Vortragsreihe NO HOPE // Antifeminismus // Islamismus // Nationalismus

veranstaltungsreihe

Der Obama-Hype und das damit verbundene Trugbild der „Hope“ ist längst vergessen. Hoffnung ist längst ersetzt durch ein resigniertes Hinnehmen des Wahnsinns der Welt oder aber durch die obsessive Hingabe ans irrationale Kollektiv. Wir fragen uns, weshalb es keine Hoffnung zu geben scheint oder was uns überhaupt daran hindert, noch Hoffnung in die „bessere Welt“ zu setzen.
Fakt ist: es gibt einen globalen Rechtsruck in Form von Faschismus und Islamismus. Gesellschaftliche Umwälzungen weisen meist regressive Tendenzen auf und basieren auf falschen Utopien. Ideologie scheint für Viele eine Hoffnung zu sein, steht aber einer emanzipierten und befreiten Gesellschaft entgegen.
Die aktuellen Geschehnisse der Welt lassen uns oft ratlos dreinblicken und werfen einige Fragen auf, die wir in dieser Veranstaltungsreihe diskutieren wollen: Wie hängen Antifeminismus, Islamismus und Rechtsextremismus zusammen? Wie kommen Menschen auf die Idee, so etwas gut zu finden, gar eifrig zu rufen „weiter so“?
Wir wollen uns diesen Fragen beantworten, um diese Gesellschaftsform und ihre ideologischen Symptome zu begreifen, zu kritisieren und abzuschaffen.

„Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.” (Adorno: Minima Moralia)

Alle Vorträge beginnen um 20 Uhr und sind kostenfrei.

 

20.10. Eine Welt voll Untertanen. Ein Überblick über die Theorie des autoritären Charakters

Falkenturm, Frauentormauer 3

Weltweit befinden sich autoritäre Bewegungen auf dem Vormarsch; ob Islamismus, autokratische Staatsmänner oder sog. „rechtspopulistische“ Parteien. Liberale, Linke und Wissenschaft stehen diesem Ansturm hilflos gegenüber und fragen sich, wie sich diese erschreckenden Entwicklungen erklären lassen. Ihre altgedienten Gegenstrategien, wie Aufklärung, Skandalisierung oder Bildung laufen angesichts von Faktenresistenz und Verschwörungswahn ins Leere. Hier könnte ein Rückblick auf die Theorie der autoritären Charakterstruktur, wie sie in erster Linie von der Kritischen Theorie erarbeitet wurde, hilfreich sein. Von Wissenschaft und Medien als „längst widerlegt und veraltet“ ad acta gelegt, bietet dieser Ansatz die Möglichkeit den grassierenden Wahnsinn auf psychologischer und materialistischer Grundlage zu verstehen. Der Vortrag will einen kurzen Überblick über das Konzept der autoritären Persönlichkeiten bieten und eine Diskussion über deren Aktualität anstoßen.
Es spricht Jens Benicke, von dem 2016 die 2. überarbeitete Auflage von „Autorität und Charakter“ bei Springer VS erschienen ist


27.10. Die Arbeiter und ihr Vaterland

Falkenturm, Frauentormauer 3

„Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben.“

Warum scheitern Linke im Allgemeinen und linke Bewegungen im Besonderen immer wieder daran, die Affinität der Ausgebeuteten für nationalistische Programme zu bekämpfen und warum ist trotz diverser historischer Erfahrungen mit den möglichen mörderischen Auswüchsen radikaler nationalistischer Politik das Problem des Nationalismus nicht aus der Welt? Und warum hat besonders das Proletariat oft ein Problem sich von den Heilsversprechen der Nation zu lösen?
Michael Dehmlow ist Mitglied bei den Falken Hannover und hat einen gleichnamigen Artikel in dem THeorieUnGeduld-Magazin veröffentlicht.


