{"id":699,"date":"2014-07-13T19:57:25","date_gmt":"2014-07-13T17:57:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falken-nuernberg.de\/?p=699"},"modified":"2014-07-13T19:59:40","modified_gmt":"2014-07-13T17:59:40","slug":"support-refugees","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/?p=699","title":{"rendered":"Support refugees!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/10524607_859412810740024_7756128849624704270_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-700\" src=\"http:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/10524607_859412810740024_7756128849624704270_n.jpg\" alt=\"10524607_859412810740024_7756128849624704270_n\" width=\"960\" height=\"720\" srcset=\"https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/10524607_859412810740024_7756128849624704270_n.jpg 960w, https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/10524607_859412810740024_7756128849624704270_n-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/10524607_859412810740024_7756128849624704270_n-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem 5. Mai protestieren <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/strikenuernberg?fref=photo\">Fl\u00fcchtlinge am Hallplatz in N\u00fcrnberg<\/a> gegen unmenschliche Lebensbedingungen, in die die Asylsuchenden gezwungen werden. Konkret fordern sie Bewegungsfreiheit in Deutschland statt Residenzpflicht, freie Wahl des Wohnortes statt Lagerpflicht, eine Bearbeitung ihrer Asylantr\u00e4ge und ein Ende von Abschiebungen. Mit ihren Forderungen wandten sie sich vor Allem an das Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge, den OB Maly und die Stadt N\u00fcrnberg, in der sie mehrheitlich untergebracht sind.<br \/>\nDiese zeichneten sich leider jedoch nur durch Ignoranz und peinliche Respektlosigkeit gegen\u00fcber den Fl\u00fcchtlingen und ihren Forderungen aus. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen besetzten die Fl\u00fcchtlinge im Anschluss an eine Demonstration den Innenhof des Bundesamtes f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge. Der Pr\u00e4sident des BAMF redete allerdings daraufhin nur von \u201einstrumentalisierten Fl\u00fcchtlingen\u201c und versuchte so den K\u00e4mpfenden ihren selbstbestimmten Protest abzusprechen. In einer morgendlichen Polizeiaktion wurde die Besetzung von der Polizei ger\u00e4umt.<br \/>\nDies veranlasste die Fl\u00fcchtlinge einen Schritt weiter zu gehen. Sie beschlossen, am 5. Juli in den Hungerstreik zu treten. Drei Tage sp\u00e4ter weiteten sie diesen auf einen trockenen Hungerstreik aus, das hei\u00dft sie nahmen auch keine Fl\u00fcssigkeit mehr zu sich.<br \/>\nDamit erk\u00e4mpften die Fl\u00fcchtlinge sich endlich ein bisschen mehr Geh\u00f6r bei der Presse und obwohl BAMF-Pr\u00e4sident Schmidt zun\u00e4chst noch behauptete, sich davon \u201enicht erpressen zu lassen\u201c, \u00fcbermittelten OB Maly und Schmidt den Fl\u00fcchtlingen einen \u201eVertrag\u201c, der die Beendigung des Hungerstreiks als Bedingung f\u00fcr gemeinsame Gespr\u00e4che am 12. Juli beinhaltete. Offensichtlich sollten in der \u201eStadt der Menschenrechte\u201c \u00e4hnlich h\u00e4ssliche Bilder wie die vom Rindermarkt in M\u00fcnchen 2013 vermieden werden. Somit hatten die Fl\u00fcchtlinge es geschafft, Schmidt und Maly hinter ihren Schreibtischen hervorzuholen und zum Gespr\u00e4ch zu bewegen.<br \/>\nDie Hoffnungen, die die Fl\u00fcchtlinge in das Gespr\u00e4ch setzten, wurden am 12. Juli jedoch zerschlagen. Maly und Schmidt beschr\u00e4nkten sich darauf, den Fl\u00fcchtlingen nochmal die Asylgesetze, gegen die sie doch protestieren, zu erkl\u00e4ren, sich hinter gesetzlichen Zw\u00e4ngen zu verstecken und ihnen den mehr als \u00fcberfl\u00fcssigen Tipp zu geben, sich doch an den Bayerischen Fl\u00fcchtlingsrat zu wenden. Zugest\u00e4ndnisse gab es nicht. Keine der Forderungen wurde nur im Ansatz erf\u00fcllt. Deshalb, so waren sich die Protestierenden einig, wird und muss der Kampf weitergehen.<br \/>\nWir \u2013 die Sozialistische Jugend-Die Falken in N\u00fcrnberg \u2013 kritisieren Malys \u201eGespr\u00e4che\u201c als strategisches Mittel, das offensichtlich einzig zum Ziel hatte, negative Presse durch den Hungerstreik zu vermeiden und das die Personen mit ihren Forderungen nicht ernst zu nehmen schien. Die vermeintlichen Perspektiven die Maly aufzeigte \u2013 beispielsweise die Beantragung des Passes des Herkunftslandes \u2013 sind keine Perspektiven, sondern k\u00f6nnen nur als Farce bewertet werden.\u00a0 Ein genehmigter Pass des Herkunftslandes bedeutet leider meistens nur Vorbereitung zur Abschiebung in die L\u00e4nder, aus denen die Menschen aus gr\u00f6\u00dfter Not geflohen sind. Die einzige Perspektive f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge kann also nur das Bleiberecht sein.<br \/>\nMaly und Schmidt haben die Zeichen der Zeit der nicht erkannt. Die Fl\u00fcchtlingsproteste zielen nicht auf zeitlich begrenzte und riskante Individuall\u00f6sungen ab, sie sind zu einer Bewegung geworden, die zahlreiche Unterst\u00fctzer*innen findet und die ihr Recht auf ein sicheres, freies und selbstbestimmtes Leben einfordert. Wir Falken lehnen Nationen und ihre Grenzen ab, wir stehen ein f\u00fcr die bedingungslose Bewegungsfreiheit aller Menschen. Menschen begeben sich nicht aus Spa\u00df auf die Flucht, sondern sind in ihren Herkunftsl\u00e4ndern akut bedroht. Dies gilt es endlich anzuerkennen und die Gefl\u00fcchteten dabei zu unterst\u00fctzen hier ein neues Leben in Sicherheit aufzubauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Deswegen solidarisieren wir uns als Sozialistische Jugend &#8211; die Falken in N\u00fcrnberg vorbehaltlos mit den Forderungen der Fl\u00fcchtlinge am Hallplatz und rufen dazu auf ihren Protest mit allen Mitteln zu unterst\u00fctzen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem 5. Mai protestieren Fl\u00fcchtlinge am Hallplatz in N\u00fcrnberg gegen unmenschliche Lebensbedingungen, in die die Asylsuchenden gezwungen werden. 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