Antikommunismus und Antisemitismus

Donnerstag, 15.11.2018
19 Uhr
Falkenturm, Frauentormauer 3
Eintritt frei

Kommenden Donnerstag wird Nico von den Falken Nürnberg etwas zu Antikommunismus und Antisemitismus erzählen:

Antikommunismus ist eine Ideologie, die einerseits von der bestehenden Gesellschaft hervorgebracht und zudem staatlich produziert wird und die andererseits diese Gesellschaft und ihr Fortbestehen maßgeblich bestimmt. Der Antikommunismus behauptet die gesellschaftliche Alternativlosigkeit und propagiert die Herrschaft von Staat, Markt, Nation. Er ist damit verknüpft mit dem Antisemitismus, welcher die Widersprüche der kapitalistischen Herrschaft falsch beantwortet, indem das Kapitalverhältnis als „jüdische Weltherrschaft“, die soziale Frage als „Judenfrage“ gedeutet wird. Der Antisemit ist Antikommunist, weil er auf eine vernünftige Gesellschaftsanalyse verzichtet und stattdessen auf die moralische Dämonisierung von Juden und Jüdinnen oder Israels setzt. Es ist kein Zufall, dass der heutige AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann (damals CDU) 2003 in einer Rede zum 3. Oktober behauptet, Juden und Jüdinnen könnten aufgrund ihrer Rolle in der russischen Revolution als Tätervolk bezeichnet werden. Es ist kein Zufall, dass die Nationalsozialist*innen vom „jüdischen Bolschewismus“ sprachen, den sie mit dem Überfall Osteuropas vernichten wollten.
Nico von den Falken Nürnberg erzählt, was Antisemitismus ist, will diskutieren, was unter Antikommunismus zu verstehen ist und hofft, dass der Zusammenhang von Antisemitismus und Antikommunismus verstanden wird. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht nötig.
Der Vortrag ist kostenfrei. Die Veranstaltung wird organisiert von der Freien Arbeiter*innen Union Nürnberg und den Falken Nürnberg.

Dialektik der Aufklärung. Wochenendseminar

Wir verbringen ein Wochenende im Pfadfinderhaus in Fornbach und lesen, diskutieren gemeinsam die Dialektik der Aufklärung.
Das Seminar ist für etwas Fortgeschrittene ebenso geeignet, wie für interessierte Anfänger*innen. Vorkenntnisse sind also nicht notwendig, auch wenn sie natürlich helfen. Wir wollen uns gegenseitig schulen und voneinander lernen.
Das Buch Dialektik der Aufklärung aus dem Fischer-Verlag sollte mitgebracht werden.

Anmeldungen an buero@falken-nuernberg.de

Bitte gebt dabei eure Kontaktdaten an und schreibt, ob ihr vegan, vegetarisch oder fleischhaltig essen wollt.

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Wir sind die Jugend der Gefährder*innen

Heute war unsere Jahreshauptversammlung. Wir haben ziemlich viel diskutiert, kritisiert, geplant. Unter vielen anderen wichtigen Anträgen haben wir gestern und heute beschlossen, „geeignete Maßnahmen zur Abwehr von Repression gegen die Verbandsmitglieder“ zu treffen.
Das heißt, dass wir mit unseren Mitgliedern künftig Schulungen zum Thema Aussageverweigerung und Umgang mit Polizei und Justiz in Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe durchführen werden. Außerdem werben wir unter unseren Mitgliedern stärker dafür, der Roten Hilfe beizutreten und so „einen finanziellen Beitrag zur politischen und juristischen Selbstverteidigung der Arbeiter*innenbewegung und der Linken zu leisten.“

Freundschaft!

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Gegen den AfD-Parteitag

Wir haben heute zusammen mit vielen anderen Genoss*innen gegen den AfD-Parteitag in Nürnberg demonstriert.