2.11. Antifeminismus und die extreme Rechte

Arsch&Friedrich, Untere Baustraße 14

„Wir müssen unsere Männlichkeit wiederentdecken, denn nur wenn wir unsere Männlichkeit wiederentdecken, werden wir mannhaft und nur wenn wir mannhaft werden, werden wir wehrhaft und wir müssen wehrhaft werden, liebe Freunde“

Mit dieser bedrohlichen und beängstigenden Logik Björn Höckes (AfD) wird der verschobene Krisendiskurs deutlich. Gesellschaftliche, ökonomische, politische Krisen bleiben unangetastet und werden nicht kritisiert, stattdessen werden die Krisenerfahrungen verschoben auf die vermeintliche Bedrohung durch die Frau. Man wettert gegen die „Diktatur der Homolobby“, gegen das Gender-Mainstreaming und fantasiert ein Matriarchat herbei, welches angeblich die Männer bzw. die Männlichkeit unterdrücke.
Mit dem GenderKongress fand bislang zweimal ein Event der antifeministischen Männerrechtsbewegung in Nürnberg statt. Insbesondere die Schwerpunktsetzung der AfD auf antifeministische Positionen zeigt, welchen Stellenwert der Kampf gegen die Emanzipation der Frau in der extremen Rechten einnimmt.

Die beiden Genossinnen von der FeminismusAG der Interventionistischen Linken (IL) Nürnberg werden darüber referieren, was die Elemente des Antifeminismus sind und inwieweit er Mobilisierungsfeld für Rechtsextremisten ist und werden konnte.


15.11. Die Ottos und die Umma. Über den gar nicht so heimlichen Zusammenhang von Islamismus und antimuslimischem Rassismus

Stadtteilzentrum DESI, Brückenstraße 23

Die Ottos und die Umma Über den gar nicht so heimlichen Zusammenhang von Islamismus und antimuslimischem Rassismus Mit den PEGIDA-Demonstrationen und diversen Wahlerfolgen der AfD hat sich in den letzten Jahren in Deutschland eine soziale Bewegung von Rechts formiert. In ihrem Zentrum steht der verschwörungstheoretische Hass auf das politische Establishment (Journalist*innen und Politiker*innen) einerseits, die nicht minder wirre Furcht vor „dem Islam“ auf der anderen Seite. Zeitgleich formiert sich (nicht nur in Deutschland) eine fundamentalistische Strömung innerhalb des Islam, die sich ebenfalls über einen verschwörungstheoretischen Irrationalismus definiert. Wer diese beiden Phänomene vergleicht wird schnell vorstellen, dass es sich in beiden Fällen um autoritäre Formierungen handelt, die einander zwar spinnefeind sind, die ihre Ursachen jedoch in den gesellschaftlichen Verhältnissen haben, die den Menschen im 21. Jahrhundert entgegentreten. Über die gemeinsamen Ursachen von antimuslimischem Rassismus und Islamismus wollen wir in bei dieser Veranstaltung sprechen.
Julian Bierwirth ist Mitglied bei den Falken Göttingen und schreibt für Publikationen unseres Verbandes, für die wertkritische Gruppe Krisis, sowie für seinen Blog.


23.11. Warum wir über den Islam nicht reden können

Zentralcafé K4, Königstraße 93

„Wenn ich sage, die Feindschaft gegen den Islam ist rassistisch, dann sage ich damit implizit, dass der Islam unauflöslich verknüpft ist mit Menschen etwa aus der Türkei oder arabischen Ländern, jenen Menschen also, die ich vor Diskriminierung schützen will. Das zementiert den Diskurs der Rechten, statt diese falsche Verknüpfung von Herkunft und Religion aufzulösen. Das drückt sich auch aus in der plumpen und absurden Reaktion: „Die sind gegen den Islam, dann sind wir für den Islam“.“ (Sama Maani)

Wie kommt es, dass wir die Ablehnung des Islam als „rassistisch“ wahrnehmen – nicht jedoch die Ablehnung des Christentums? Dass wir rassistische Ressentiments gegen Türk*innen oder Araber*innen Islamophobie nennen, Ressentiments gegen – christliche – Nigerianer*innen aber nicht Christentumophobie? Warum waren die Demonstrant*innen des arabischen Frühlings für uns – in erster Linie – „Moslems“, die Demonstrant*innen der Occupy-Bewegung aber nicht „christlich“? Warum reden wir, wenn wir vorgeben über den Islam zu reden, über alles Mögliche andere (Terrorismus, Migration, Integration) – nur nicht über den Islam?
Sama Maani ist Schriftsteller und Psychoanalytiker und kritisiert insbesondere den Kulturrelativismus vieler Linker und Linksliberaler gegenüber dem Islam.

Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Musikverein statt.

