{"id":1855,"date":"2017-09-10T22:22:48","date_gmt":"2017-09-10T20:22:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falken-nuernberg.de\/?p=1855"},"modified":"2017-11-24T14:25:04","modified_gmt":"2017-11-24T12:25:04","slug":"vortragsreihe-no-hope-antifeminismus-islamismus-nationalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/?p=1855","title":{"rendered":"Vortragsreihe NO HOPE \/\/ Antifeminismus \/\/ Islamismus \/\/ Nationalismus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/veranstaltungsreihe.png\" rel=\"attachment wp-att-1856\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1856\" src=\"http:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/veranstaltungsreihe.png\" alt=\"veranstaltungsreihe\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/veranstaltungsreihe.png 1920w, https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/veranstaltungsreihe-300x169.png 300w, https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/veranstaltungsreihe-768x432.png 768w, https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/veranstaltungsreihe-1024x576.png 1024w, https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/veranstaltungsreihe-500x281.png 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Obama-Hype und das damit verbundene Trugbild der &#8222;Hope&#8220; ist l\u00e4ngst vergessen. Hoffnung ist l\u00e4ngst ersetzt durch ein resigniertes Hinnehmen des Wahnsinns der Welt oder aber durch die obsessive Hingabe ans irrationale Kollektiv. Wir fragen uns, weshalb es keine Hoffnung zu geben scheint oder was uns \u00fcberhaupt daran hindert, noch Hoffnung in die &#8222;bessere Welt&#8220; zu setzen.<br \/>\nFakt ist: es gibt einen globalen Rechtsruck in Form von Faschismus und Islamismus. Gesellschaftliche Umw\u00e4lzungen weisen meist regressive Tendenzen auf und basieren auf falschen Utopien. Ideologie scheint f\u00fcr Viele eine Hoffnung zu sein, steht aber einer emanzipierten und befreiten Gesellschaft entgegen.<br \/>\nDie aktuellen Geschehnisse der Welt lassen uns oft ratlos dreinblicken und werfen einige Fragen auf, die wir in dieser Veranstaltungsreihe diskutieren wollen: Wie h\u00e4ngen Antifeminismus, Islamismus und Rechtsextremismus zusammen? Wie kommen Menschen auf die Idee, so etwas gut zu finden, gar eifrig zu rufen \u201eweiter so\u201c?<br \/>\nWir wollen uns diesen Fragen beantworten, um diese Gesellschaftsform und ihre ideologischen Symptome zu begreifen, zu kritisieren und abzuschaffen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie fast unl\u00f6sbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.\u201d (Adorno: Minima Moralia)<\/p><\/blockquote>\n<p>Alle Vortr\u00e4ge beginnen um 20 Uhr und sind kostenfrei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>20.10. Eine Welt voll Untertanen. Ein \u00dcberblick \u00fcber die Theorie des autorit\u00e4ren Charakters<\/h2>\n<h3>Falkenturm, Frauentormauer 3<\/h3>\n<p>Weltweit befinden sich autorit\u00e4re Bewegungen auf dem Vormarsch; ob Islamismus, autokratische Staatsm\u00e4nner oder sog. \u201erechtspopulistische\u201c Parteien. Liberale, Linke und Wissenschaft stehen diesem Ansturm hilflos gegen\u00fcber und fragen sich, wie sich diese erschreckenden Entwicklungen erkl\u00e4ren lassen. Ihre altgedienten Gegenstrategien, wie Aufkl\u00e4rung, Skandalisierung oder Bildung laufen angesichts von Faktenresistenz und Verschw\u00f6rungswahn ins Leere. Hier k\u00f6nnte ein R\u00fcckblick auf die Theorie der