{"id":138,"date":"2013-04-16T12:25:33","date_gmt":"2013-04-16T10:25:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/?page_id=138"},"modified":"2019-01-15T23:16:58","modified_gmt":"2019-01-15T21:16:58","slug":"uber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/?page_id=138","title":{"rendered":"\u00dcber uns"},"content":{"rendered":"<div>\n<h1>Unsere Welt ist bunt!<a href=\"http:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1040403.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-344 alignright\" src=\"http:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1040403-300x225.jpg\" alt=\"P1040403\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1040403-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1040403-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.falken-nuernberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1040403-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/h1>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<p>Die Sozialistische Jugend &#8211; Die Falken ist ein Kinder- und Jugendverband mit einer langen Tradition.<\/p>\n<p>Wir organisieren Gruppenarbeit, Zeltlager, Freizeiten, Seminare und Aktionen.<\/p>\n<p>Bei uns verbringen Kinder und Jugendliche ihre Freizeit und machen gemeinsam mit anderen Politik f\u00fcr sich selbst.<\/p>\n<p>In vielen Orten treffen sich Kinder oder Jugendliche jede Woche um zu reden, spielen, basteln, feiern und vieles mehr. In unseren Gruppenstunden setzen wir uns mit den Themen auseinander, die uns interessieren &#8211; zum Beispiel Spielm\u00f6glichkeiten vor Ort, weniger Stress in der Schule, die Zeit des Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>Der absolute H\u00f6hepunkt unseres Jahresprogramms sind die Sommerlager. Falkenzeltlager hei\u00dft zwei oder drei Wochen Spa\u00df mit anderen Kindern und Jugendlichen, Lagerfeuer, Baden, Ausfl\u00fcge, Disco, Sport und Spiel. Falkenzeltlager hei\u00dft vor allem, aktiv den Alltag mitbestimmen, mitreden und mitentscheiden. Aber auch kritisieren: was uns in der Welt nicht passt, dr\u00fccken wir hier aus. Und \u00fcberlegen uns gemeinsam, was eigentlich falsch l\u00e4uft. Und wir planen nat\u00fcrlich, wie wir das Schlechte \u00e4ndern k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<h1>Ein Wochenende mit den Falken:<\/h1>\n<\/div>\n<p>Treffen mit vielen Freundinnen und Freunden aus anderen Orten. Unsere Seminare und Freizeiten f\u00fcr Kinder und Jugendliche stehen jedes Mal unter einem bestimmten Thema. Da wird diskutiert, gelacht, gefeiert und gespielt. Nachher sind alle schlauer. Und das Aufstehen am Montag morgen f\u00e4llt besonders schwer.<\/p>\n<h2>Unser Selbstverst\u00e4ndnis<\/h2>\n<p>Die Sozialistische Jugend Deutschlands &#8211; Die Falken ist ein unabh\u00e4ngiger und selbstorganisierter politischer und p\u00e4dagogischer Kinder- und Jugendverband, unser Zeichen ist der rote Falke, unser Gru\u00df ist &#8222;Freundschaft!&#8220;.<\/p>\n<p>Unser Verband ist Teil der Arbeiterjugendbewegung und aus der Selbstorganisation junger Arbeiterinnen und Arbeiter entstanden. Seit \u00fcber 100 Jahren vertreten bei uns Kinder und Jugendliche ihre Rechte und Interessen selbst und k\u00e4mpfen f\u00fcr eine andere Gesellschaft.<\/p>\n<p>Unser Ziel ist eine Gesellschaft, die auf Freiheit, Gleichheit und Solidarit\u00e4t gr\u00fcndet. Der Kapitalismus hingegen beruht auf der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Deshalb k\u00e4mpfen wir als Teil der internationalen sozialistischen Bewegung gemeinsam mit unseren Partnerin-nen und Partnern f\u00fcr eine andere, eine sozialistische Gesellschaft.