Die Kinderherbstfreizeit 2016

Fallarifallarafallahoppassa – wir machen was uns gefällt. Nämlich zum Beispiel unsere eigene kleine Stadt aufbauen und ein ganzes verlängertes Wochenende damit spielen. Unter dem Pippi-Langstrumpf-Motto: „Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt“ haben wir das auf unserer Kinderfreizeit in Finsterau getan. Aus riesigen Kartons, die fast nicht in den Bus gepasst hätten, haben wir verschiedene Amtsgebäude gebaut. Mit Tür, Fenstern und Tresen versteht sich. In unserer Stadt haben wir uns in verschiedene Gruppen eingeteilt, die alle eine andere Aufgabe für unser Zusammenleben übernommen haben. Das haben wir dann Amt genannt. Es gab die Presse, das Schulamt, das Arbeitsamt, das Einwohneramt, das Kultur- und Freizeitamt und das Postamt, welches sogar fast stündlich Briefe zugestellt hat.

Neben dem tatsächlichen Bauen, Malern und Streichen gab es in unseren Ämtergruppen auch viel zu besprechen: „ Was ist unsere Aufgabe in der Gemeinschaft?“ oder „Wie schaffen wir, dass jedes Kind Zugang zu dem hat was wir machen, auch wenn es unsere Sprache nicht spricht oder eine Behinderung hat?“ oder auch „ Wie sieht es in der Realität aus, was sollte da geändert werden?“ So haben dann einige Kinder erzählt, wie es ihren Eltern in der Arbeitswelt ergeht und warum sie Leiharbeit blöd finden oder es blöd finden wenn ihre Eltern ganz lange Arbeiten müssen oder auch wie es bei ihnen selbst in der Schule und Freizeit so ist. Es wurden ganz viele Vorschläge gemacht wie auch die echte Welt besser wäre. Hier mal ein paar Beispiel:

  • Mehr Freizeit weniger Arbeit und Schule
  • Keine Leiharbeit und keine Kinderarbeit und alle sollen gleich viel verdienen
  • Keine Mieten sondern groß genuge Wohnungen für alle Familien und WGs für Leute die einsam sind (auch Ältere)
  • Kinderfreundliche Städte ohne Autos dafür mit Stadtwald, Bademöglichkeiten und vielen Spiel- und Fußballplätzen
  • Ersatzfamilien für Kinder die alleine sind
  • Mehr Freizeitangebote auf dem Land
  • Jedes Kind soll wichtige Dinge in der Schule gelernt bekommen und es wird dabei auf ihre oder seine Lerngeschwindigkeit rücksichtgenommen
  • Alle Menschen sind freundlich zueinander und haben Verständnis
  • Kostenlose Freizeitangebote

Die Presse hat unsere Überlegungen dann auch alle veröffentlicht, sodass wir uns nicht nur bei unserer großen Stadtführung darüber informieren konnten was in den anderen Gruppen so besprochen wurde.

An unserer großen Halloweenabschlussparty direkt in unserer Stadt haben wir dann nochmal kräftig zusammengeholfen und das hat sich gelohnt. Es gab ein gruselige Deko, viele unterschiedene Kürbisse, Musik zum Tanzen, eine Diashow, tolles Programm, viele Leckereien und sogar Saftcocktails direkt aus dem Einwohneramt.

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Veröffentlicht unter Kinder

Bericht zum Vortrag Religionskritik, Islamismus und antimuslimischer Rassismus

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Trotz der spontanen Raumverschiebung haben sich am Donnerstag Abend doch über 20 interessierte junge Menschen zum Vortrag und zur gemeinsamen Diskussion zu diesem aktuellen Thema eingefunden. Nabil Hourani, der Politikwissenschaften in Erlangen studiert hat, teilte sein Vortrag in drei Abschnitte. Im ersten Teil gab er ein paar Fakten zum Islam, seiner Entstehung, den Strömungen und der Verbreitung. Ein Teilnehmer meinte im Nachhinein dazu, dass er sich an das Fernsehformat „Mit offenen Karten“ von Arte erinnert gefühlt hat. Weiterlesen

Der Falkenturm ist vorübergehend geschrumpft :( – aber es gibt gute Neuigkeiten :)

Aus brandschutztechnischen Gründen können die oberen Stockwerke des Falkenturms ab sofort für die Kinder- und Jugendarbeit nicht mehr genutzt werden.

Gestern haben sich mehrere Brandschutzexperten unseren Turm angeschaut und das Ergebnis war fatal. Der oberste Raum und unser Thekenraum sind für den Brandfall nicht gut genug gerüstet. Leider geht es dabei nicht um fehlende Feuerlöscher oder Feuermelder, sondern um bauliche Probleme. Die Fenster sind einfach zu klein, um Menschen im Fall eines Brandes über Leitern retten zu können. Ähnliche Probleme gab es ja schon 2013 im Nachbarturm der Stadtschülerinnenvertretung. Aktuell ist auch noch der Turm der DGB-Jugend betroffen.

