Nazis erfolgreich gestört

Heute haben wir – recht spontan – die Mahnwache des rechtsextremen Bürgerbündnis Franken gestört. Die Nazis gaben vor, dem in Chemnitz ermordeten Daniel Hillig zu gedenken. Faktisch sind sie mit denjenigen verschwistert, die in Chemnitz zur Stunde Jagd auf Migrant*innen und politisch Andersdenkende machen. Vor der Lorenzkirche erschienen etwa ein Dutzend Nazis, sie wurden von etwa 70 Antifaschist*innen gestört, indem Transparente und Fahnen geschwenkt und die planlose Stille der Nazis mit „Hoch die internationale Solidarität“- und „Nationalismus raus aus den Köpfen“Rufen durchbrochen wurde.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/70-nuernberger-zeigen-flagge-gegen-rechts,R1vxZDX

Auf Daniel Hilligs Facebookseite fand sich folgendes Bild, dem wir nur beipflichten können und das zeigt, dass der deutsche Mob nur auf eine Gelegenheit gewartet hatte, loszuschlagen.

Mit Gedenken hat das, was die Nazis zwischen Lorenzkirche und Heimatministerium veranstalteten, gar nichts zu tun. Es ist reine Propaganda der Faschist*innen von AfD über Pegida und Pax Europa, die nicht zu trennen sind von den Faschist*innen in Chemnitz, die dort pogromartige Hetzjagden veranstalten.

Für sie sollte der Tag trotz allem eine Schlappe gewesen sein. Sie wurden gegen Ende ihrer „Mahnwache“ recht zügig verscheucht, sie verkrümelten sich zügig und werden laut Polizei überdies eine Anzeige wegen Nichtanmelden der Eilversammlung kassieren.

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Polizeigewalt in Deutschland


http://www.tagesschau.de/inland/monitor-polizeigewalt-103.html

„Der Vorwurf, Polizeigewalt in Deutschland werde nur unzureichend geahndet, ist nicht neu – aber nun wird er durch Zahlen gestützt.“

 
Am 31. Mai 2017 gingen Polizeieinheiten gegen Schüler*innen und Unterstützer*innen vor, nachdem diese versuchten, mittels einer Sitzblockade die Abschiebung ihres Mitschülers zu verhindern. Die Polizist*innen setzten Pfefferspray ein, schlugen mit Schlagstöcken um sich, warfen Leute zu Boden. Sie versuchten, den Blockierer*innen die Finger umzubiegen und drückten Daumen in deren Augen, um ihnen Schmerzen zuzufügen. Mit Füßen traten die Polizist*innen auf die am Boden Sitzenden ein. Eines unserer Mitglieder wurde von einem Polizeiwagen angefahren und derart vom Polizeiknüppel getroffen, dass es wochenlang Hämatome am Unterarm hatte.
Dass Betroffene keine Anzeige gegen Polizist*innen erstatten, liegt an der Angst vor der Gegenanzeige: fast immer, wenn Polizeibeamte einer Straftat beschuldigt werden, erhält der oder die Ankläger*in selbst eine Anzeige – mit mehreren Polizeikolleg*innen als Zeugen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Stattdessen gibt es derzeit einen juristischen Rachefeldzug gegen viele, die sich am 31. Mai solidarisch gezeigt haben. Sie werden verurteilt, weil sie Fahrräder mit Kraft geschoben haben, weil sie angeblich Flaschen (merke: 0,33l-Weichplastik) geworfen haben und werden zuvor mit einer medialen öffentlichen Fahndung überzogen, die einer Bestrafung ohne juristische Verurteilung gleichkommt.
 
Die solidarische Begleitung der Betroffenen organisieren in erster Linie die Genoss*innen von Widerstand Mai 31 – Solidarität ist kein Verbrechen. Unterstützt sie und achtet auf ihre Ankündigungen. Im Oktober wird es in der Akademie CPH eine Ausstellung zu der „Macht der Narrative“ geben, die den 31.Mai thematisiert. Auch einer unserer Genossen hat dazu einen Beitrag gemacht. Zu der leidigen Gewaltdebatte findet ihr auf Seite 10 der AJ einen Artikel eines Genossen aus Nürnberg unter dem Titel: Je suis linksextrem.
 
