„…dass Auschwitz nie wieder sei!“

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Heute, am 27. Januar, dem 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, haben wir eine Kundgebung am Hallplatz veranstaltet.Kundgebung_Befreiung (5 von 5)

Wir widmeten dort das Vertriebenendenkmal den wirklichen Opfern des Nationalsozialismus um und verteilten Flugblätter an die Passant*innen.

Wir kritisierten die Hervorhebung von deutschen „Opfern“ des Zweiten Weltkriegs bei gleichzeitiger Verbannung des Gedenkens an die wirklichen Opfergruppen aus dem Nürnberger Stadtbild.
Wir können und wollen nicht akzeptieren, dass in Nürnberg – der Stadt der Reichsparteitage – den wirklichen Opfern des Nationalsozialismus ein Stein zwischen Parkplatz und Hundewiese am Ende der Stadt gewidmet wird. Gleichzeitig findet sich am zentralen Hallplatz ein Gedenkmonstrum, das die deutschen Opfer betonen soll. Doch die Deutschen waren in erster Linie Täter und Täterinnen. Sie als Opfer des Zweiten Weltkriegs zu inszenieren, ist nichts Anderes als Geschichtsrevisionismus.
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Unseren Redebeitrag kannst du hier lesen.

„…dass Auschwitz nie wieder sei!“

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27. Januar – 16 Uhr – Hallplatz

Gemeinsam mit unseren Genoss*innen von Solid‘ Nürnberg/Fürth veranstalten wir am Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz eine Kundgebung am Nürnberger Hallplatz.

Die Shoah und die industrielle Massenvernichtung von Menschen in den deutschen Vernichtungslagern war kein historischer Unfall, keine Tat von einer kleinen Gruppe, sondern eine kollektive Tat der deutschen Volksgemeinschaft. Mit dem zentralen Vertriebenenmahnmal am Nürnberger Hallplatz werden die TäterInnen glorifiziert und deren Opfer verhöhnt. Aufgearbeitet ist die deutsche Vergangenheit nur dann, wenn deren Ursachen beseitigt sind. So lange aber immer noch eine Verdrehung von TäterInnen und Opfern stattfindet, kann von einer Aufarbeitung keine Rede sein.
Wir wollen einen ersten Schritt machen, auch wenn er nur symbolisch ist. Wir widmen dieses Mahnmal denjenigen, denen es zusteht. Eben nicht den deutschen TäterInnen, sondern deren Opfern.

Hier findet ihr den Flyer, den wir vor Ort verteilen.