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Sommer, Sonne Falkencamp – Die Zeltlagerausschreibung ist da :)

 Ihr könnt euch jetzt für unser Sommerzeltlager #DoItYourself anmelden, yeahhh….

…und dann selber machen, zusammen anpacken, Disko, Leute kennenlernen, draußen spielen, kritisieren, diskutieren, gemeinsam kochen, demonstrieren, Pläne schmieden, Pause machen, campen, baden, Sommer, Sonne, Sozialismus.

Zela innen

 

Wenn ihr noch Fragen habt könnt ihr uns gerne schreiben oder uns anrufen.

 

Support refugees!

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Seit dem 5. Mai protestieren Flüchtlinge am Hallplatz in Nürnberg gegen unmenschliche Lebensbedingungen, in die die Asylsuchenden gezwungen werden. Konkret fordern sie Bewegungsfreiheit in Deutschland statt Residenzpflicht, freie Wahl des Wohnortes statt Lagerpflicht, eine Bearbeitung ihrer Asylanträge und ein Ende von Abschiebungen. Mit ihren Forderungen wandten sie sich vor Allem an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, den OB Maly und die Stadt Nürnberg, in der sie mehrheitlich untergebracht sind.
Diese zeichneten sich leider jedoch nur durch Ignoranz und peinliche Respektlosigkeit gegenüber den Flüchtlingen und ihren Forderungen aus. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen besetzten die Flüchtlinge im Anschluss an eine Demonstration den Innenhof des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Der Präsident des BAMF redete allerdings daraufhin nur von „instrumentalisierten Flüchtlingen“ und versuchte so den Kämpfenden ihren selbstbestimmten Protest abzusprechen. In einer morgendlichen Polizeiaktion wurde die Besetzung von der Polizei geräumt.
Dies veranlasste die Flüchtlinge einen Schritt weiter zu gehen. Sie beschlossen, am 5. Juli in den Hungerstreik zu treten. Drei Tage später weiteten sie diesen auf einen trockenen Hungerstreik aus, das heißt sie nahmen auch keine Flüssigkeit mehr zu sich.
Damit erkämpften die Flüchtlinge sich endlich ein bisschen mehr Gehör bei der Presse und obwohl BAMF-Präsident Schmidt zunächst noch behauptete, sich davon „nicht erpressen zu lassen“, übermittelten OB Maly und Schmidt den Flüchtlingen einen „Vertrag“, der die Beendigung des Hungerstreiks als Bedingung für gemeinsame Gespräche am 12. Juli beinhaltete. Offensichtlich sollten in der „Stadt der Menschenrechte“ ähnlich hässliche Bilder wie die vom Rindermarkt in München 2013 vermieden werden. Somit hatten die Flüchtlinge es geschafft, Schmidt und Maly hinter ihren Schreibtischen hervorzuholen und zum Gespräch zu bewegen.
Die Hoffnungen, die die Flüchtlinge in das Gespräch setzten, wurden am 12. Juli jedoch zerschlagen. Maly und Schmidt beschränkten sich darauf, den Flüchtlingen nochmal die Asylgesetze, gegen die sie doch protestieren, zu erklären, sich hinter gesetzlichen Zwängen zu verstecken und ihnen den mehr als überflüssigen Tipp zu geben, sich doch an den Bayerischen Flüchtlingsrat zu wenden. Zugeständnisse gab es nicht. Keine der Forderungen wurde nur im Ansatz erfüllt. Deshalb, so waren sich die Protestierenden einig, wird und muss der Kampf weitergehen.
Wir – die Sozialistische Jugend-Die Falken in Nürnberg – kritisieren Malys „Gespräche“ als strategisches Mittel, das offensichtlich einzig zum Ziel hatte, negative Presse durch den Hungerstreik zu vermeiden und das die Personen mit ihren Forderungen nicht ernst zu nehmen schien. Die vermeintlichen Perspektiven die Maly aufzeigte – beispielsweise die Beantragung des Passes des Herkunftslandes – sind keine Perspektiven, sondern können nur als Farce bewertet werden.  Ein genehmigter Pass des Herkunftslandes bedeutet leider meistens nur Vorbereitung zur Abschiebung in die Länder, aus denen die Menschen aus größter Not geflohen sind. Die einzige Perspektive für die Flüchtlinge kann also nur das Bleiberecht sein.
Maly und Schmidt haben die Zeichen der Zeit der nicht erkannt. Die Flüchtlingsproteste zielen nicht auf zeitlich begrenzte und riskante Individuallösungen ab, sie sind zu einer Bewegung geworden, die zahlreiche Unterstützer*innen findet und die ihr Recht auf ein sicheres, freies und selbstbestimmtes Leben einfordert. Wir Falken lehnen Nationen und ihre Grenzen ab, wir stehen ein für die bedingungslose Bewegungsfreiheit aller Menschen. Menschen begeben sich nicht aus Spaß auf die Flucht, sondern sind in ihren Herkunftsländern akut bedroht. Dies gilt es endlich anzuerkennen und die Geflüchteten dabei zu unterstützen hier ein neues Leben in Sicherheit aufzubauen.