Ausstellung: „Macht der Narrative“:
https://www.cph-nuernberg.de/veranstaltungen/detail/event/732-2.html
 
Artikel Je suis linksextrem:
https://www2.wir-falken.de/uploads/aj_2017_02_web.pdf
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Checkt uns auf facebook

Hervorgehoben

Viele Infos, die auf der Homepage nicht immer auftauchen, findet ihr auf unserer facebook-Seite. Keine Sorge, ihr müsst nicht auf facebook sein, um unsere Seite zu sehen – wenn ihr facebook habt, gebt uns ein Like und ihr bleibt immer auf dem Laufenden, was wir so machen.

 

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— Bildungsstreik — 22.Juni, 11 Uhr, Lorenzkirche

— Bildungsstreik —
Freitag, 22. Juni, 11 Uhr Lorenzkirche
Bildung statt Abschiebung

Am Freitag bleiben die Kompetenz- und Ausbeutungsvorbereitungsfabriken (wir meinen die Schulen und Unis…) hoffentlich leer. Stattdessen treffen wir uns um 11 Uhr an der Lorenzkirche, um gemeinsam zu demonstrieren.

Bildung heißt für uns Falken immer kritische Bildung. Und das heißt für uns immer, uns und andere Menschen zu ermöglichen, die Unzufriedenheit mit dieser Gesellschaft in Kritik zu verwandeln.

Deshalb wird einer unserer Genossen im Anschluss an die Demo auf der Wöhrder Wiese einen Workshop zum Thema Solidarität anbieten. Dabei soll die Frage geklärt werden, was Solidarität eigentlich von Nächstenliebe oder Wohltätigkeit unterscheidet und ob sich Solidarität und Egoismus eigentlich ausschließen oder vielleicht doch zusammenpassen. Und ob der Mensch nun wirklich ein Wolf ist. Wir lesen dazu Texte von Thomas Hobbes, Karl Marx und Leo Kofler und verknüpfen deren Theorien mit unseren eigenen Erfahrungen. Und vor allem diskutieren wir viel. Wer also Bildung will, hat am Freitag die Möglichkeit, sich diese anzueignen.

Checkt doch nochmal die Seite der Genoss*innen von Jugendaktion Bildung statt Abschiebung.

Wir sehen uns auf der Straße, auf der Wiese, im Workshop.

 

Liebe SPD…

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Liebe Genoss*innen in der SPD Nürnberg und SPD Mittelfranken,

am Samstag, den 3. Februar fand – wie ihr sicherlich wisst – eine Demonstration bezüglich Afrin und Rojava statt. Dabei wurde der türkische Angriffskrieg gegen unsere kurdischen Genoss*innen genauso kritisiert wie die deutsche Unterstützung des selbigen. Ihr habt bestimmt mitbekommen, dass die Demo auch am SPD-Gebäude am Karl-Bröger-Platz vorbeilief.

Erfreulicherweise wurde in diesem Zuge ein großes Transparent vom Dach des Gebäudes entrollt, auf dem stand: „Stoppt die Waffenlieferungen in die Türkei und weltweit“. Außerdem wurde der YPG-Wimpel in dreiteiliger Form gezeigt, um das Verbot des Symbols in Deutschland ad absurdum zu führen. Wir haben euch mal Fotos davon mitgeschickt – sieht spitze aus, oder?

Noch besser fänden wir es natürlich, wenn es nicht bei so einem Transparent bleibt, sondern wenn ihr selbst als Partei und Einzelpersonen aktiv werdet und euch solidarisch mit der angegriffenen kurdischen Bewegung zeigt. Wir hätten da schon ein paar Vorschläge.

Zum Beispiel ist es doch jedem und jeder Einzelnen von euch möglich, sich an den Kundgebungen und Demonstrationen für Afrin und Rojava zu beteiligen. Sowas gibt’s derzeit übrigens fast täglich in der Nürnberger Altstadt. Ist also wirklich kein Aufwand für Einzelne, sich da klar gegen Erdogan zu stellen. Zeigt klare Haltung, äußert euch erkennbar und öffentlich und fordert es auch von euren Genoss*innen ein. Klar, wir wissen, eure Bundesorganisation schweigt derzeit tödlich. Aber warum soll euch das hindern, Haltung zu zeigen? Eure Bundesjugendorganisation (Jusos in der SPD) hat übrigens schon Stellung bezogen und sich am 3. Februar klar positioniert – checkt ruhig mal deren Facebook-Seite.