„Auf dem Parkplatz hinter der Meistersingerhalle finden sich laut Polizei in der Spitze bis zu 2000 Menschen ein. Leute, überwiegend aus dem bürgerlichen Lager, die gegen den Parteitag der AfD im großen Saal demonstrieren.“

Das sehen wir anders. Wir haben heute viele Gewerkschafter*innen, Sozialist*innen und Kommunist*innen, linke Sozialdemokrat*innen, Antirassist*innen, Anarchist*innen, Feminist*innen, linke Motorradclubmitglieder, Umweltbewegte und Antifas gesehen, die allesamt keinen Bock auf die spaltende und rassistische Hetze der Nazis hatten. Sie alle dem „bürgerlichen Lager“ zuzuordnen, ist falsch und gemein.
Das „bürgerliche Lager“ ist es ja gerade, das sich an die Rechtsextremist*innen anbiedert: innerhalb der CSU/CDU wird offen über künftige Koalitionsmöglichkeiten mit der AfD spekuliert, die Liberalen stehen der AfD in ihrem Marktradikalismus sehr nahe und von einer SPD, die ebenso marktgläubig ist und überdies wirklich alles (ja, auch offene Nazis im hohen Staatsdienst) hinnimmt, um die Regierungsbeteiligung nicht zu gefährden, ist nichts zu erwarten.

Das „bürgerliche Lager“ steht nicht gegen die Faschist*innen. Es ist die Aufgabe all derer, die die Zustände in der bürgerlichen Gesellschaft nicht ertragen können und wollen, die falsche Krisenlösung des Faschismus zurückzuschlagen und die wirkliche Alternative – den Sozialismus – voranzutreiben und konkrete Schritte zu seiner Verwirklichung zu unternehmen.

Hier findet ihr den Artikel und die Fotostrecke:

http://www.nordbayern.de/…/herz-statt-hass-1500-nurnberger-…

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Nazis erfolgreich gestört

Heute haben wir – recht spontan – die Mahnwache des rechtsextremen Bürgerbündnis Franken gestört. Die Nazis gaben vor, dem in Chemnitz ermordeten Daniel Hillig zu gedenken. Faktisch sind sie mit denjenigen verschwistert, die in Chemnitz zur Stunde Jagd auf Migrant*innen und politisch Andersdenkende machen. Vor der Lorenzkirche erschienen etwa ein Dutzend Nazis, sie wurden von etwa 70 Antifaschist*innen gestört, indem Transparente und Fahnen geschwenkt und die planlose Stille der Nazis mit „Hoch die internationale Solidarität“- und „Nationalismus raus aus den Köpfen“Rufen durchbrochen wurde.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/70-nuernberger-zeigen-flagge-gegen-rechts,R1vxZDX

Auf Daniel Hilligs Facebookseite fand sich folgendes Bild, dem wir nur beipflichten können und das zeigt, dass der deutsche Mob nur auf eine Gelegenheit gewartet hatte, loszuschlagen.

Mit Gedenken hat das, was die Nazis zwischen Lorenzkirche und Heimatministerium veranstalteten, gar nichts zu tun. Es ist reine Propaganda der Faschist*innen von AfD über Pegida und Pax Europa, die nicht zu trennen sind von den Faschist*innen in Chemnitz, die dort pogromartige Hetzjagden veranstalten.

Für sie sollte der Tag trotz allem eine Schlappe gewesen sein. Sie wurden gegen Ende ihrer „Mahnwache“ recht zügig verscheucht, sie verkrümelten sich zügig und werden laut Polizei überdies eine Anzeige wegen Nichtanmelden der Eilversammlung kassieren.