Deswegen solidarisieren wir uns als Sozialistische Jugend – die Falken in Nürnberg vorbehaltlos mit den Forderungen der Flüchtlinge am Hallplatz und rufen dazu auf ihren Protest mit allen Mitteln zu unterstützen

Veröffentlicht unter Presse

Veranstaltung: Kritik der Arbeit

Vortrag und Diskussion mit Stephan GrigatUntitled

Der Papst verkündet, die Arbeit trage dazu bei, »Gott und den anderen näher zu sein«. Bei der NPD steht im Parteiprogramm die »Arbeit« noch vor »Familie« und Vaterland und der DGB ruft dieses Jahr unter dem Motto „Gute Arbeit. Soziales Europa“ zur traditionellen 1. Mai-Demonstration auf. Denn ungeachtet der diversen politischen und weltanschaulichen Ansichten herrscht hier ein erschreckender Konsens: Arbeit, Arbeit, Arbeit!

Selbst in Zeiten, in denen zunehmende Automatisierung menschliche Arbeit in vielen Bereichen schlichtweg überflüssig macht, stellt niemand die Frage nach der grundsätzlichen Notwendigkeit von Arbeit. Im Gegenteil: Diese im Grunde höchst willkommene Entwicklung wird wenig begeistert aufgenommen, sondern löst vielmehr einen reflexartigen Appell an den Staat zur „Schaffung von Arbeit“ aus, der den zügellosen Marktkräften den Betrug an der „ehrlichen Arbeit“ verunmöglichen soll.

Stephan Grigat, Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaften der Uni Wien, beleuchtet diesen allgegenwärtigen Arbeitsfetischismus kritisch und nimmt dabei auch Bezug auf den Begriff der deutschen Arbeit und dem damit zusammenhängenden Antisemitismus.

Wir laden euch <3-lich dazu ein zu Lauschen und Mitzudiskutieren. Der Eintritt ist umsonst und nach dem Vortrag kann natürlich noch gemütlich bei kühlen Getränken und netter Musik im Turm und Garten rumgehangen werden.

2. Mai 2014, um 19 Uhr
Falkenturm, Frauentormauer 3 (gegenüber Neues Museum), Nürnberg

Nakam – Jüdische Rache an NS-Tätern

nakam_teaser1945 ist der Krieg vorbei, Deutschland wurde befreit, eine kollektive „Amnesie“ machte sich in der deutschen Bevölkerung breit. Man wollte einen Schlussstrich ziehen und möglichst schnell vergessen, der „Spuk“ sollte ein Ende haben.

Für viele Überlebenden der Shoa, für viele Juden und Jüdinnen, die ihre Freunde, Freundinnen und Angehörigen in Auschwitz und anderen deutschen Vernichtungslagern verloren haben, fing damit der Krieg erst an. Sie konnten und wollten nicht vergessen, was Deutschland, was die Deutschen getan haben, sie wollten sich nicht zu „Opferlämmern“ machen lassen, die ungestraft zur Schlachtbank geführt werden können. Sie wurden angetrieben von dem tiefen Wunsch nach Rache und Vergeltung.

Jim G. Tobias beleuchtet mit seinem Buch „Nakam – Jüdische Rache an NS-Tätern“ ein brisantes und bisher kaum erforschtes Kapitel der Nachkriegsgeschichte und geht dabei auch auf konkrete Racheaktionen in Nürnberg ein.