<\/p>\n<h2>Die Welt, in der wir leben<\/h2>\n<p>Die Welt, in der wir leben, beruht auf einem gewaltigen Widerspruch: Diejenigen, die mit ihrer Arbeit den gesellschaftlichen Reichtum schaffen, sind im Kapitalismus gerade von diesem Reichtum und von der Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber ihn ausgeschlossen. Weder die Produktionsmittel noch die hergestellten Waren geh\u00f6ren ihnen. Die \u00fcbergro\u00dfe Mehrheit der Menschen ist folglich gezwungen, zur Befriedigung ihrer Bed\u00fcrfnisse ihre Arbeitskraft als Ware zu verkaufen. Als Bezahlung f\u00fcr diese Arbeit erhalten viele Menschen gerade so wenig, wie sie zum \u00dcberleben brauchen, bzw. was sie kollektiv erk\u00e4mpfen k\u00f6nnen. Sie k\u00f6nnen dar\u00fcber hinaus h\u00e4ufig nicht frei entscheiden, was sie gerne arbeiten w\u00fcrden und wie diese Arbeit organisiert sein soll. Dies verhindert die freie Entfaltung ihrer M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><b>Herrschaft und Ausgrenzung<\/b><\/p>\n<p>Die Gesellschaft, in der wir leben, ist gepr\u00e4gt von vielf\u00e4ltigen Herrschaftsstrukturen, die das kapitalistische System produziert und beg\u00fcnstigt. Erscheinungsformen daf\u00fcr sind unter anderem der allt\u00e4gliche Rassismus, die Fremdbestimmung von Kindern und Jugendlichen bei den sie betreffenden Entscheidungen sowie das Patriarchat. Im Patriarchat sind M\u00e4dchen und Frauen strukturell benachteiligt, ihr Anteil an dem weltweiten gesellschaftlichen Reichtum liegt immer noch weit unter ihrem Bev\u00f6lkerungsanteil. Sie sind eher von Armut betroffen und von F\u00fchrungspositionen ausgeschlossen. Die kapitalistische Logik beurteilt den Menschen auf Basis seiner wirtschaftlichen Verwertbarkeit. Diskriminierung geh\u00f6rt dabei zum Alltag des Systems. Menschen werden unter anderem wegen ihrer ethnischen und sozialen Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Sexualit\u00e4t, ihres Alters, ihrer Religion oder ihres Aussehens ausgegrenzt und unterdr\u00fcckt. Dies hindert viele Menschen daran, die grundlegenden Ursachen gesellschaftlicher Probleme im Kapitalismus und den Herrschaftsstrukturen selbst zu suchen. Dar\u00fcber hinaus erleichtert es die Ausbeutung der Betroffenen in allen Lebensbereichen und erschwert die Solidarit\u00e4t untereinander sowie den gemeinsamen Kampf f\u00fcr Ver\u00e4nderung &#8211; sowohl innerhalb einer Gesellschaft als auch zwischen L\u00e4ndern und Regionen weltweit.<\/p>\n<p><b>Krise und Expansion<\/b><\/p>\n<p>Im Kapitalismus wird in starker Konkurrenz das produziert, von dem Gewinn erwartet wird, und nicht das, was von den Menschen ben\u00f6tigt wird. Die kapitalistische Produktionsweise verschuldet einerseits regelm\u00e4\u00dfige Krisen durch \u00dcbers\u00e4ttigung und das Zusammenbrechen von M\u00e4rkten in reichen L\u00e4ndern, die die Produkte nicht mehr kaufen wollen. Andererseits verursacht sie einen chronischen Mangel an Essen und Kleidung sowie humanit\u00e4re Katastrophen und den Tod von Menschen in armen L\u00e4ndern, die die Produkte nicht bezahlen k\u00f6nnen. Auf der Suche nach neuen Profit versprechenden M\u00e4rkten dehnt sich der Kapitalismus immer weiter aus und durchdringt alle Lebensbereiche. Im sich versch\u00e4rfenden Konkurrenzkampf werden wirtschaftliche Ziele auch mit aggressiven politischen und milit\u00e4rischen Mitteln durchgesetzt und nat\u00fcrliche Ressourcen zerst\u00f6rt. Dies hat in der Vergangenheit zu Krieg gef\u00fchrt und kann es auch in der Zukunft wieder.<\/p>\n<p><b>Bildung und gesellschaftliche Stellung<\/b><\/p>\n<p>Auch im Bildungssystem zeigen sich Verwertungslogik und Herrschaftsstrukturen deutlich. Die materiellen Voraussetzungen bestimmen nicht nur die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer gesellschaftlichen Klasse sondern auch den Zugang zu Bildung. Der b\u00fcrgerliche Bildungsbetrieb orientiert sich nicht an den F\u00e4higkeiten und Bed\u00fcrfnissen der Lernenden, im Gegenteil: Das Bildungssystem zielt in erster Linie auf die Verwertbarkeit am Arbeitsmarkt, setzt die Lernenden unter permanenten Leistungsdruck und f\u00f6rdert Obrigkeitsh\u00f6rigkeit sowie die Verinnerlichung von Konkurrenzdenken.