Solidarität mit Nico! Keine Strafe fürs Flagge zeigen!

Hallo,

mein Name ist Nico Schreiber, ich bin 28 Jahre alt, mache gerade eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und bin Vorsitzender der Sozialistischen Jugend – Die Falken in Nürnberg.

Im Januar 2018 hat die Türkei die kurdische Stadt Afrin in Syrien militärisch angegriffen. Die Türkei hat damit einen Angriffskrieg gegen eine verhältnismäßig ruhige und sichere Region und ihre Bewohner*innen im kriegsgebeutelten Syrien begonnen. Dem türkischen Staat ging und geht es dabei nicht um die Sicherheit von Menschen, sondern darum, die Selbstverwaltung in den kurdischen Gebieten zu zerschlagen.

Diese Selbstverwaltung haben die Volksverteidigungseinheiten der YPG und der YPJ verteidigt. Und zwar vor Allem gegen die Barbarei des Islamischen Staats (IS). Der YPG/YPJ ist es unter anderen zu verdanken, dass der IS aus weiten Teilen Syriens vertrieben und zerschlagen ist. Der YPG/YPJ ist es zu verdanken, dass 2014 im irakischen Sindschar ein islamistischer Massenmord an etwa 30.000 Jesid*innen verhindert wurde. Die YPG und YPJ haben mit ihrem entschlossenen Kampf gegen den Islamismus sehr viel zu meiner und unserer Sicherheit in Europa und weltweit beigetragen. Und als die Türkei im Januar 2018 zum Angriff auf Afrin überging, war es wieder die YPG/YPJ, die Freiheit, Selbstbestimmung, Frauenrechte und Demokratie verteidigte.

Ich war und bin ebenso wie viele andere Falken und Genoss*innen empört über den Überfall der Türkei auf Afrin. Noch wütender war ich darüber, dass die Waffen für diesen Überfall aus Deutschland geliefert wurden. Ich bin gegen Krieg. Deswegen habe ich gemeinsam mit anderen Falken eine Protestaktion vor dem türkischen Konsulat (31. Januar 2018: http://www.falken-nuernberg.de/?m=201801) und auf dem Dach der SPD-Zentrale (3. Februar 2018: http://www.falken-nuernberg.de/?m=201802) in Nürnberg gemacht. Wir haben gegen den türkischen Angriffskrieg und die deutsche Unterstützung protestiert. Ich bin gegen Faschismus und Islamismus und bin solidarisch mit denen, die beides bekämpfen. Deswegen haben meine Freund*innen und ich Solidarität mit YPG und YPJ gezeigt. Wir haben zusammen das Logo der YPG gezeigt – symbolisch haben wir es in drei unterschiedlich farbige Formen aufgeteilt. Das grüne Dreieck, das gelbe Dreieck, den roten Stern. Am 3. Februar habe ich den roten Stern gehalten. Um unser Anliegen bekannter zu machen, haben wir außerdem Pressemitteilungen geschrieben und an zahlreiche Stadträt*innen und Funktionär*innen der lokalen SPD geschrieben. Wir wollten, dass sie sich gegen den völkerrechtswidrigen Krieg und die Waffenlieferungen positionieren. Und wir riefen stets zur Solidarität mit der kurdischen Bevölkerung und ihrer Verteidigungseinheiten der YPG/YPJ auf. Ich tue dies auch jetzt noch.