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Polizeigewalt in Deutschland


http://www.tagesschau.de/inland/monitor-polizeigewalt-103.html

„Der Vorwurf, Polizeigewalt in Deutschland werde nur unzureichend geahndet, ist nicht neu – aber nun wird er durch Zahlen gestützt.“

 
Am 31. Mai 2017 gingen Polizeieinheiten gegen Schüler*innen und Unterstützer*innen vor, nachdem diese versuchten, mittels einer Sitzblockade die Abschiebung ihres Mitschülers zu verhindern. Die Polizist*innen setzten Pfefferspray ein, schlugen mit Schlagstöcken um sich, warfen Leute zu Boden. Sie versuchten, den Blockierer*innen die Finger umzubiegen und drückten Daumen in deren Augen, um ihnen Schmerzen zuzufügen. Mit Füßen traten die Polizist*innen auf die am Boden Sitzenden ein. Eines unserer Mitglieder wurde von einem Polizeiwagen angefahren und derart vom Polizeiknüppel getroffen, dass es wochenlang Hämatome am Unterarm hatte.
Dass Betroffene keine Anzeige gegen Polizist*innen erstatten, liegt an der Angst vor der Gegenanzeige: fast immer, wenn Polizeibeamte einer Straftat beschuldigt werden, erhält der oder die Ankläger*in selbst eine Anzeige – mit mehreren Polizeikolleg*innen als Zeugen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Stattdessen gibt es derzeit einen juristischen Rachefeldzug gegen viele, die sich am 31. Mai solidarisch gezeigt haben. Sie werden verurteilt, weil sie Fahrräder mit Kraft geschoben haben, weil sie angeblich Flaschen (merke: 0,33l-Weichplastik) geworfen haben und werden zuvor mit einer medialen öffentlichen Fahndung überzogen, die einer Bestrafung ohne juristische Verurteilung gleichkommt.
 
Die solidarische Begleitung der Betroffenen organisieren in erster Linie die Genoss*innen von Widerstand Mai 31 – Solidarität ist kein Verbrechen. Unterstützt sie und achtet auf ihre Ankündigungen. Im Oktober wird es in der Akademie CPH eine Ausstellung zu der „Macht der Narrative“ geben, die den 31.Mai thematisiert. Auch einer unserer Genossen hat dazu einen Beitrag gemacht. Zu der leidigen Gewaltdebatte findet ihr auf Seite 10 der AJ einen Artikel eines Genossen aus Nürnberg unter dem Titel: Je suis linksextrem.
 
Ausstellung: „Macht der Narrative“:
https://www.cph-nuernberg.de/veranstaltungen/detail/event/732-2.html
 
Artikel Je suis linksextrem:
https://www2.wir-falken.de/uploads/aj_2017_02_web.pdf
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— Bildungsstreik — 22.Juni, 11 Uhr, Lorenzkirche

— Bildungsstreik —
Freitag, 22. Juni, 11 Uhr Lorenzkirche
Bildung statt Abschiebung

Am Freitag bleiben die Kompetenz- und Ausbeutungsvorbereitungsfabriken (wir meinen die Schulen und Unis…) hoffentlich leer. Stattdessen treffen wir uns um 11 Uhr an der Lorenzkirche, um gemeinsam zu demonstrieren.

Bildung heißt für uns Falken immer kritische Bildung. Und das heißt für uns immer, uns und andere Menschen zu ermöglichen, die Unzufriedenheit mit dieser Gesellschaft in Kritik zu verwandeln.

Deshalb wird einer unserer Genossen im Anschluss an die Demo auf der Wöhrder Wiese einen Workshop zum Thema Solidarität anbieten. Dabei soll die Frage geklärt werden, was Solidarität eigentlich von Nächstenliebe oder Wohltätigkeit unterscheidet und ob sich Solidarität und Egoismus eigentlich ausschließen oder vielleicht doch zusammenpassen. Und ob der Mensch nun wirklich ein Wolf ist. Wir lesen dazu Texte von Thomas Hobbes, Karl Marx und Leo Kofler und verknüpfen deren Theorien mit unseren eigenen Erfahrungen. Und vor allem diskutieren wir viel. Wer also Bildung will, hat am Freitag die Möglichkeit, sich diese anzueignen.

Checkt doch nochmal die Seite der Genoss*innen von Jugendaktion Bildung statt Abschiebung.

Wir sehen uns auf der Straße, auf der Wiese, im Workshop.