<\/p>\n<p><b>Teilhabe und Konsum<\/b><\/p>\n<p>Eine umfassende Ver\u00e4nderung der Gesellschaft durch eine breite Beteiligung der Menschen ist im Kapitalismus weder m\u00f6glich noch gew\u00fcnscht. Die Versprechen einer aktiven und umfassenden demokratischen Mitgestaltung werden ersetzt durch die Rolle der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger als Konsumentinnen und Konsumenten von Entscheidungen, die andere f\u00fcr sie getroffen haben, und von Produkten, die der Befriedigung k\u00fcnstlich erzeugter Bed\u00fcrfnisse dienen. &#8222;Politikverdrossenheit&#8220; und der R\u00fcckzug ins Private sind die Folgen mangelnder Mitbestimmungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><b>Analyse und Ver\u00e4nderung<\/b><\/p>\n<p>Kapitalistische Ausbeutung ist nicht das private Problem einzelner, sondern ein gesellschaftliches Verh\u00e4ltnis. Im Bewusstsein vieler wird der Kapitalismus als unumst\u00f6\u00dflich und als unver\u00e4nderlicher Sachzwang hingenommen. Dass der Kapitalismus aber weder die beste Gesellschaftsform noch das Ende der Geschichte ist, zeigt sich in seiner Analyse. Die massiven \u00f6konomischen, \u00f6kologischen und sozialen Konflikte unserer Zeit sind dabei keine zu behebenden Sch\u00f6nheitsfehler des kapitalistischen Systems, sie sind seine logische Konsequenz. Die Aufhebung der Ausbeutung und die Ver\u00e4nderung der bestehenden Verh\u00e4ltnisse sind m\u00f6glich, k\u00f6nnen aber nur als gesellschaftlicher Prozess vollzogen werden, der solidarisch und international zugleich ist.<\/p>\n<h2>Die Welt, f\u00fcr die wir k\u00e4mpfen<\/h2>\n<p>Unsere Utopie erw\u00e4chst aus der Kritik der bestehenden Verh\u00e4ltnisse. Sie ist dabei konkretes Fortschreiten wie Zukunftsvorstellung gleicherma\u00dfen. Das Ziel ist eine sozialistische Gesellschaft, in der wir f\u00fcr unsere eigene Zukunft und zum Nutzen der Menschheit arbeiten und in der das gesellschaftliche Leben zur gemeinsamen Aufgabe aller wird. Die \u00dcberwindung des Kapitalismus und die Aufhebung von autorit\u00e4ren Herrschaftsformen bedeuten das Ende der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.<\/p>\n<p>Die Vielfalt der Lebensentw\u00fcrfe ist Bestandteil der Gemeinschaft, die sich durch Freiheit, Gleichheit und Solidarit\u00e4t auszeichnet. Gleichmacherei und Zwang haben hier keinen Platz. Ziel des Sozialismus bleibt die Befreiung des Menschen durch die M\u00fcndigkeit einer und eines jeden in der Gemeinschaft.<\/p>\n<p><b>Freiheit, Gleichheit, Solidarit\u00e4t<\/b><\/p>\n<p>In unserer Vorstellung einer befreiten Gesellschaft haben die Menschen die kapitalistische Verwertungslogik im Denken und Handeln durchbrochen. Sie \u00fcbernehmen f\u00fcr sich und ihre Umwelt bewusst die Verantwortung. Dieses Verantwortungsgef\u00fchl muss gemeinsam gelernt werden. Sozialistische Erziehung und Bildung sowie die Reflexion dar\u00fcber sind die Grundlage hierf\u00fcr. Dieser Sozialismus ist keine Tr\u00e4umerei, sondern bereits Teil des allt\u00e4glichen Erlebens bei der Sozialistischen Jugend Deutschlands &#8211; Die Falken.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns hei\u00dft Freiheit die Befreiung von gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen. Gleichheit ist die Anerkennung aller Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit. Individuelle Unterschiede f\u00fchren nicht zu Ausgrenzung, Gewalt und Benachteiligung in der Gesellschaft. Solidarit\u00e4t ist die Verantwortung einer jeden Person f\u00fcr die anderen und die Gemeinschaft sowie die Verantwortung der Gemeinschaft f\u00fcr die Individuen. Diese Grundbegriffe bedingen einander und m\u00fcssen im Handeln mit Leben gef\u00fcllt und weiterentwickelt werden.<\/p>\n<p><b>Nachhaltigkeit und Profit<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr die Verwirklichung unserer Utopie einer sozialistischen Gesellschaft m\u00fcssen gerechte materielle Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das beinhaltet eine planvolle, bed\u00fcrfnisorientierte, \u00f6kologisch und wirtschaftlich nachhaltige Produktionsweise. Dies setzt die gesellschaftliche Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber die Produktionsmittel und die Ressourcen voraus. Wirtschaften ist im Sozialismus nicht mehr Selbstzweck und Ausbeutung von Mensch und Natur, sondern Befriedigung individueller und gesellschaftlicher Bed\u00fcrfnisse gleicherma\u00dfen. Arbeit, Lernen und Leben sind demokratisch organisiert.