlagern stattfinden.

Alle Macht den Kinder- und Jugend-Räten!

Wirkliche Partizipation und Selbst- und Mitbestimmung sind uns sehr wichtig. Damit das auch tatsächlich geschieht, ist unser Zeltlager in Räten organisiert, getreu dem Motto: „Alle Macht den Sowjets!“ Das heißt: Am Zeltlager bestimmen nicht einige Wenige und auch nicht einfach die Erwachsenen, sondern der Lagerrat, in dem die Kinder und Jugendlichen eine Mehrheit haben.

Und jetzt kommst du!

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Helfer*innen! Hast du Lust bekommen, mit uns mitzufahren? Willst du mal reinschnuppern? Willst du noch weitere Infos? Oder kennst du jemanden, der oder die dringend Helfer*in werden sollte?

Dann melde dich unter buero@falken-nuernberg.de oder ruf in unserem Büro an unter 0911-443709.

Was wir dir bieten:

– Eine supergeile Zeit in England mit internationalen Genoss*innen

– Eine mehrteilige Helfer*innenschulung, in der wir dich mit den Grundlagen sozialistischer Erziehung und der Falkenpädagogik vertraut machen und diese auch konkret üben und dich so auch auf unser Zeltlager vorbereiten. Die Teilnahme an diesen Schulungen ist Voraussetzung, um als Helfer*in mitzukommen.

– Erfahrungen in der theoretischen und praktischen politischen Auseinandersetzung mit Kinder und Jugendlichen: das hilft ungemein, Szenejargon oder universitäres Gequatsche zu verlernen und dafür zu lernen, wie man junge und ältere Menschen mit linker Kritik erreicht.

– Die Möglichkeit, das einzubringen, was du gut kannst: du kannst gut jonglieren? Du hast einen spannenden Workshop vorbereitet? Du willst unbedingt mal ein bestimmtes Thema diskutieren? Du kannst dich bei uns einbringen.

– Bei Bedarf für Arbeit, Studium oder sonstiges: eine Praktikumsbescheinigung

– Bei Bedarf: die Ausbildung zum*zur Jugendleiter*in – du erhältst die JuLeiCa

– Bei Bedarf: Unterstützung bei Gesprächen mit Arbeitgebern – in Bayern gibt es leider keinen rechtlichen Anspruch auf Bildungsurlaub (Bildungsfreistellung), wir helfen aber dabei, dem Chef diesen trotzdem aus den Rippen zu leiern.

Wir freuen uns auf dich!

Mail: buero@falken-nuernberg.de

Tel.: 0911-443709

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