Anlässlich des 75. Jahrestags der Reichspogromnacht vom 9. / 10. November und in Gedenken an die Opfer der Pogrome veranstaltet die Sozialistische Jugend – Die Falken Nürnberg eine Autorenlesung mit Jim G. Tobias und lädt dazu Jede und Jeden zum Lauschen und Diskutieren ein.

  1. November
    19.30Uhr
    Falkenturm, Frauentormauer 3, Nürnberg

Der Eintritt ist frei, über Spenden freut mensch sich…Im Anschluss an die Lesung wird Jim Tobias Filmausschnitte ehemaliger Rächer zeigen.

„Dance together – stand together!“

Flyer Sommerfest 2013

*** PLEASE SCROLL DOWN FOR THE ENGLISH TRANSLATION ***

Zum zweiten Mal wird am 28.6.2013 das gemeinsame Sommerfest auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkünfte in der Regensburger Straße 402 stattfinden.

ISOLIERT

An den Rand der Stadt gedrängt fühlen sich viele Geflüchtete einsam und ausgegrenzt. Der Alltag ist geprägt von sozialer Isolation, Arbeitsverbot und der steten Bedrohung Abschiebung. Essenspakete und eine schlechte Busanbindung erschweren das Leben zusätzlich.

BREAK THE ISOLATION!

Diesen Zustand wollen wir nicht länger dulden! Um die Isolation zu durchbrechen wird auch dieses Jahr wieder ein gemeinsames Sommerfest stattfinden. Wie im letzten Jahr werden die Vorbereitungen von Bewohner_innen der Gemeinschaftsunterkünfte, der Sozialistischen Jugend – Die Falken Nürnberg, dem Club 402 und dem Alternative Kultur Nürnberg e.V. getragen, das Bündnis ist in diesem Jahr zusätzlich erweitert um die Freie Arbeiter_innen Union Nürnberg, sowie den AWO-Jugendmigrationsdienst. Ein möglichst breites, offenes Bündnis ist explizit erwünscht. Einzelpersonen und Gruppen sind also herzlich eingeladen, sich an den Vorbereitungen zu beteiligen.

Das Sommerfest wird am Freitag, den 28.6. von 16 – 22 Uhr stattfinden. Geboten werden Musik und Sonnenschein, veganes und fleischiges Grillen, Chillen in der Shishaecke, Schminkstand und Wasserspaß für Kinder und Alle, Bastelecke, Feuershow und Jonglierkiste und noch einiges Mehr!

All das wird kostenfrei sein, über Spenden freut mensch sich…!

Komm also am Freitag, den 28.6. in die Regensburger Straße 402, feier mit uns und kämpfe mit uns gegen die Isolation und für ein Bleiberecht und ein schönes Leben für Alle!

Wenn du dich an den Vorbereitungen beteiligen willst, schreibe eine Mail an buero@falken-nuernberg.de.

For the second time, our summer festival will take place on the area of the refugee shelters in the Regensburger Straße 402 on 28.6.2013

ISOLATED

Pushed to the edge of the city, many refugees feel lonely and excluded. Everyday life is characterized by social isolation, prohibition of work and constant threat of deportation. Food packages and a bad bus connection make life even more difficult.

BREAK THE ISOLATION!

We will not tolerate this situation any longer! In order to break the isolation there will take place a summer festival this year again. Like last year, the preparations are carried by the residents of the refugee accommodations, by Sozialistische Jugend – Die Falken Nürnberg, Club 402 and Alternative Kultur Nürnberg e.V., this year the alliance is additionally extended by the Freie Arbeiter_innen Union Nürnberg. A possible broad, open alliance is explicitly desired. Individuals and groups are therefore welcome to participate in the preparations.
The summer festival starts on Friday, 28.6. at 4 pm
. There will be music and sunshine, vegan and meaty barbecue, chill out in the shisha corner, water fun for kids and all, craft corner, fire juggling show and jonglage box and much more!

All of this will be free of charge, donations would be human …!

So come on Friday, 28.6. in the Regensburger Straße 402, celebrate with us and fight with us against the isolation and for the right to stay and a good life for all!

If you want to participate in the preparations yourself, write a mail to buero@falken-nuernberg.de.

Raus zum 1.Mai!

Liebe GenossInnen,

heraus zum 1. Mai! Traditionelle 1.Mai-Demonstration mit anschließender Kundgebung am Kornmarkt.

Treffpunkt 10:00 Uhr am Aufseßplatz bei den roten Falkenfahnen
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