<\/p>\n<h2>P\u00e4dagogik und Politik &#8211; Gemeinsam f\u00fcr den Sozialismus<\/h2>\n<p>Wir verstehen uns als Bildungs- und Erziehungsverband von jungen Menschen f\u00fcr junge Menschen. Demokratie, Partizipation und Selbstorganisation sind dabei grundlegende Prinzipien unserer Arbeit. Bei uns k\u00f6nnen sich junge Menschen ohne Zwang mit ihrer Umwelt und ihren Lebensumst\u00e4nden auseinandersetzen und Ideen f\u00fcr eine bessere Welt erarbeiten. Unser Ziel ist, dass dies selbstbestimmt, gleichberechtigt und unabh\u00e4ngig von Alter, zugeschriebenem Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Bildungsstand, finanziellen M\u00f6glichkeiten und in gleichberechtigter Art und Weise geschieht.<\/p>\n<p>Wir begreifen die Gruppe als Fundament unserer Verbandspraxis. Selbermachen und Selbsterfahrung k\u00f6nnen Kinder und Jugendliche bef\u00e4higen die Gesellschaft und bestehende Herrschaftsverh\u00e4ltnisse zu begreifen. So k\u00f6nnen die Widerspr\u00fcche der kapitalistischen Logik und ihre gleichzeitige Durchbrechung durch die sozialistische Praxis erlebbar werden.<\/p>\n<p>Unsere Aufgabe sehen wir unter anderem in der Analyse und Kritik der Missst\u00e4nde in unserer Gesellschaft und der Diskussion von M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung und \u00dcberwindung der bestehenden Verh\u00e4ltnisse sowie deren Umsetzung. Wir wollen diese Welt ver\u00e4ndern und eine Zukunft aufbauen, in der nicht mehr der Profit sondern der Mensch z\u00e4hlt.<\/p>\n<p><b>Freir\u00e4ume und Selbstorganisation<\/b><\/p>\n<p>Erst Freir\u00e4ume wie Gruppenstunden, Seminare, internationale Begegnungen, Zeltlager und viele offene Angebote erm\u00f6glichen Selbstverwirklichung durch Vorwegnahme und aktives Ausprobieren von alternativen Lebensweisen innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft. Autorit\u00e4ren Herrschaftsverh\u00e4ltnissen setzen wir aktiv Solidarit\u00e4t, Gleichberechtigung und die \u00dcberwindung von Vorurteilen entgegen.<\/p>\n<p><b>Identit\u00e4t und Rolle<\/b><\/p>\n<p>Diskriminierung aufgrund einer heteronormativen Sexualit\u00e4t und den Zwang zur Normierung und Anpassung tolerieren wir nicht. In unseren Gruppenstunden thematisieren wir die Konstruktion von Geschlechtern ebenso wie die zugeschriebenen Rollen und Verhaltensmuster. Dadurch erm\u00f6glichen wir einen bewussten Umgang mit einer eigenen Identit\u00e4t und gesellschaftlichen Rollen.<\/p>\n<p><b>Demokratie und Partizipation<\/b><\/p>\n<p>Auch wenn wir \u00fcberzeugt sind, dass erst im Sozialismus wirkliche Demokratie m\u00f6glich ist, geh\u00f6rt die grundlegende Demokratisierung aller Lebensbereiche in der heutigen Gesellschaft zu unseren wichtigsten Forderungen. Kinderrechte sind mehr als nur ein Wort. Wer Kinder und Jugendliche als Individuen mit ihren jeweiligen Bed\u00fcrfnissen ernst nimmt, muss ihnen umfassende Mitsprache- und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten zugestehen. Dies gilt in der Schule und im Betrieb ebenso wie in Freizeit, Familie und Politik. Was wir nach au\u00dfen fordern, m\u00fcssen wir nach innen umsetzen: In unseren Gruppen werden Entscheidungen gemeinsam getroffen.<\/p>\n<p><b>Sozialistische Bildung und Erziehung<\/b><\/p>\n<p>Sozialistische Bildung und Erziehung haben das gemeinsame Ziel, Menschen zu bef\u00e4higen, kritisch zu denken. Das bedeutet, sie in die Lage zu versetzen, die bestehende Gesellschaft zu verstehen und Denkalternativen zu er\u00f6ffnen. Dieses Ziel legen wir nach innen und au\u00dfen offen.