Ich werden nun angeklagt, Symbole einer verbotenen Organisation gezeigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wirft mir vor, die Fahne der HPG (!) gezeigt zu haben. Die HPG ist der Kampfverband der verbotenen PKK. Die Symbole der beiden Einheiten sind farblich ähnlich, aber ganz anders angeordnet und eigentlich nicht wirklich zu verwechseln. Insofern verwundert mich die Verwirrung seitens der Staatsanwaltschaft einerseits, andererseits überrascht mich höchstens die Dreistigkeit, mit der ich hier verurteilt werden soll für etwas, was ich gar nicht getan habe. Die Fahnen der YPG/YPJ sind nur dann verboten, wenn sie als Ersatzsymbole für die PKK verwendet werden. Ich bin klipp und klar für eine Aufhebung des PKK-Verbots. Dennoch: die Aktion, für die ich angeklagt bin, ging um Afrin, nicht um die PKK. Sie fand im Rahmen einer Demonstration unter dem Motto „Freiheit für Afrin“ statt. Meine Solidarität habe ich ausschließlich der YPG/YPJ und der Bevölkerung in Afrin ausgesprochen, was auch unserer obigen Presseerklärung leicht zu entnehmen ist. Wie kommt die Staatsanwaltschaft darauf, dass ich die HPG-Fahne gezeigt hätte? In all unseren Statements haben wir Falken damals explizit betont, dass es um die YPG/YPJ geht und nun wird einfach behauptet, ich hätte die Fahne der verbotenen HPG gezeigt? Das ist nur damit zu erklären, dass die kurdische Bewegung und ihre solidarischen Freund*innen massiv kriminalisiert und verfolgt wird. Aber es bleibt dabei: Freiheit, Selbstbestimmung, Frauenrechte, Friede, Demokratie und Emanzipation sind vielleicht manchmal eine Straftat, aber niemals ein Verbrechen!

Meine und unsere Forderungen sind nach wie vor die gleichen:

  • keine Waffenexporte in die Türkei
  • Schluss mit der Kriminalisierung kurdischer Aktivist*innen
  • Abzug aller türkischen Truppen aus den kurdischen Gebieten in Syrien

 

Ich freue mich über jede Form der Solidarität, über jede Kritik an der deutschen und insbesondere bairischen Verfolgungspraxis gegen die kurdische Bewegung und ihre Unterstützer*innen, über jede Berichterstattung und über kritische Prozessbeobachtung bei meinem kommenden Prozess am 27. Mai 2019 um 9:00 Uhr im Sitzungssaal 28 im Amtsgericht Nürnberg.

Außerdem kosten solche Verfahren natürlich Geld. Deshalb freue ich mich auch über Spenden auf folgendes Konto:

 

SJD – Die Falken Nürnberg
Kontodaten: Sparkasse Nürnberg
IBAN: DE10 7605 0101 0001 0565 72
BIC: SSKNDE77XXX
Betreff: Solidarität mit Nico

 

Mit sozialistischen Grüßen.

FREUNDSCHAFT!

Nico

Kinderprogramm zum Frauen*- und Queers-Streik am 8.März 2019

Mütter, ihr könnt eure Kinder zu uns bringen und streiken gehen! Eure Kinder sind bei uns sicher und gut aufgehoben und haben obendrein noch eine ganze Portion Spaß! Wir kämpfen mit euch!

— 14:30 Uhr — Falkenturm — Frauentormauer 3

Am 8. März ist Frauen- und Mädchenkampftag. Dieser Tag ist für uns als Sozialist*innen von großer Bedeutung, unser Kampf für den Feminismus und die Befreiung der Frau* ist mit unserem Kampf gegen Ausbeutung und Kapitalismus notwendig verbunden.2019 wird zum bundesweiten Frauenstreik in Deutschland aufgerufen. Spanien hat es schon 2018 vorgemacht. 5 Millionen Frauen* haben Care- und Lohnarbeit niedergelegt. Auch in Nürnberg trifft nun die Initiative zur Gründung eines Frauen- und Queers-Streikkomitees die Vorbereitungen für den Mädchen- und Frauenstreik.
Das finden wir sehr gut – zu lange schon arbeiten mehrheitlich Frauen* unbezahlt und vielfach ohne Lob, Ehre, Wertschätzung und Anerkennung in der Hausarbeit. Und auch in der Lohnarbeit haben sie gegenüber Männern* Nachteile, wie eine geringere Bezahlung, Ausfälle in der Einzahlung in die Rentenkasse und die Gefahr Opfer von sexistischer Erniedrigung zu werden. Von der Doppelbelastung von Familie und Lohnarbeit gar nicht erst zu sprechen. Zu lange schon werden Frauen* auch in ihrer Freizeit nicht als Menschen, sondern als Objekte betrachtet. Zu lange schon trauen Erwachsene den Mädchen weniger zu, behaupten, sie seien schwächer und ängstlicher, bringen ihnen weniger oder nur weiblich konnotierte Dinge bei. Die Liste der Auswirkungen dieser patriarchalen Gesellschaft ist lang!
Wir Falken unterstützen den Streik! Wir werden selbst streiken und uns an der Demonstration beteiligen! Und außerdem werden wir den Streik unterstützen, indem wir bei uns im Falkenturm ein solidarisches Kinderprogramm anbieten. Wir wollen Frauen*, die nicht mit Kindern streiken und demonstrieren gehen können oder wollen, die Möglichkeit geben, ihre Kinder zu uns in den Falkenturm zu bringen. So sind die Kinder gut aufgehoben und können mit uns Spaß haben, während die Mütter für ihr Recht kämpfen. Damit die Frauen und Mädchen bei den Falken auch selbst mitstreiken können, wird das Kinderprogramm ausschließlich von männlichen Falken angeboten.