autorit\u00e4ren Charakterstruktur, wie sie in erster Linie von der Kritischen Theorie erarbeitet wurde, hilfreich sein. Von Wissenschaft und Medien als \u201el\u00e4ngst widerlegt und veraltet\u201c ad acta gelegt, bietet dieser Ansatz die M\u00f6glichkeit den grassierenden Wahnsinn auf psychologischer und materialistischer Grundlage zu verstehen. Der Vortrag will einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber das Konzept der autorit\u00e4ren Pers\u00f6nlichkeiten bieten und eine Diskussion \u00fcber deren Aktualit\u00e4t ansto\u00dfen.<br \/>\nEs spricht <em>Jens Benicke<\/em>, von dem 2016 die 2. \u00fcberarbeitete Auflage von \u201eAutorit\u00e4t und Charakter\u201c bei Springer VS erschienen ist<\/p>\n<hr \/>\n<h2>27.10. Die Arbeiter und ihr Vaterland<\/h2>\n<h3>Falkenturm, Frauentormauer 3<\/h3>\n<blockquote><p>\u201eDie Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Warum scheitern Linke im Allgemeinen und linke Bewegungen im Besonderen immer wieder daran, die Affinit\u00e4t der Ausgebeuteten f\u00fcr nationalistische Programme zu bek\u00e4mpfen und warum ist trotz diverser historischer Erfahrungen mit den m\u00f6glichen m\u00f6rderischen Ausw\u00fcchsen radikaler nationalistischer Politik das Problem des Nationalismus nicht aus der Welt? Und warum hat besonders das Proletariat oft ein Problem sich von den Heilsversprechen der Nation zu l\u00f6sen?<br \/>\n<em>Michael Dehmlow<\/em> ist Mitglied bei den Falken Hannover und hat einen gleichnamigen Artikel in dem THeorieUnGeduld-Magazin ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>2.11. Antifeminismus und die extreme Rechte<\/h2>\n<h3>Arsch&amp;Friedrich, Untere Baustra\u00dfe 14<\/h3>\n<blockquote><p>\u201eWir m\u00fcssen unsere M\u00e4nnlichkeit wiederentdecken, denn nur wenn wir unsere M\u00e4nnlichkeit wiederentdecken, werden wir mannhaft und nur wenn wir mannhaft werden, werden wir wehrhaft und wir m\u00fcssen wehrhaft werden, liebe Freunde\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit dieser bedrohlichen und be\u00e4ngstigenden Logik Bj\u00f6rn H\u00f6ckes (AfD) wird der verschobene Krisendiskurs deutlich. Gesellschaftliche, \u00f6konomische, politische Krisen bleiben unangetastet und werden nicht kritisiert, stattdessen werden die Krisenerfahrungen verschoben auf die vermeintliche Bedrohung durch die Frau. Man wettert gegen die \u201eDiktatur der Homolobby\u201c, gegen das Gender-Mainstreaming und fantasiert ein Matriarchat herbei, welches angeblich die M\u00e4nner bzw. die M\u00e4nnlichkeit unterdr\u00fccke.<br \/>\nMit dem GenderKongress fand bislang zweimal ein Event der antifeministischen M\u00e4nnerrechtsbewegung in N\u00fcrnberg statt. Insbesondere die Schwerpunktsetzung der AfD auf antifeministische Positionen zeigt, welchen Stellenwert der Kampf gegen die Emanzipation der Frau in der extremen Rechten einnimmt.<\/p>\n<p>Die beiden <em>Genossinnen von der FeminismusAG der Interventionistischen Linken (IL) N\u00fcrnberg<\/em> werden dar\u00fcber referieren, was die Elemente des Antifeminismus sind und inwieweit er Mobilisierungsfeld f\u00fcr Rechtsextremisten ist und werden konnte.