<\/p>\n<p>Sozialistische Erziehung ist ganzheitlich, findet also durch gemachte Erfahrungen statt. Sie ist ein wechselseitiger Prozess zwischen HelferInnen und Kindern und Jugendlichen, an dem alle gestaltend teilnehmen und mit- und voneinander lernen. Sie findet in Gruppen und Zeltlagern statt. Demokratische Kultur, Bed\u00fcrfnisorientierung, das Organisieren von Gegenwelterfahrung und eine Erziehung zur \u00dcbernahme von Verantwortung und Selbstorganisation sind wichtige Methoden.<\/p>\n<p>Sozialistische Bildungsprozesse sind h\u00e4ufig nicht-formelle Selbstbildungsprozesse eines gleichberechtigten Kollektivs. Arbeitskreise, Zeltlager und Gruppen sind Orte sozialistischer Bildung. Ihrem Wesen nach sind sozialistische Bildungsprozesse solidarisch und demokratisch.<\/p>\n<h2>Laut werden mit den Falken!<\/h2>\n<p>Solange junge Menschen unter Missachtung ihrer Rechte ohne eine angemessene Bildung und unter unw\u00fcrdigen Bedingungen aufwachsen m\u00fcssen; solange M\u00e4dchen und Frauen systematisch benachteiligt werden; solange Menschen als &#8222;Ausl\u00e4nderin&#8220; oder &#8222;Ausl\u00e4nder&#8220; stigmatisiert und diskriminiert werden und Hass, Gewalt und Krieg Teil der politischen Auseinandersetzung sind, solange werden wir mit unseren Forderungen laut:<\/p>\n<ul>\n<li>Demokratie f\u00fcr alle! Wir verlangen umfassende Mit- und Selbstbestimmung f\u00fcr junge Menschen in Wirtschaft, Schule, Ausbildung, Beruf und in der Gestaltung ihres Lebensumfeldes.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Armut abschaffen! Wir fordern eine bedingungslose Grundversorgung f\u00fcr alle Kinder und Jugendlichen, die ihre materiellen und ideellen Bed\u00fcrfnisse befriedigt und sie in die Lage versetzt, frei von Armut aufzuwachsen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Eine Schule f\u00fcr alle! Wir wollen ein gemeinsames Lernen, das Verschiedenheit akzeptiert und unterschiedliche F\u00e4higkeiten und Bed\u00fcrfnisse integriert, statt von allen das Gleiche zu verlangen. Miteinander und voneinander lernen ohne Konkurrenz und Noten ist das Ziel.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Wir haben nur diese Erde! Wir wollen, dass die Ressourcen unseres Planeten nachhaltig und \u00f6kologisch genutzt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Kampf dem Patriarchat! Wir streiten f\u00fcr das Aufbrechen m\u00e4nnlich dominierter Herrschaftsstrukturen in Familie, Beruf und Politik als Voraussetzung f\u00fcr eine Gesellschaft ohne Ausbeutung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Kein Mensch ist illegal! F\u00fcr uns gibt es keinen akzeptablen Grund, Menschen daran zu hindern, hier zu leben, zu arbeiten und Freundinnen und Freunde zu finden.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Nazis die Z\u00e4hne zeigen! Wir stellen uns gegen rassistisches und faschistisches Gedankengut, ob in den Parlamenten oder auf der Stra\u00dfe, am rechten Rand und in der Mitte der Gesellschaft.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Nein zu Antisemitismus! Wir setzen uns gegen Antisemitismus in unserer Gesellschaft ein.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>Nie wieder Krieg! Wir stehen ein f\u00fcr eine Welt ohne Waffen und Gewalt, ohne Befehl und Gehorsam, ohne Hass und Ausgrenzung.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unsere Verb\u00fcndeten sind alle anderen gleichgesinnten Kr\u00e4fte, die friedlich f\u00fcr eine solidarische und demokratische Gesellschaft eintreten. Unsere Solidarit\u00e4t kennt dabei keine Grenzen. Sie ist gelebter Internationalismus. Die Sozialistische Jugend Deutschlands &#8211; Die Falken streitet f\u00fcr die \u00dcberwindung des Kapitalismus und f\u00fcr eine sozialistische Gesellschaft.<\/p>\n<p>Wir rufen alle Kinder und Jugendlichen auf: Setzt euch ein f\u00fcr eure Gegenwart und Zukunft. Macht mit bei den Falken!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Welt ist bunt! Die Sozialistische Jugend &#8211; Die Falken ist ein Kinder- und Jugendverband mit einer langen Tradition. Wir organisieren Gruppenarbeit, Zeltlager, Freizeiten, Seminare und Aktionen. 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