Damit wir besser planen können, bitten wir um Anmeldung unter 0911/ 443709 oder buero@falken-nuernberg.de

FREUNDSCHAFT!

Anneler, siz çocuklarınızı bize bırakıp grev yapabilirsiniz. Onlar bizimleyken güven içinde ve kendilerini iyi hissedecekler. Bu savaşta biz sizinle beraberiz. 8 Mart Dünya Kadınların ve Kızların mücadele günüdür. Biz sosyalistler bu güne çok önem ediyoruz. Feminizm için savaşımız bir tek kapitalizme ve istismara karşı olabilir. 8 Mart 2019’da bütün kadınlar greve çağrılıyor. Gecen sene İspanya bu grevi Avrupa’da başlattı. 5 milyon kadın, ev işinden, gündelik çalışma hayatına kadar işini bıraktı. Nürnberg’de de bir kadın ve queer-komitesi kuruluyor. Ve biz bu kuruluşu destekliyoruz. Çok uzun zamandan beri kadınlar çoğunlukla yaptıkları işlerin değeri bilinmeden parasız çalışıyorlar. Ödemelerinde, emeklilikte ve cinsiyetçi aşağılanmalarla kadınların üstüne çift yük yükleniyor – iş ve aile hayatında. Biz cinsiyet ayrımına karşı kadınları ve genç kızları verdikleri mücadelede bu patriarkal sisteme karşı desteklemek istiyoruz. Biz „Falken“ olarak grevlere ve gösterilere katılıyoruz. İlaveten „Falkenturm“ da çocuk bakimi sunuyoruz. Çocuklarını greve getirmek istemeyen anneler için. Grev sürecinde çocuklarını iyi ve güvenli bir ortamda olduğunu bilerek kadınlar gösteri yapabilirler. „Falken“ de Kadınlar ve genç kızlar gösteri yapabilmeleri için „Falken“ de ki erkeklerde çocuklara bakacaklar. Çocuk bakimi isteyen kadınlar lütfen kayıt yaptırınız: 0911-443709 veya buero@falken-nuernberg.de Dostlukla!

Falken auf Facebook und Instagram

Hervorgehoben

Viele Infos, die auf der Homepage nicht immer auftauchen, findet ihr auf unserer facebook-Seite oder auf instagram. Keine Sorge, ihr müsst nicht auf facebook oder instagram sein, um unsere Seiten zu sehen – wenn ihr facebook/instagram habt, gebt uns ein Like und ihr bleibt immer auf dem Laufenden, was wir so machen. Ein paar unserer vergangenen Vorträge findet ihr auf unserem YouTube-Kanal.
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Veröffentlicht unter Kinder

Werde Helfer*in am Falkenzeltlager 2019 in Berlin!

Liebe Freund*innen der Falken, liebe Genoss*innen,

wir Falken sind ein sozialistischer Kinder- und Jugendverband. Wir sind parteiunabhängig, aber nicht unparteiisch. Wir kämpfen, wir diskutieren, wir denken nach und lachen nicht zu knapp, aber es ist uns verdammt ernst!

KINDER UND JUGENDLICHE AN DIE MACHT!