Außerdem sollte es euch doch ein Leichtes sein, eure Drähte in Land- und Bundestag zu nutzen und von euren dortigen Vertreter*innen klare statements einzufordern. Wir finden das Schweigen unerträglich und wir hoffen, ihr ebenso. Lasst es uns gemeinsam brechen!

Möglich wäre es auch, eine Delegation aufzubauen, die Parlamentarier*innen nach Afrin entsendet. Klingt erstmal verrückt. Wir vermuten aber, dass es für Abgeordnete deutlich einfacher ist als für Andere, ein Visum zu bekommen. Mit so einem Visum könnte man legal in Nordsyrien einreisen. Der Sinn und Zweck der Übung: Gerade angesichts der Menschenrechtsverbrechen des Erdogan-Regimes kann eine Beobachter*innenmission in Afrin eine wichtige Rolle nicht nur bei der Skandalisierung dieses verbrecherischen Angriffskrieges spielen. Sie bietet zudem auch Schutz für Zivilist*innen, denn Ankara müsste die Präsenz deutscher Abgeordneter bei seinen Flächenbombardements einrechnen. Parlamentarier*innen könnten so ihre privilegierte Situation zum Schutz von anderen nutzen.

Der Angriff auf die kurdische Bewegung ist übrigens ein Angriff auf Demokratie und Sozialismus, also auch ein Angriff auf euch und uns. Falls ihr pfiffige Ideen habt, wie wir gemeinsam dem etwas entgegensetzen können, sind wir ganz Ohr.

Liebst grüßend, eure Falken Nürnberg.

FREUNDSCHAFT!

PS: Das mit dem Transparent und den Schildern auf dem Dach war übrigens ein gemeinsamer Streich von uns und anderen linken Genoss*innen aus Nürnberg 😉

#afrinnotalone

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Wüstentage Feb. 2018 ***Still lovin‘ future***jetzt anmelden*** ab 14 Jahre***

17.2.2018 bis 25.2.2018, die Woche nach den Faschingsferien, mal mit anderen Jugendlichen zusammenleben und sich selbst versorgen? Sei dabei!

Die Wüstentage haben nix mit Wüste(n) zu tun, aber WÜST ist es manchmal schon… Kein Wunder – wenn ca. 30 Jugendliche und junge Erwachsene eine Woche zusammen in eine WG auf Zeit einziehen und versuchen, einen solidarischen und gleichberechtigten Alltag zu leben. Wie viel Nudeln essen 38 Leute? Wer steht auf und macht das Frühstück für den Rest? Wer hat schon wieder den Joghurtbecher nicht aufgeräumt? Wo ist noch Schokolade und wo bekomme ich neue her? Solche oder ähnliche Fragen kommen schon mal vor. Ist aber auch kein Problem. Am Anfang der Wüstentage werden gemeinsam Regeln für das Zusammenleben besprochen, Koch- und Putzpläne geschmiedet oder Ideen für abendliche Workshops gesammelt. Dass Spiel, Spaß und Diskussionen nicht zu kurz kommen, versteht sich von allein! Ach ja: Alle Teilnehmenden gehen unterm Tag natürlich ihren üblichen Tätigkeiten nach: Ob Schule, Arbeit oder Ausbildung. Wüst wird es erst, wenn alle im Anschluss (nachmittag/abends) wieder zusammen kommen.

Gleich ist an fast allen Tagen, dass wir alle irgendwann aufstehen um rechtzeitig in die Schule, in die Ausbildung oder unseren Job zu kommen. Irgendwann kommen wir alle wieder, machen Hausaufgaben (jippie!), kochen, gehen einkaufen, planen für den Abend oder organiseren irgendwas – alles gemeinsam und solidarisch versteht sich. Auch das Programm wird gemeinsam beschlossen – eine grobe Planung steht aber schon: Inhaltlich soll es diesmal um das Thema Zukunft gehen: Wie soll man zusammen leben, dass es allen dabei möglichst gut geht? Warum ist Schule oft so scheiße und ausgrenzend? Wie sieht es mit Ausbildung und Arbeit aus und sind Perspektiven überhaupt wichtig? …Still lovin’ future?!