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>15.11. Die Ottos und die Umma. \u00dcber den gar nicht so heimlichen Zusammenhang von Islamismus und antimuslimischem Rassismus<\/h2>\n<h3>Stadtteilzentrum DESI, Br\u00fcckenstra\u00dfe 23<\/h3>\n<p>Die Ottos und die Umma \u00dcber den gar nicht so heimlichen Zusammenhang von Islamismus und antimuslimischem Rassismus Mit den PEGIDA-Demonstrationen und diversen Wahlerfolgen der AfD hat sich in den letzten Jahren in Deutschland eine soziale Bewegung von Rechts formiert. In ihrem Zentrum steht der verschw\u00f6rungstheoretische Hass auf das politische Establishment (Journalist*innen und Politiker*innen) einerseits, die nicht minder wirre Furcht vor \u201edem Islam\u201c auf der anderen Seite. Zeitgleich formiert sich (nicht nur in Deutschland) eine fundamentalistische Str\u00f6mung innerhalb des Islam, die sich ebenfalls \u00fcber einen verschw\u00f6rungstheoretischen Irrationalismus definiert. Wer diese beiden Ph\u00e4nomene vergleicht wird schnell vorstellen, dass es sich in beiden F\u00e4llen um autorit\u00e4re Formierungen handelt, die einander zwar spinnefeind sind, die ihre Ursachen jedoch in den gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnissen haben, die den Menschen im 21. Jahrhundert entgegentreten. \u00dcber die gemeinsamen Ursachen von antimuslimischem Rassismus und Islamismus wollen wir in bei dieser Veranstaltung sprechen.<br \/>\n<em>Julian Bierwirth<\/em> ist Mitglied bei den Falken G\u00f6ttingen und schreibt f\u00fcr Publikationen unseres Verbandes, f\u00fcr die wertkritische Gruppe Krisis, sowie f\u00fcr seinen <a href=\"http:\/\/julibierwirth.wordpress.com\">Blog<\/a>.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>23.11. Warum wir \u00fcber den Islam nicht reden k\u00f6nnen<\/h2>\n<h3>Zentralcaf\u00e9 K4, K\u00f6nigstra\u00dfe 93<\/h3>\n<blockquote><p>\u201eWenn ich sage, die Feindschaft gegen den Islam ist rassistisch, dann sage ich damit implizit, dass der Islam unaufl\u00f6slich verkn\u00fcpft ist mit Menschen etwa aus der T\u00fcrkei oder arabischen L\u00e4ndern, jenen Menschen also, die ich vor Diskriminierung sch\u00fctzen will. Das zementiert den Diskurs der Rechten, statt diese falsche Verkn\u00fcpfung von Herkunft und Religion aufzul\u00f6sen. Das dr\u00fcckt sich auch aus in der plumpen und absurden Reaktion: \u201eDie sind gegen den Islam, dann sind wir f\u00fcr den Islam\u201c.\u201c (Sama Maani)<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie kommt es, dass wir die Ablehnung des Islam als \u201erassistisch\u201c wahrnehmen \u2013 nicht jedoch die Ablehnung des Christentums? Dass wir rassistische Ressentiments gegen T\u00fcrk*innen oder Araber*innen Islamophobie nennen, Ressentiments gegen \u2013 christliche \u2013 Nigerianer*innen aber nicht Christentumophobie? Warum waren die Demonstrant*innen des arabischen Fr\u00fchlings f\u00fcr uns \u2013 in erster Linie \u2013 \u201eMoslems\u201c, die Demonstrant*innen der Occupy-Bewegung aber nicht \u201echristlich\u201c? Warum reden wir, wenn wir vorgeben \u00fcber den Islam zu reden, \u00fcber alles M\u00f6gliche andere (Terrorismus, Migration, Integration) \u2013 nur nicht \u00fcber den Islam?<br \/>\n<em>Sama Maani<\/em> ist Schriftsteller und Psychoanalytiker und kritisiert insbesondere den Kulturrelativismus vieler Linker und Linksliberaler gegen\u00fcber dem Islam.<\/p>\n<p>Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Musikverein statt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Obama-Hype und das damit verbundene Trugbild der &#8222;Hope&#8220; ist l\u00e4ngst vergessen. Hoffnung ist l\u00e4ngst ersetzt durch ein resigniertes Hinnehmen des Wahnsinns der Welt oder aber durch die obsessive Hingabe ans irrationale Kollektiv. 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