Wie jedes Jahr veranstalten wir Falken auch 2019 unser sozialistisches Kinder- und Jugendzeltlager. Dieses Jahr fahren wir vom 3. bis 17. August nach Berlin, an den wunderschönen Zeltplatz am Heiligensee unter dem Motto „KINDER UND JUGENDLICHE AN DIE MACHT!“

Falkenzeltlager sind nicht einfach Dienstleistungsangebote für Kinder und Jugendliche und deren Eltern, die sich freuen, dass die Kinder verräumt sind. Bei unseren Zeltlagern soll Platz dafür sein, dass Kinder und Jugendliche ihre alltäglichen Probleme ausdrücken können und dabei gehört werden. Die Wut und Trauer und auch das Gefühl der Ohnmacht, dass die Einzelnen angesichts der herrschenden Verhältnisse verständlicherweise haben, dürfen und sollen artikuliert werden. Damit wir daran was ändern können und nicht bei dem Gefühl der Vereinzelung stehen bleiben, gibt es die Gruppe. In unseren Zeltlagern organisieren wir uns in Kinder- und Jugendgruppen. Lernprozesse sind kollektive Prozesse. Und damit es nicht dabei stehen bleibt, dass nur Gefühle ausgedrückt werden, gibt es die Helfer*innen. Sie unterstützen die Kinder und Jugendlichen dabei, Antworten auf ihre Fragen zu finden und ihre Wut in Kritik zu verwandeln. Helfer*innen sind keine Erzieher*innen. Helfer*innen nehmen Kinder und Jugendliche radikal ernst. Helfer*innen stehen parteiisch auf der Seite ihrer Gruppe, sie sind Teil der Gruppe. Den Wissens- und Erfahrungsvorsprung in manchen Dingen und die damit verbundene „natürliche Hierarchie“ bauen Helfer*innen ab, indem sie Wissen und Erfahrung mit der Gruppe teilen. Die Aufgabe von Helfer*innen ist es, in alltäglichen und auch nicht so alltäglichen Situationen den Weg der Solidarität als den richtigen anzubieten. Solidarität ist dabei nicht ein Wert, den wir predigen wie Lehrer in der Schule oder Pfarrer in der Kirche. Solidarität gilt es, zu erleben. Solidarität überzeugt erst dann richtig, wenn man merkt, dass man im solidarischen Zusammenhang besser, sicherer, freier und entspannter lebt. Dieses Erleben soll auf unseren Zeltlagern stattfinden.

Alle Macht den Räten!

2019 fahren wir nach Berlin. Das Motto lautet „KINDER UND JUGENDLICHE AN DIE MACHT!“. Damit das auch tatsächlich geschieht, ist unser Zeltlager in Räten organisiert, getreu dem Motto: „Alle Macht den Sowjets!“ Das heißt: Am Zeltlager bestimmen nicht einige Wenige und auch nicht einfach die Erwachsenen, sondern die Räte, in denen sich Alle, die dabei sind, organisieren. Das kann für die Helfer*innen durchaus auch heißen, dass die Kinder im Lagerrat durchsetzen, dass die Bettgehzeiten um zwei Stunden erhöht werden. Oder aber, dass mehr Nutella auf den Essenstisch muss. Oder was eben so verändert werden muss.

Das Programm des Zeltlagers bereiten wir nach Möglichkeit immer mit möglichst vielen Menschen vor, damit es zum einen Alle gut finden und es zum anderen möglichst vielfältig ist. Die Planungen beginnen gerade. Erste Ideen gibt es natürlich schon: Kinder-Punkband, Besuch des Friedhofs der Sozialist*innen, Kinderdemo durch Berlin, Kinder-, Jugend- und Erwachsenenboxen, Baden, Novemberrevolution-Pen&Paper, Basteln, Planspiel „Blockt den Naziaufmarsch!“, theoretische und praktische Workshops zu den Themen Sozialistische Erziehung, Rätemodell, Rosa Luxemburg und Spartakus, Kritik des Antikommunismus, Zeltlagerzirkus, 4-Stunden-Arbeitstag, Psychisches Leiden im Kapitalismus, Kinderdisko, Jugend- und Erwachsenendisko, Marx-Schulungen, sozialistischer Feminismus und und und und…

Und jetzt kommst du!

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Helfer*innen! Hast du Lust bekommen, mit uns mitzufahren? Willst du mal reinschnuppern? Willst du noch weitere Infos? Oder kennst du jemanden, der oder die dringend Helfer*in werden sollte?

Dann melde dich unter buero@falken-nuernberg.de oder ruf (nach den Weihnachtsferien) in unserem Büro an unter 0911-443709.