Kickern, Billard und Tischtennis, Einkaufs- und Kochaktionen, Workshops und Vorträge, Diskussionen, Film- und Spieleabende, diverse Brett- und Gesellschaftsspiele und was uns sonst noch so einfällt. Diesmal werden wir zusätzlich Schwarzlichtminigolf spielen gehen!

Wenn ihr Interesse habt dabei zu sein, könnt ihr gleich hier Anmeldung_Wüstentage_2018 eine Anmeldung ausdrucken und abschicken. Solltet ihr oder eure Eltern davor noch einige Fragen haben, ruft uns gerne im Falkenbüro an (0911/443709), schreibt eine Mail an buero@falken-nuernberg.de oder schaut direkt im Falkenbüro vorbei. Auch auf facebook antworten wir immer fix. Solltet ihr noch nicht ganz 14 sein, aber trotzdem dabei sein wollen ist das nach Rücksprache auch möglich.

Hier noch ein Bild aus unserem Wohnzimmer im Herbst:Wüta Herbst 2017

Wir suchen Debattenbeiträge für die 2. Ausgabe des ThUg Magazine

Theorie & Ungeduld // ein Debattenorgan der SJD – Die Falken

Nach der erfolgreichen ersten Ausgabe des Falken DebattenmagazinsThUg zum Thema „Erstarken der radikalen Rechten in Deutschland und Europa“ soll bald, das heißt zur Verbandswerkstatt im Mai, die zweite Ausgabe erscheinen. Die Redaktion für diese Theorie-Zeitschrift, die als Debattenorgan für Aktive und Funktionär*innen der Sozialistischen Jugend fungieren soll, wird jedes Mal von einer anderen Gliederung übernommen. Die Zeitschrift soll in unregelmäßigen Abständen − etwa einmal im Jahr − erscheinen. Die erste Redaktion hat der LV Thüringen übernommen, die nächste Redaktion übernehmen wir vom UB Nürnberg; im Anschluss geht sie in den Norden an den LV Hamburg.

Der Themenschwerpunkt wird „Die soziale Frage“ sein.

Auf der Bundeskonferenz in Erfurt gab es dazu rege Diskussionen und nicht nur bei Falken ist das so. Die soziale Frage und mögliche Lösungsvorschläge gewinnen an Aktualität, sei es durch schlechter werdende Lebensstandards und verschärfte Wohnraumkonkurrenz, durch völkische Bearbeitung sozialer Themen von rechts oder auch in Diskussionen um die Ausrichtung der eigenen Politik in der linken Bewegung. Auch die AJ (Falken-Publikation mit jugendlicher Zielgruppe) beschäftigt sich in ihrer nächsten Ausgabe mit dem Thema „Soziale Frage“. Umso wichtiger ist es, auch eine gute theoretische Debatte dazu zu führen. Wenn ihr eh schon an einer Frage dran seid, dann verarbeitet das Thema gerne entsprechend der Zielgruppe für die ThUg und die AJ.

Wenn ihr Beiträge zum Thema habt oder euch vorstellen könntet, welche zu verfassen (bitte keine falsche Scheu), schreibt uns. Gern gesehen sind auch künstlerische Beiträge jeder Art oder Rezensionen.
Um das Ziel, Debattenmagazin sein zu wollen, erfüllen zu können, braucht es natürlich auch Antworten, Entgegnungen oder Kommentare zu Artikeln der ersten Ausgabe. Wir freuen uns, wenn ihr da was beizutragen habt. Ihr habt weitere Zusendungen, die nicht zum Themenschwerpunkt passen? Meldet Euch trotzdem bei uns!

Die Deadline für Beiträge für die zweite Ausgabe ist der 22. Januar 2018.

Es gibt erstmal keine allgemeinen Einschränkungen hinsichtlich des Umfangs, die jeweilige Länge eines Beitrages wird in Absprache mit der Redaktion festgelegt.

Wenn ihr Lust habt, einen Beitrag zu verfassen, meldet euch unter thugmag@riseup.net. Wir freuen uns, von euch zu hören!

Mit diesen Fragen und Anmerkungen zum Themenschwerpunkt wollen wir Ideengeber*in für eure möglichen Artikel sein….

Checkt: http://thugmag.blogsport.de