 

Liebe SPD…

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Liebe Genoss*innen in der SPD Nürnberg und SPD Mittelfranken,

am Samstag, den 3. Februar fand – wie ihr sicherlich wisst – eine Demonstration bezüglich Afrin und Rojava statt. Dabei wurde der türkische Angriffskrieg gegen unsere kurdischen Genoss*innen genauso kritisiert wie die deutsche Unterstützung des selbigen. Ihr habt bestimmt mitbekommen, dass die Demo auch am SPD-Gebäude am Karl-Bröger-Platz vorbeilief.

Erfreulicherweise wurde in diesem Zuge ein großes Transparent vom Dach des Gebäudes entrollt, auf dem stand: „Stoppt die Waffenlieferungen in die Türkei und weltweit“. Außerdem wurde der YPG-Wimpel in dreiteiliger Form gezeigt, um das Verbot des Symbols in Deutschland ad absurdum zu führen. Wir haben euch mal Fotos davon mitgeschickt – sieht spitze aus, oder?

Noch besser fänden wir es natürlich, wenn es nicht bei so einem Transparent bleibt, sondern wenn ihr selbst als Partei und Einzelpersonen aktiv werdet und euch solidarisch mit der angegriffenen kurdischen Bewegung zeigt. Wir hätten da schon ein paar Vorschläge.

Zum Beispiel ist es doch jedem und jeder Einzelnen von euch möglich, sich an den Kundgebungen und Demonstrationen für Afrin und Rojava zu beteiligen. Sowas gibt’s derzeit übrigens fast täglich in der Nürnberger Altstadt. Ist also wirklich kein Aufwand für Einzelne, sich da klar gegen Erdogan zu stellen. Zeigt klare Haltung, äußert euch erkennbar und öffentlich und fordert es auch von euren Genoss*innen ein. Klar, wir wissen, eure Bundesorganisation schweigt derzeit tödlich. Aber warum soll euch das hindern, Haltung zu zeigen? Eure Bundesjugendorganisation (Jusos in der SPD) hat übrigens schon Stellung bezogen und sich am 3. Februar klar positioniert – checkt ruhig mal deren Facebook-Seite.

Außerdem sollte es euch doch ein Leichtes sein, eure Drähte in Land- und Bundestag zu nutzen und von euren dortigen Vertreter*innen klare statements einzufordern. Wir finden das Schweigen unerträglich und wir hoffen, ihr ebenso. Lasst es uns gemeinsam brechen!

Möglich wäre es auch, eine Delegation aufzubauen, die Parlamentarier*innen nach Afrin entsendet. Klingt erstmal verrückt. Wir vermuten aber, dass es für Abgeordnete deutlich einfacher ist als für Andere, ein Visum zu bekommen. Mit so einem Visum könnte man legal in Nordsyrien einreisen. Der Sinn und Zweck der Übung: Gerade angesichts der Menschenrechtsverbrechen des Erdogan-Regimes kann eine Beobachter*innenmission in Afrin eine wichtige Rolle nicht nur bei der Skandalisierung dieses verbrecherischen Angriffskrieges spielen. Sie bietet zudem auch Schutz für Zivilist*innen, denn Ankara müsste die Präsenz deutscher Abgeordneter bei seinen Flächenbombardements einrechnen. Parlamentarier*innen könnten so ihre privilegierte Situation zum Schutz von anderen nutzen.

Der Angriff auf die kurdische Bewegung ist übrigens ein Angriff auf Demokratie und Sozialismus, also auch ein Angriff auf euch und uns. Falls ihr pfiffige Ideen habt, wie wir gemeinsam dem etwas entgegensetzen können, sind wir ganz Ohr.

Liebst grüßend, eure Falken Nürnberg.

FREUNDSCHAFT!

PS: Das mit dem Transparent und den Schildern auf dem Dach war übrigens ein gemeinsamer Streich von uns und anderen linken Genoss*innen aus Nürnberg 😉

#afrinnotalone

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