Was wir dir bieten:

– Zwei supergeile Wochen am Heiligensee in Berlin

– Eine mehrteilige Helfer*innenschulung, in der wir dich mit den Grundlagen sozialistischer Erziehung und der Falkenpädagogik vertraut machen und diese auch konkret üben und dich so auch auf unser Zeltlager vorbereiten

– Erfahrungen in der theoretischen und praktischen politischen Auseinandersetzung mit Kinder und Jugendlichen: das hilft ungemein, Szenejargon oder universitäres Gequatsche zu verlernen und dafür zu lernen, wie man junge und ältere Menschen mit linker Kritik erreicht.

– Die Möglichkeit, das einzubringen, was du gut kannst: du kannst gut jonglieren? Du hast einen spannenden Workshop vorbereitet? Du willst unbedingt mal ein bestimmtes Thema diskutieren? Du kannst dich bei uns einbringen.

– Bei Bedarf für Arbeit, Studium oder sonstiges: eine Praktikumsbescheinigung

– Bei Bedarf: einen Rettungsschwimmer*innenkurs

– Bei Bedarf: die Ausbildung zum*zur Jugendleiter*in – du erhältst die JuLeiCa

– Bei Bedarf: Unterstützung bei Gesprächen mit Arbeitgebern – in Bayern gibt es leider keinen rechtlichen Anspruch auf Bildungsurlaub (Bildungsfreistellung), wir helfen aber dabei, dem Chef diesen trotzdem aus den Rippen zu leiern.

Wir freuen uns auf dich!

Mail: buero@falken-nuernberg.de
Tel.: 0911-443709

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Solidarität mit der Roten Hilfe

Schafft Rote Hilfe – Solidarität darf nicht kriminalisiert werden!

Pressemeldungen zufolge plant das Bundesinnenministerium ein Verbot des strömungsübergreifenden linken Solidaritätsvereins „Rote Hilfe e.V.“. Mit Verweis auf angeblichen „Extremismus“ soll diesem demnach die politische Arbeit untersagt werden.
Wir stellen hierzu fest: Die Arbeit der Roten Hilfe e.V. ist legitim.

Die Rote Hilfe e.V. ist ein offener, pluraler Verein für alle linken Initiativen und sozialen Bewegungen. Sie gibt Hilfestellung im Fall von Ermittlungsverfahren oder Verurteilungen. Zum Beispiel vermittelt sie Anwält*innen oder leistet finanzielle Unterstützung, damit Aktivist*innen nach einem langwierigen Verfahren nicht vor dem Ruin stehen.

Egal ob Widerstand gegen Zwangsräumungen, Abschiebelockaden, Engagement gegen Rechts, Streiks, der Kampf gegen das Patriarchat oder die Forderung nach Freilassung von in Deutschland vor Gericht stehenden türkisch-kurdischen Oppositionellen: Die Rote Hilfe e.V. steht an der Seite der Betroffenen und bündelt die Solidaritätsarbeit für diese.

Gerade in Zeiten, in denen reaktionäre Kräfte in der Offensive sind und repressive Sicherheitspolitik den politischen Diskurs bestimmt, ist die Arbeit der Roten Hilfe e.V. notwendiger denn je. Wir sagen „Nein!“ zu einem möglichen Verbotsverfahren und solidarisieren uns ausdrücklich mit der Roten Hilfe e.V.

Wir als Falken Nürnberg unterstützen diese gemeinsame Solidaritätserklärung von Gruppen und Initiativen aus dem Raum Nürnberg und halten die Rote Hilfe für unabdingbar für eine gesellschaftliche Linke.

Daher werdet am besten gleich heute Mitglied in der laut Verfassungschutz „am schnellsten wachsenden linksextremen Gruppe in Deutschland“ 😉
Dies geht unter anderem unter diesem Link: https://www.rote-hilfe.de/ueber-uns/mitglied-werden

Herzlichen Dank an den AK Ohm gegen Rechts für die Textgrundlage.

Angriffe auf Frauen in Nürnberg-Johannis

Wir sind bestürzt über die schrecklichen Taten, die sich gestern in Nürnberg abgespielt haben. 
Drei Frauen wurden tätlich angegriffen und lebensgefährlich verletzt, der Täter war(en) vermutlich ein oder mehrere Männer (http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/drei-frauen-in-nurnberg-niedergestochen-polizei-veroffentlicht-taterbeschreibung-1.8407472). 

Neben der Bestürzung macht sich allerdings auch Wut breit. Gewalt gegen Frauen ist keine Neuheit. Gewalt gegen Frauen wird von Feminist*innen schon lange als strukturelles Problem beschrieben. 
Schauen wir uns ein paar Fakten an (Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2016 und das Gebiet der BRD):
– Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen:1036 Fälle mit weiblichen Opfern. In 601 Fällen blieb es beim Versuch, 435 Frauen wurden getötet.
-Im Gegensatz dazu stehen 84 männliche Opfer. Bei 70 von ihnen blieb es beim Versuch
-Gefährliche Körperverletzung: weibliche Opfer: 10.595, männliche Opfer: 3.990
-Täter: bei den Delikten Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen: 88% männlich
bei den Delikten: Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weibl. Genitalien: 85% männlich

(Quelle: polizeiliche Kriminalstatistik 2016)

Des Weiteren ist in diesem Bereich von einer großen Dunkelziffer auszugehen, da gerade viele Körperverletzungsdelikte gar nicht erst zur Anzeige gebracht werden.

Diese Zahlen sprechen für sich und dennoch werden in den wenigsten Zusammenhängen die korrekten Schlüsse gezogen. Physische Gewalt gegen Frauen sowie deren Tötungen werden „geframed“ (also begrifflich in einen bestimmten Zusammenhang gesetzt). Da ist die Rede von „Beziehungs- oder Eifersuchtstaten“, von „Ehrenmorden“, von „Triebtätern“ und von „häuslicher oder familiärer Gewalt“. All das soll die Gewalt gegen Frauen in bestimmte, privatkontextabhängige Zusammenhänge stellen. Gewalt an Frauen ist immer Gewalt an Frauen- egal wo sie stattfindet. Das Wort „Femizid“ oder „Misogynie“ fällt in dem Zusammenhang kaum. Um das Phänomen der (weltweit) zahlenmäßig so enorm großen Gewalt von Männern gegenüber Frauen zu begreifen muss eine anständige Patriarchatskritik her. Feminismus ist kein Luxus, er ist für Frauen (Lebens-)Notwendig. 
Es wird Zeit, dass sowohl das Strafrecht, als auch die Rechtsprechung angepasst werden und die Gewalt an Frauen hart bestraft wird. Und die betroffenen Frauen radikal ernst genommen werden. Es wird Zeit, dass Frauenhäuser ordentlich finanziert werden und nicht mehr auf die Mitarbeit von Ehrenamtlichen (Stichwort unbezahlte Frauenarbeit) angewiesen sind. Es wird Zeit, dass die mediale Darstellung von Gewalt an Frauen problematisiert wird. Es wird Zeit, dass sich (noch mehr) Frauen und solidarische Männer zusammenschließen und aktiv werden, wo auch immer ihnen Gewalt gegenüber Frauen begegnet. Vor allem aber wird es Zeit das Patriarchat endgültig zu beseitigen.

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Pressemitteilung: Solidarität mit Simon – nehmt ihr einen von uns fest, kommt das ganze Falkennest

Sehr geehrte Pressevertreter und -vertreterinnen,

am morgigen Dienstag, den 27.11.2018 findet der Gerichtsprozess gegen den Landesvorsitzenden des Kinder- und Jugendverbandes der SJD-Die Falken Bayern statt. Ihm wird schwerer Raub und Körperverletzung vorgeworfen. Er soll im Rahmen der Demonstration für eine vielfältige und freie Gesellschaft und gegen das sogenannte „Integrationsgesetz“ vor zwei Jahren in München einem Polizeibeamten dessen Pfefferspray entwendet haben.

Wir halten den Vorwurf für fadenscheinig. Nico Schreiber, Vorsitzender der Falken Nürnberg meint: „Die Vorwürfe gegen Simon sind absurd. Unser Landesvorsitzender soll einen nahkampferprobten, gepanzerten Polizisten beklaut und ihn verletzt haben? Die Vorwürfe sollen davor abschrecken, Widerstand zu leisten. Der Widerstand gegen Gesetze wie das Integrationsgesetz,  Polizeiaufgabengesetz, Psychiatriehilfegesetz ist aber notwendig. Schließlich wollen wir in einer freien und friedlichen Gesellschaft für Alle leben.“

Leider ist es erwiesenermaßen häufig so, dass Straftaten gegen Polizeibeamte erfunden werden, um schiefgelaufene Polizeieinsätze zu rechtfertigen. „Oft ist es so, dass Polizeibeamte sich gegenseitig als Zeugen decken. Ein gerechter und fairer Prozess wird damit schwierig, es entsteht ein Ungleichgewicht bei der Beweisführung im Gerichtssaal“, meint Nico Schreiber. Auch der Landesvorstand und der Bundesvorstand der Falken kritisieren die zunehmende Kriminalisierung linken und gesellschaftskritischen Engagements und rufen dazu auf, den Prozess gegen Simon kritisch zu begleiten, damit dieser nicht abseits der Öffentlichkeit stattfindet.

Der Gerichtsverhandlung findet am 27.11.2018 um 9:00 Uhr im Amtsgericht München (Raum A224) statt.

Wir bitten Sie als Pressevertreter oder -vertreterin um Berichterstattung.

Mit freundlichen Grüßen.

Die Falken in Nürnberg

Ihr könnt den Prozess von Simon außerdem durch Spenden unterstützen. Diese bitte an: Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, Landesverband Bayern DE 78750500000008186173

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Antikommunismus und Antisemitismus

Donnerstag, 15.11.2018
19 Uhr
Falkenturm, Frauentormauer 3
Eintritt frei

Kommenden Donnerstag wird Nico von den Falken Nürnberg etwas zu Antikommunismus und Antisemitismus erzählen:

Antikommunismus ist eine Ideologie, die einerseits von der bestehenden Gesellschaft hervorgebracht und zudem staatlich produziert wird und die andererseits diese Gesellschaft und ihr Fortbestehen maßgeblich bestimmt. Der Antikommunismus behauptet die gesellschaftliche Alternativlosigkeit und propagiert die Herrschaft von Staat, Markt, Nation. Er ist damit verknüpft mit dem Antisemitismus, welcher die Widersprüche der kapitalistischen Herrschaft falsch beantwortet, indem das Kapitalverhältnis als „jüdische Weltherrschaft“, die soziale Frage als „Judenfrage“ gedeutet wird. Der Antisemit ist Antikommunist, weil er auf eine vernünftige Gesellschaftsanalyse verzichtet und stattdessen auf die moralische Dämonisierung von Juden und Jüdinnen oder Israels setzt. Es ist kein Zufall, dass der heutige AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann (damals CDU) 2003 in einer Rede zum 3. Oktober behauptet, Juden und Jüdinnen könnten aufgrund ihrer Rolle in der russischen Revolution als Tätervolk bezeichnet werden. Es ist kein Zufall, dass die Nationalsozialist*innen vom „jüdischen Bolschewismus“ sprachen, den sie mit dem Überfall Osteuropas vernichten wollten.
Nico von den Falken Nürnberg erzählt, was Antisemitismus ist, will diskutieren, was unter Antikommunismus zu verstehen ist und hofft, dass der Zusammenhang von Antisemitismus und Antikommunismus verstanden wird. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht nötig.
Der Vortrag ist kostenfrei. Die Veranstaltung wird organisiert von der Freien Arbeiter*innen Union Nürnberg und den Falken Nürnberg.

Dialektik der Aufklärung. Wochenendseminar

Wir verbringen ein Wochenende im Pfadfinderhaus in Fornbach und lesen, diskutieren gemeinsam die Dialektik der Aufklärung.
Das Seminar ist für etwas Fortgeschrittene ebenso geeignet, wie für interessierte Anfänger*innen. Vorkenntnisse sind also nicht notwendig, auch wenn sie natürlich helfen. Wir wollen uns gegenseitig schulen und voneinander lernen.
Das Buch Dialektik der Aufklärung aus dem Fischer-Verlag sollte mitgebracht werden.

Anmeldungen an buero@falken-nuernberg.de

Bitte gebt dabei eure Kontaktdaten an und schreibt, ob ihr vegan, vegetarisch oder fleischhaltig essen wollt.

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